Gartentipps

Krasse Gräser! Von Mini bis Maxi

Krasse Gräser! Von Mini bis Maxi
Miscanthus Sinensis sieht auch im Winter schön aus - © orestligetka / stock.adobe.com

Ziergräser spielen heute im winterlichen Garten eine Schlüsselrolle. Je natürlicher ein Garten aussehen darf, umso mehr Stauden und Gräser finden wir.

Dabei geht es längst nicht nur um gestalterische Fragen, viel wichtiger sind die ökologischen Aspekte. Selbst wenn die sommergrünen Gräser in der zweiten Hälfte des Winters trocken und strohig, manche struppig aussehen, schaffen sie immer noch Struktur und Atmosphäre.

Lassen Sie die Halme den Winter über stehen

Heute wichtiger denn je sind sie Überlebensraum für Insekten, Futterstelle für Vögel, Rückzugsort und Versteck für kleine Säuger und Igel. Voraussetzung dafür ist wirklich, dass man die Halme den Winter über stehen lässt. Auch der Pflanze selbst tut dies gut: die Halme schützen das Herz der Pflanze vor Frost, in die hohlen Halme kann kein Wasser eindringen und das Halmbüschel bietet für manches Insekt einen kleinen Schutzraum für den Winter. Frühestens im Februar, in jedem Fall rechtzeitig vor dem Neuaustrieb, sollte man zur scharfen Schere greifen und die Sommergrünen eine Handbreit über dem Boden abschneiden. So kommt Licht ans Herz und die Halme können sich bestens entwickeln. Aber bis dahin ist noch Zeit.


Gut zu wissen

Manche der Maxi-Gräser sind – je nach Standort und Geographie – empfindlicher. Das Pampasgras, Cortaderia selloana, kann an exponierten Stellen in kalten Regionen dazu gehören, und dann hilft es, die langen Halme mit ihren schweren Blütenständen zusammenzubinden, um ein Auseinanderfallen durch zu hohe Schneelasten zu verhindern. Um andere großformatige sommergrüne Gräser, wie die Sorten der Schilfgräser, Miscanthus sinensis, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Sie sind erstaunlich robust, stecken Stürme elastisch weg und sind gerade deswegen im Winter so attraktiv. Die fedrigen Ähren glänzen in der tiefstehenden Wintersonne, aber auch Rauhreif oder einfach nur Regentropfen machen sie zu Schmuckstücken im Garten zu einer Zeit, wenn sonst nicht mehr viel funkelt.

Grünes Neues Jahr!

Viele Gartenbesitzer nutzen die kommende Jahreszeit, um Pläne für das nächste Gartenjahr zu schmieden. Noch sind die Erfahrungen des vergangenen Jahres frisch, man erinnert sich an Trockenperioden, Gießstress, langweiliges Rasenmähen, … und wünscht sich den Garten gerne resilienter, robuster und pflegeleichter. Der Winter ist eine gute Zeit, sich zu informieren, zu überlegen, was man im Vorgarten oder hinter dem Haus verändern will und wie man sich das Gartenleben einfacher oder auch ressourcensparender gestalten kann.

Wer darüber nachdenkt, die Rasenfläche vor dem Haus oder Teile des ehemaligen Spielrasens hinter dem Haus aufzulösen, für den sind vielleicht die wintergrünen, bodendeckenden Gräser verschiedener Carexarten eine attraktive Lösung. Diese Gestaltung ist nicht nur optisch reizvoll: Die feinen Strukturen der Gräser bringen auch im Winter Farbe und Bewegung in den Garten und sorgen das ganze Jahr über für ein gepflegtes, lebendiges Bild. Die dichte Durchwurzelung lässt Unkräutern keine Chance, die Gräsergruppen speichern die Feuchtigkeit besser als kurzgeschnittener Rasen und fördern so das Mikroklima.

Nachhaltiges Gärtnern ist auch ästhetisch ansprechend

Ein sichtbarer Beweis, dass nachhaltiges Gärtnern auch ästhetisch ansprechend sein kann. Wenn das mal keine guten Aussichten sind: Nie wieder Rasenmähen, nur am Anfang Unkraut jäten, nur am Anfang gießen, kein Schnitt, sondern wenn man es ganz ordentlich will, mit dem Rechen übers Beet fegen, klingt das nicht gut? Okay, erst muss die Grassode abgestochen werden, das macht Arbeit, der Boden sollte gelockert werden, das macht auch Arbeit, aber dann nach dem Pflanzen der Gräser im Frühjahr ist die Fläche schnell dicht und sie bleibt es auch.

Für einen Überblick in das vielfältige Sortiment der Gräser, deren verschiedene Farben, Formen und Größen sei https://elegrass.com/de empfohlen.

Quelle: elegrass

Über den Autor

Mandy

Mit Haus am See und gaaaaanz viel Garten und Natur drumherum, erlebe ich täglich "meine" Pflanzenwelten und kann diese zu allen vier Jahreszeiten genießen.

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