Schleierkraut – Gypsophila paniculata pflanzen und pflegen

Schleierkraut
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Blühendes Schleierkraut gleicht einer Sternenwolke. Wie Sie Gypsophila paniculata pflanzen und pflegen, erklären wir in diesem Ratgeber.

Keine Frage, als Hobbygärtner werden Sie nicht anders handeln: Geht es um den Blütenschmuck fürs eigene Heim oder ein anmutiges Blumenpräsent für den Besuch bei Freunden, dann greifen Sie schon mal zur Schere und schneiden ein paar florale Kostbarkeiten aus Ihren so geschätzten Stauden oder Sträuchern. Oftmals reicht schon eine Rose, kombiniert mit ein paar blühenden Stängeln des hohen Schleierkrauts. Wie eine kleine Sternenwolke umhüllen die zierlichen weißen Blüten die Rose und verleihen Ihrer Blütenkomposition ein edles Aussehen.


Schleierkraut (Gypsophila paniculata) mit seinen zahllosen fipsigen Sternenblüten harmoniert im Garten auch mit anderen Blütenstauden und Blühsträuchern. Während dieser oder jener Gartenfreund eine voluminöse Sternenblütenwolke im Bauerngarten eher bevorzugt, schätzen wieder andere eine gigantische Staude Schleierkraut auf der Blumenrabatte zwischen den Sommerblühern.

Botaniker führen für Schleierkraut die Bezeichnung Gipskraut. Das mag sicher an den Standortbedingungen liegen, die das Schleierkraut aus seiner angestammten Heimat Osteuropa gewohnt ist – Sand und ausgemergelter Boden. Die winterharte Zierstaude kann bis zu 120 Zentimeter hoch werden. Von Mai bis September entfaltet die krautige Staude viele weiße zierliche Blütensterne. Auch rosafarben kann der Flor sein, allerdings nur bei seltenen Sorten.

Schleierkraut: Bodenansprüche

Einen Platz in der Sonne verträgt die rispige Pflanze besonders gut. Hohe Sorten sollten möglichst windgeschützt stehen. Schon leichte Böen können die feinen Pflanzenstängel zu Boden drücken. Aus eigener Kraft schafft es die Staude nicht, sich wieder aufzurichten.

❏ Trockener und magerer Boden ist perfekt

In trockener, magerer kalkhaltiger Erde strotzt das Schleierkraut nur so mit seinem prachtvollen Wachstum. Wenn Sie diese Zierstaude pflanzen wollen, dann schließen Sie unbedingt aus, dass sich Staunässe im Boden entwickeln kann. Lockern Sie das Erdreich tiefgründig auf. Wenn nötig arbeiten Sie reichlich Sand oder groben Kies in den Boden hinein.

Gießen Sie äußerst selten und verzichten Sie auf Dünger

  • Das Schleierkraut ist äußerst spartanisch, wenn es um Wasser geht. Im äußersten Fall gießen Sie die Staude nur während einer lang anhaltenden Trockenperiode. Schon vor dem Pflanzen sollten Sie bedenken, dass die benachbarten Stauden oder Sträucher einen geringen Wasserbedarf haben.
  • Achten Sie auch darauf, dass die Pflanzstelle nicht in einer Bodenmulde liegt. Nach kräftigen Regengüssen könnte die krautige Blütenstaude zu lange im Wasser stehen.
  • Auf Dünger jeder Art, auch auf Kompost, verzichten Sie generell. Diese nutzen der Staude nichts, sondern schaden eher.

>Schleierkraut schneiden – bereits beim Abblühen

Sicher legen Sie großen Wert darauf, dass die Staude im gleichen Sommer ein zweites Mal blüht. Schneiden Sie ihr Schleierkraut dann, wenn die erste Blüte nachlässt. Dabei werden die
Blütenstände kurz über dem Laub entfernt. Im Herbst wird die krautige Pflanze bis eine Handbreit über dem Boden radikal eingekürzt.

Worauf ist beim Vasenschnitt zu achten?

  • Schneiden Sie die die Blütenstängel frühmorgens, dann haben sich noch nicht alle Knospen geöffnet.
  • Streifen Sie die Blätter im unteren Bereich des Stieles ab und schneiden Sie diese schräg an.
  • Nehmen Sie lauwarmes Wasser, wenn Sie das Schleierkraut in die Vase stellen. Kaltes Wasser mag es nicht.

Übrigens: Die Blüte in der Vase hält länger, wenn Sie dem Blumenwasser eine Priese Zucker beifügen.

Schutz vor Nässe im Winter

Ein frostiger Winter kann das winterharte Schleierkraut nicht vergrämen. Allerdings ist Nässe im Winter eine Gefahr. So durchnässt beispielsweise Schmelzwasser schnell den Boden der Pflanze und schädigt sie.

Zusammenfassung: Das Schleierkraut ist eine üppige Blütenstaude, die im Sommer wie eine Sternblütenwolke wirkt. Sie bevorzugt einen sonnigen, warmen und windgeschützen Standort mit einem sandigen, mageren Boden. Gegossen wird äußerst selten, nur wenn die Trockenperiode lang anhält. Dünger verträgt die Blütenstaude überhaupt nicht. Einen zweiten Blütenflor fürs Jahr fördern Sie, indem Sie die Blütenstände zurückschneiden, sobald der erste Flor nachlässt.

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