Es fällt im Herbst in Massen von den Bäumen, legt sich auf die Wiese, die Gehwege, das Beet, bedeckt den Boden, macht unschöne Flecken auf den Steinplatten, wird zur Rutschgefahr und erstickt die Grashalme – das Herbstlaub. Also schnell und schön regelmäßig einsammeln und entsorgen, bevor es Unheil anrichten kann. Man fragt sich schon fast, was Mutter Natur sich dabei gedacht hat. Falllaub ist einfach nur nervig … oder?
„Ganz im Gegenteil! Laub übernimmt mehrere wichtige Aufgaben – nicht nur im Wald, sondern auch im Garten“, weiß Dr. Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) und erklärt: „Wenn es im Herbst zu Boden fällt, legt es sich als schützende, natürliche Mulchschicht rund um die Pflanzen. So hält es die Feuchtigkeit im Boden und den Wurzelbereich warm. Zugleich werden die Blätter von verschiedenen Kleintieren dankbar als Nahrung angenommen und die zahlreichen wichtigen Mikroorganismen im Boden zersetzen das Laub mit der Zeit zu wertvollem Humus. So werden die Bodenqualität und auch das Pflanzenwachstum deutlich verbessert, denn die darin enthaltenen Nährstoffe kommen schlussendlich den Gewächsen im Garten wieder zu Gute.“
Landschaftsgärtner*innen raten daher, die vertrockneten Blätter nicht als Störfaktor, sondern als willkommenen Schutz und Dünger zu sehen und sie im Beet entspannt liegen zu lassen. Nur von der Rasenfläche sollte das Laub entfernt werden. Denn die Grashalme brauchen Licht und Luft, damit sie gut trocknen können. Sonst kommt es zu Mangelerscheinungen und zu Pilzbefall. Die Rasenbereiche unter den Blättern werden gelb und unansehnlich.
Auch auf Gehwegen und der Terrasse kann der Besen zum Einsatz kommen – denn im Zusammenspiel mit Regen wird es sonst rutschig. Das eingesammelte Herbstlaub muss aber keineswegs auf dem Müll oder Kompost landen. Besser ist es, daraus eine schützende Decke für die anderen Gewächse im Garten zu schaffen oder gezielt einen Laubhaufen anzulegen. So entsteht für Tiere wie Igel und verschiedene Insekten ein wichtiges Winterquartier. Weitere Informationen auf www.mein-traumgarten.de.
Quelle: BGL











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