Ein Garten besteht nicht nur aus Pflanzbeeten und Rasen – er ist ein Rückzugsort und Lebensraum, der zu verschiedensten Aktivitäten einlädt, möglichst ganzjährig nutzbar und in seiner Gestaltung sichtbarer Ausdruck eines Lebensstils ist. Hier kommen neben der Pflanze auch der Naturstein als Material ins Spiel: Ob als großzügiger Terrassen- oder geschwungener Wegebelag oder als markanter Blickfang – richtig eingesetzt, werden Natursteine zu echten Stilmitteln im Privatgarten.
Wolfgang Groß vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e. V. erläutert: „Natursteinterrassen und -wege erfüllen im Garten nicht nur praktische Zwecke, sondern prägen maßgeblich die Atmosphäre. Eine Terrasse wird zum erweiterten Wohnzimmer im Grünen, Wege lenken Besucherinnen und Besucher durch den Garten, Mauern schaffen Höhenunterschiede oder geschützte Rückzugsorte.“ Dabei gilt: Jeder Bereich im Garten stellt unterschiedliche Anforderungen. Eine Einfahrt zur Garage muss vor allem belastbar und langlebig sein, während bei der Terrasse Komfort und Ästhetik im Vordergrund stehen. Umso wichtiger ist es, Materialien und Bauweise planvoll auszuwählen.
Naturstein oder Beton?
Viele Gartenbesitzerinnen und -besitzer stellen sich die Frage: Naturstein oder Beton? Die Antwort lautet oft: Sowohl als auch. Denn beide Materialien haben ihre Stärken und lassen sich auch kombinieren. Robuste Betonpflastersteine eignen sich ideal für stark beanspruchte Flächen wie Einfahrten oder Stellplätze. Sie sind langlebig, pflegeleicht und in vielen Formaten und Farben erhältlich. Naturstein hingegen überzeugt durch seine individuelle Ausstrahlung und seine natürliche Optik – perfekt für Terrassen oder ruhige Gartenbereiche.
Wolfgang Groß: „Wer beispielsweise im Haus einen hochwertigen Fliesenboden hat, kann diesen Stil im Außenbereich mit großformatigen Natursteinplatten aufgreifen und so einen sanften Übergang schaffen.“ Immer häufiger werden mit Blick auf Nachhaltigkeit auch „gebrauchte“ Steine verwendet – unter „Reuse“ verstehen die Fachleute die Wiederverwendung und Neuverlegung von Pflastersteinen oder Gehwegplatten, oft auch als Materialmix und in freier Verlegung.
Der passende Stein für jeden Gartenstil

Naturstein ist nicht gleich Naturstein – je nach Material entsteht eine ganz eigene Wirkung: Der überwiegend graue Granit wirkt modern, klar und zeitlos, während Sandstein eher warme Farbtöne und mediterranes Flair mitbringt. Muschelkalk passt ideal zu naturnahen und klassischen Gärten, Basalt setzt mit seiner dunklen Farbe elegante, markante Akzente. Auch die Herkunft spielt eine Rolle: Regionale Steine fügen sich oft besonders harmonisch in die Umgebung ein und müssen nicht über weite Strecken transportiert werden.
Betonsteinwerke bieten längst ein breites Spektrum von Pflastersteinen an – unterschiedliche Größen, Farben und Formen und nicht zuletzt kreative Verlegemuster lassen kaum Wünsche offen. Offenporige Steine und größere Fugen sorgen dafür, dass befestigte Flächen nicht als vollversiegelt gelten, weil dort Regenwasser versickern kann. Außerdem können breitere Fugen mit trockenheitsliebenden Pflanzen begrünt werden.
Qualität zeigt sich unter der Oberfläche
Was man später sieht, ist nur ein Teil der Arbeit. Damit Wege, Terrassen und Mauern lange sicher bleiben, kommt es auf eine fachgerechte Ausführung an. Ein tragfähiger Unterbau, eine funktionierende Entwässerung und stabile Kanten sorgen dafür, dass nichts absackt, sich verschiebt oder durch Frost beschädigt wird. Gerade hier zahlt sich die Arbeit von Profis aus: Fachbetriebe im Garten- und Landschaftsbau wissen genau, welche Bauweise für welchen Einsatzbereich geeignet ist. Sie wissen auch, wie Materialien optimal verarbeitet werden, damit sie wirklich langfristig funktionieren. Unebene Wege oder wackelnde Steine sind schließlich nicht nur unschön, sie sind auch echte Stolperfallen.
Wolfgang Groß: „Mit Blick auf die Sicherheit empfehlen wir beim Wege- und Terrassenbau ohnehin, gleich Leerrohre für Strom und Wasser unter die Steine zu legen. Mit einer niedrigen und gut geplanten Beleuchtung sind die befestigten Flächen auch für lange Gartenabende oder die dunkleren Jahreszeiten perfekt vorbereitet.“ Ein gelungener Garten entsteht nicht zufällig. Entscheidend ist, dass alle Elemente – vom Hausbaum über die Beetbepflanzung bis zu Terrasse und Wegen oder einzelnen Natursteinen – harmonisch zusammenspielen.
Deshalb lohnt es sich, frühzeitig das Gespräch mit Expertinnen und Experten für Garten und Landschaft zu suchen. Sie helfen dabei, Ideen zu konkretisieren, Materialien sinnvoll auszuwählen und eine Gestaltung zu entwickeln, die funktioniert und langfristig Freude bereitet. Impressionen zu verschiedensten Gartenthemen finden sich auf www.youtube.com/@GaLaBau und weitere Informationen auf www.mein-traumgarten.de. Dort stehen auch Kontaktdaten zu qualifizierten Betrieben für Beratung und Bau von Privatgärten.
Quelle: BGL











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