Outdoor-Spielzeug und Gartenmöbel fit für den Winter machen

Outdoor-Spielzeug und Gartenmöbel fit für den Winter machen

Egal, ob massive Holzbank, Spieltürme aus Holz oder praktisches Outdoor-Equipment für die Garten- und Teichpflege – in Millionen Haushalten gibt es unzählige Möbel und Gegenstände zu entdecken, die den Garten zu einem vielfältigen Lebensraum machen. Während Garten und Terrasse in den Sommermonaten zum Sonnenbaden und Spielen einladen, wird das Gelände im Winter eher unwirtlich und stellt für Gartenmöbel, Outdoor Spielzeug und weitere Artikel eine Gefährdung dar. Damit diese nicht unnötig unter dem Frost leiden und auch im nächsten Jahr genutzt werden können, sind einige Grundregeln zu beachten, die beim Winterfest machen helfen und die Qualität von Möbeln und Spielwaren erhalten.

Die Winterfestigkeit von Outdoor-Equipment überprüfen

Oftmals zeigt sich erst nach einem kalten Winter, wie hochwertig die erworbenen Gartenartikel und -möbel wirklich sind. Beim Ankauf in den Sommermonaten wird dieser Faktor nur selten berücksichtigt, ein günstiger Preis für Gartenstühle oder Spielwaren wird nach kalten Frostperioden oftmals teuer bezahlt. Wer Outdoor-Spielzeug für den Nachwuchs oder ein Gartenmöbelset alleine nach dem Preis auswählt, sollte sich ab dem ersten Nachtfrost darauf einstellen, sämtliches Equipment schnell ins Haus zu holen. Manche Hersteller erleichtern die Einschätzung der Winterfestigkeit durch die Angabe von minimalen Temperaturen, allerdings ist dies eher die Ausnahme und kein perfekter Anhaltspunkt.


Gartenmobiliar richtig unterbringen und schützen

Gartenmöbel gehören zu den wichtigsten Gegenständen, die sich auf privaten Grünflächen und Terrassen antreffen lassen. Egal, ob die Möbel aus Holz, Kunststoff oder Metall gefertigt sind – jedes Material zeigt seine Schwächen in Schnee und Frost, so dass eine geschützte Unterbringung zu empfehlen ist. Die klassische Gartenlaube oder ein Keller reichen hierfür grundsätzlich aus, da hier vor allem der Schutz vor Schnee und anderen Niederschlägen gegeben ist. Als ergänzenden Schutz ist es ratsam, das Gartenmobiliar mit einer Plastikfolie zu überziehen – zuvor hilft eine Reinigung dabei, die Möbel von Ungeziefer und Schmutz zu befreien und sie so schon für den nächsten Frühling herzurichten.

Dieser Schutz der Möbel ist übrigens weniger wegen des Frostes, sondern der drohenden Feuchtigkeit anzuraten. In Holzmöbel dringt diese bei einer mangelhaften Lasur mühelos ein und schwemmt sie auf, Metallmöbel beginnen zu rosten und ähnlich wie Gartenmobiliar aus Plastik unansehnlich zu werden. Maßnahmen zur Winterfestigkeit können somit als Schutzmaßnahme zu spät kommen, wenn der Herbst bereits niederschlagsreich war. Je nach Witterung und Region lohnt es sich daher, bereits vor dem ersten Frost das Outdoor Equipment zu reinigen und sicher zu verstauen.

Massive Möbel aus Holz auf den Winter vorbereiten

Nicht immer kann das Gartenmobiliar sicher in Scheune oder Garage untergebracht werden, schwere Holzbänke oder Tische sollen stattdessen über den Winter hinweg an ihrem Platz bleiben. Um solches Mobiliar herbst- und winterfest zu machen, kann bereits im ausklingenden Sommer eine werterhaltende Maßnahme eingeleitet werden. Das Auftragen eines Lackes hilft dabei, die Poren des Holzmobiliars zu verschließen, so dass Feuchtigkeit in den kommenden Monaten keine Chance hat, das natürliche Material aufzuschwemmen. Bei der Auswahl der geeigneten Lasur sollte zwingend auf Lack und nicht auf Wachs- oder Ölsysteme vertraut werden. Diese sorgen zwar für einen größeren Glanz und einen optisch ansprechenderen Charakter des Holzes, die Schutzfunktion durch Schließen der Poren ist hier jedoch kaum gegeben. Selbstverständlich sollte die ergänzende Abdeckung der massiven Möbel mit einer Plastikfolie sein, die bereits im niederschlagsreichen Herbst anzuraten ist.

