Geranien richtig über den Winter bringen

Geranien richtig über den Winter bringen

Geranien gehören zu den beliebtesten Blumen überhaupt, die durch ihre Farbvielfalt und die großen Blütenblätter in unzähligen Gärten hierzulande anzutreffen sind. Für viele Blumenfreunde ist die Geranie eine der vielseitigsten und schönsten Blumen überhaupt, so dass die Grazie der eigentlich einjährigen Pflanze gerne auch über mehrere Jahre hinweg den eigenen Garten oder Blumenkästen bereichern sollte. Geranien überwintern zu lassen, ist dabei vorrangig für Laien eine kleine Herausforderung, die jedoch mit den richtigen Schritten zur richtigen Zeit gelingt und auch Ihnen über mehrere Jahre hinweg die Freude an dieser Blütenpflanzen zusichern möchte.

Was Sie beim Überwintern über die Geranie wissen sollteN

Geranienarten gibt es viele, dennoch sollte vor allen Überlegungen zum Überwintern genau geprüft werden, um welche Art oder Gattung es sich bei den eigenen Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon handelt. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird mit dem Begriff Geranie jede Form von Storchschnabelgewächs bezeichnet, botanisch korrekt müsste bei einer echten Geranie von einer Pelargonie gesprochen werden. Diese hat ihre Heimat in Afrika und ist so kaum für die lange Frostperiode in Deutschland und Mitteleuropa vorbereitet, während Gewächse der Gattung Geranium weltweit verbreitet sind und so eine etwas größere Robustheit mitbringen. Die folgenden Hinweise sind also vorrangig für die Pelargonie gedacht, sämtliche dieser Maßnahmen schaden jedoch auch anderen Geraniengewächsen nicht, um diese auf den Winter vorzubereiten und sie im nächsten Frühjahr nicht neu kaufen zu müssen.


Erste Schritte beim Geranien überwintern

Grundsätzlich ist das Überwintern von Geranien auch von Laien relativ einfach zu schaffen, wenn hierbei gewissenhaft vorgegangen wird. Wichtig ist als erster Schritt, zum Spätherbst hin sämtliche Triebe zurückzuschneiden, wie dies auch bei anderen Blühpflanzen oder Sträuchern üblich ist. Hierfür reicht die klassische, kleine Gartenschere, mit der jede Geranie auf ein kompaktes Format gebracht wird. So behandelt, muss sie nicht unnötig Nährstoffe und Wasser an ihre langen Stiele weitergeben, was die Pflanze nur unnötig schwächt. Nach dem Zurechtschneiden sollten pro Trieb nur noch wenige Knoten übriggeblieben sein, zwei bis drei sind hierbei empfehlenswert. Keine Sorge: Im nächsten Frühjahr treibt die Geranie wieder aus diesen Knoten aus!

Ebenso wie durch zu lange Stiele werden Geranien natürlich auch durch ein umfangreiches Blattwerk geschwächt, so dass dieses im nächsten Schritt sanft entfernt werden sollte. Als angenehmer Nebeneffekt bietet die Geranie durch den Verlust ihrer Blätter auch eine geringere Angriffsfläche für Schädlinge, die ihr in der kalten Jahreszeit das Leben schwer machen oder selbst einen Ort zum Überwintern oder Ablegen ihrer Eier suchen. Die abgeschnittenen Stiele können natürlich auf der Fensterbank für eine Neuanzucht verwendet werden, schneiden Sie einfach einzelne Stecklinge aus den übriggebliebenen Pflanzenteilen heraus.

Die Pelargonie professionell umtopfen

Ist die Geranie zurückgeschnitten, sollte sie vorsichtig aus ihrem Pflanztopf oder Blumenkasten entfernt werden, in dem sie hierzulande in den meisten Fällen gehalten wird. Wie bei allen Pflanzen sollte beim Herauslösen des Wurzelwerks darauf geachtet werden, dass dieses möglichst wenig Schaden nimmt. Gerade die feinen und dünnen Wurzelspitzen helfen allen Geranien dabei, Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen – je mehr von ihnen zerstört werden, umso stärker wird die Schwächung der Pflanze ausfallen.

Natürlich können Sie auch den gesamten Blumenkasten zum Überwintern ins Haus holen, dieser sollte allerdings nicht zu eng mit Pelargonien bepflanzt sein. In der Winterphase benötigt jede Einzelpflanze etwas mehr Raum für sich, das Wurzelwerk breitet sich schließlich bei den meisten Geranienarten weiter aus. Das Umtopfen als solches stellt für einen etwas fortgeschrittenen Blumenfreund kein Problem dar, zumal das Verbleiben in einem Blumenkasten nur dann sinnvoll ist, wenn dieser ausschließlich mit Geranienarten bepflanzt wurde. Da die meisten Blumenliebhaber auf eine farbenfrohe Abwechslung vertrauen und verschiedene Blumen in einen Kasten einsetzen, ist dessen Bereinigung in der Herbstzeit ohnehin obligatorisch.

Bündel bilden und einfach die Geranien überwintern lassen

Geranien überwintern am besten in kleinen Bündeln in einem größeren Blumentopf, ratsam sind zwei bis drei Pflanzen in einem Topf. Für die Nährstoffaufnahme ist als Boden eine Mischung aus klassischer Blumenerde und Sand zu empfehlen, zudem sollten die Töpfe über den Winter hinweg immer leicht feuchtgehalten werden. Ein intensives Gießen wie in den Sommer- oder Herbstmonaten ist hierbei natürlich nicht nötig.

Damit sich jede Pflanze beim Überwintern erholen und neue Kraft für das nächste Jahr sammeln kann, sollte nicht künstlich ein sommerliches Klima nachgestellt werden. Eine Unterbringung in einem Temperaturbereich zwischen fünf und acht Grad Celsius ist empfehlenswert und reicht der Pflanze völlig aus, um die Wintermonate zu überstehen. Um der Natur der Geranie zu entsprechen, sollte mit fallender Temperatur auch das Lichtpensum der Pflanze gedrosselt werden. Steht diese bei der Überwinterung also etwas heller, sollte nach Ansicht vieler Botaniker auch die Temperatur etwas höher liegen, empfehlenswert sind acht bis zehn Grad.

Die Geranie zeigt Ihnen sogar während des Winters an, ob Sie mit Ihrem Winterquartier zufrieden ist. Stimmen Temperatur- oder Lichtverhältnisse nicht, fangen einzelne Pflanzen zu früh mit dem Austreiben an. In diesem Fall ist eine sanfte Absenkung der Temperatur zu empfehlen.

Bildnachweis: © tramp51 – Fotolia.com

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