Es gibt Pflanzen, die können (und wollen) wir uns aus dem Sortiment der Zimmerpflanzen einfach nicht mehr wegdenken. Dazu gehört zweifelsfrei die Anthurie.
Schon in den Wohnungen unserer Großmütter sorgte sie für frische Farbe, und auch zwei Generationen später zählt sie immer noch zu den beliebtesten Pflanzen für drinnen. Das ist kein Wunder, trumpft die Anthurie doch mit absolut ikonischen, glänzenden Hochblättern auf, die häufig entfernt an Herzen erinnern. Dazu kommen intensive Farben, die zwischen sattem Laub für fröhliche Momente in der Wohnung sorgen.
Aus der Wildnis in die Wohnungen

Doch natürlich war die Anthurie nicht schon immer eine Zimmerpflanze. Ursprünglich stammt sie aus den tropischen Bereichen Amerikas, der Südsee und der Karibik. Dort wachsen bis zu 1000 Arten entweder auf dem Boden oder als Aufsitzpflanzen auf Bäumen. Ihre Geschichte als Zimmerpflanze begann erst Ende des 19. Jahrhunderts – damals brachten Forschungsreisende die exotische Anthurie mit nach Europa. Hier war man sofort von dem außergewöhnlichen Look der Südamerikanerin begeistert.
Gut, dass sich einige robuste Arten bestens in Töpfen ziehen ließen. So war es möglich, dass schon bald die Räumlichkeiten von Adel und Bürgertum mit der eleganten Pflanze geschmückt wurden. Bis auch die Wohnungen des Bürgertums mit ihnen erblühten, dauerte es aber noch etwas länger. Es brauchte in den einfacheren Häusern erst noch größere, lichtdurchlässige Fensterscheiben und Heizungssysteme, damit die wärmeliebenden Pflanzen den hiesigen Winter gut überstanden. Heute ist das Klima in unseren Häusern und Wohnungen optimal für die robusten Anthurien.
Beste Badezimmerpflanzen
Anthurien sind ziemlich unkompliziert, trotzdem haben sie gewisse Ansprüche an ihre Umgebung. Schließlich handelt es sich bei ihnen um lebendige Gewächse. Es ist also verständlich, dass sie nicht einsam und ohne Licht im kalten Keller stehen wollen. Aber auch das andere Extrem – direktes Licht – sollte man bei ihnen eher vermeiden, da es ihre Blätter verbrennen könnte.

Ideal ist dagegen ein Platz mit indirektem Sonnenlicht, im Sommer am besten also nicht auf der Fensterbank, sondern an einer anderen geeigneten Stelle im Raum. Südfenster, wo die Sonne am stärksten ist, sollten laut der „Stichting Promotie Anthurium“, einer Stiftung von niederländischen Anthuriengärtnern und -züchtern, eher vermieden werden.
Nordfenster dagegen bieten das wenigste direkte Sonnenlicht. Hier kann die Pflanze also recht dicht ans Fenster gestellt werden, ohne dass man sich Sorgen über Sonnenbrand machen muss. Perfekter Ort ist übrigens das Badezimmer – vorausgesetzt, es hat Tageslicht. Denn die hohe Luftfeuchtigkeit passt perfekt zu ihrem natürlichen Lebensraum im südamerikanischen Dschungel und die dortige Wärme schafft optimale Wachstumsbedingungen. Aber auch Arbeitszimmer und Wohnzimmer sind ideal und bieten den Pflanzen mit der modernen Optik ideale Standorte.
• ELEGANZ & FRISCHE: Entdecken Sie die blühende Anthurie mit großen, herzförmigen, dunkelgrünen Blättern, purpurfarbenen Blütenhüllen und gelben Blütenspindeln. Mit einer Höhe von 15 bis 25 cm inklusive Topf eignet sie sich wunderbar für Pflanzenliebhaber. Echte Pflanzen wie die Anthurie gelten als dekorative, luftreinigende Zimmerpflanzen und passen gut ins Büro, Wohnzimmer oder Badezimmer und als stilvolle Deko-Pflanze.
Wasser und Nahrung für vitale Anthurien
Die Pflege der Anthurien ist denkbar einfach. Regelmäßiges Gießen ist unverzichtbar – vor allem während der warmen Sommertage. Wichtig ist dabei ein Pflanztopf mit Wasserabzugslöchern, damit das überschüssige Wasser abfließen kann. Denn Staunässe an den Wurzeln mögen sie (wie fast alle Zimmerpflanzen) gar nicht. Doch was bedeutet regelmäßig? Am besten testet man ein- bis zweimal in der Woche mit dem Finger, ob in einem Zentimeter Tiefe die Blumenerde trocken ist. Wenn ja, ist es Zeit für Wasser.
Um der Pflanze zusätzlich etwas Gutes zu tun, kann hin und wieder etwas Dünger hinzugefügt werden, damit sie alle wesentlichen Nährstoffe erhält. Übrigens: Wenn es draußen circa 20 Grad Celsius warm ist, können Anthurien laut „Stichting Promotie Anthurium“ mit ihrem Topf auch ins Freie umziehen. Der Platz sollte windgeschützt und nicht in der direkten Sonne sein. Fallen die Temperaturen nachts unter 16 Grad, sollte man die Anthurie dennoch ins Haus holen, denn die Exotin ist kälteempfindlich und kann bei tieferen Temperaturen Schaden nehmen.
Eine treue Pflanzenfreundin

Bei richtiger Pflege erfreut die Anthurie mehrere Jahre mit ihren extravaganten Hochblättern, die den Kolben elegant umschmeicheln. Die eigentlichen Blüten sind übrigens eher unscheinbar und sitzen auf dem Kolben. Doch die farbigen Hochblätter zeigen Anthurien nicht durchgehend – sie durchlaufen verschiedene Zyklen: eine dreimonatige Blütezeit, mehrere Monate Ruhe und dann wieder eine dreimonatige Blütezeit.
Wenn die Pflanze zu Hause also mal keine farbigen Hochblätter zeigt, sollte man sie keinesfalls enttäuscht wegwerfen! Dann heißt es eher: Abwarten, Tee trinken und die Anthurie weiter wie gewohnt pflegen. Zeigt sich nach längerer Zeit immer noch keine Farbe, geben die Expertinnen und Experten der “Stichting Promotie Anthurium” einen Tipp: Sechs bis acht Wochen kein Dünger und nur wenig Wasser, dann wieder auf die normale Menge anheben. So kann man die Anthurie in der Regel wieder zum Blühen anregen und sich erneut an den intensiven Farben der Exotin erfreuen. Weitere Informationen und Pflegetipps gibt es auf: https://anthuriuminfo.com/de/.
Quelle: GPP











Kommentieren