Outdoor-Spielzeug auf den nächsten Winter vorbereiten

Vom Fahrrad bis zur Rutsche reicht die Vielfalt an Spielwaren, die Kinder außerhalb des Hauses einsetzen. Für die verschiedenen Formen von Outdoor-Spielzeug sind unterschiedliche Maßnahmen der Reinigung und Pflege anzuraten. Grundsätzlich gilt auch hier: Sofern das Outdoor Spielzeug beweglich und klein ist, sollte dies nach Möglichkeit in einer Scheune abgestellt oder komplett ins Haus geholt werden. Wichtig ist hierbei die Reinigung, da durch Matsch und Schmutz Feuchtigkeit erhalten bleibt und ins Spielzeug hineinzieht, was das Material schädigt und zudem für einen hässlichen Anblick sorgt.

Für die Reinigung von Spielartikeln aus Plastik, z. B. einer Rutsche oder Schaukel, lässt sich vor dem Winter auf klassische Seifenlauge oder abschließend etwas Autopolitur zurückgreifen. Durch diese Pflegemaßnahmen bleibt nicht nur die Qualität des Materials erhalten, vielmehr sind die Plastikkomponenten hierdurch geschützter und winterfester, da sie die Feuchtigkeit schneller und effektiver abweisen. Je nach Modell und Spielzeug lassen sich empfindliche Plastikteile auch abmontieren, um sie im Haus unterzubringen und erst wieder im nächsten Frühjahr hervorzuholen.

Den Grill winterfest machen und seinen Wert erhalten

Zu Millionen Gärten hierzulande gehört der Grill einfach dazu, auch dieser benötigt eine angemessene Pflege, bevor es in den nächsten Winter hineingeht. Als allerwichtigste Maßnahme sollte dieser von alten Kohlen befreit und bereinigt werden – Kohle zieht die Feuchtigkeit aus der Luft und speichert sie, so dass ein langsames Verrosten des metallischen Grills vorprogrammiert ist. Für hartnäckig verschmutzte Grills oder einzelne Teile wie dessen Grillrost lohnt es sich, die Einzelteile über ein oder zwei Tage in Seifenlauge einzuweichen, um so auch eine hartnäckige Verschmutzung zu entfernen. Wer im nächsten Sommer seinen Grill wieder einsetzen möchte, will hierbei schließlich nicht die Reste des Vorjahrs noch einmal erblicken müssen.

Weiteres Outdoor Equipment fit für den Winter machen

Neben der genannten Gartenausrüstung sind Stoffe und Textilien häufig in Gärten zu finden, z. B. als Sonnenschirm oder bespannte Fläche von Liegestühlen. Textile Artikel sind unbedingt ins Haus zu holen, da diese nicht nur Schmutz und Feuchtigkeit ausgesetzt sind, sondern bei stärkeren Schneelasten auch einreißen können. Viele Artikel renommierter Hersteller wie z. B. Gartenzelte werden von ihren Herstellern als winterfest bis zu höheren Minustemperaturen angepriesen, auf das hohe Gewicht einer aufliegenden Schneedecke wird bei diesem Hinweis nicht eingegangen. Hier sollte nach den regionalen Erfahrungswerten entschieden werden, ob mit großen Schneemengen zu rechnen und das Einholen von Vordächern und Zelten aus Stoff anzuraten ist.

Abschließender Hinweis zur Winterfestigkeit des Gartens

Selbst hochwertiges Equipment aus erlesenen Materialien ist nicht optimal geschützt, wenn sehr tiefe Temperaturen oder große Schneemengen als Belastungen auftreten. Hier gilt also: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Sofern ausreichend Platz in einer Garage oder Scheune sein sollte, ist es stets besser, bewegliche Gartenartikel oder Spielwaren unterzustellen, als ein unnötiges Risiko einzugehen. Gerade bei einem höheren Kaufpreis möchte niemand eine negative Überraschung erleben, wenn der nächste Frühling mehr oder weniger große Schäden an Gartenutensilien aufzeigt.

Bildnachweis: © Helen Schrader

Bildnachweis Titelbild: © Jo Ann Snover – Fotolia.com

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