5 Nützlinge im Garten

...und was sie da so treiben

Nützlinge im Garten

Ein gesunder Garten, mit gesunden Pflanzen entsteht dauerhaft am leichtesten, wenn sich sein Ökosystem im Gleichgewicht befindet. Jedes noch so kleine Lebewesen erfüllt einen bestimmten Zweck. Dünger, Gifte und andere chemische Wundermittel sind in einem ausgeglichenen Garten überhaupt nicht nötig. Es reguliert sich alles scheinbar wie von selbst.

Aber eben nur scheinbar. Denn wer genau hinsieht, erkennt, dass es eigentlich überall krabbelt, kriecht, hüpft und fliegt. Eine Auswahl verbreiteter Gartennützlinge will ich Ihnen hier gern genauer vorstellen. Damit jeder besser versteht, welchen Aufgaben diese im Garten erfüllen.


Erdkröte (Bufo bufo)

Ein von @gartentipps_com gepostetes Foto am

Die Erdkröte ist ein in unseren Gärten weit verbreiteter Froschlurch. Sie frisst Schnecken, Würmer, Asseln, Spinnen und viele andere Insekten. Auf dem Rücken befinden sich Hautdrüsen, die ein für Fressfeinde bitteres, leicht giftiges Sekret absondern. Für Menschen ist das ungefährlich, sollte aber abgewaschen werden, falls man damit in Berührung gekommen ist.

Tigerschnegel

Iiiieh, eine Nacktschnecke! Nein, falsch, das ist ein Tigerschnegel. Ein natürlicher Feind der Nacktschnecke! Ausgewachsen ist er 10 – 20 cm groß und damit deutlich größer als herkömmliche Nacktschnecken. Er ernährt sich am liebsten von totem oder faulem Pflanzenmaterial, sowie dem schlimmsten Feind in unserem Gemüsebeet, der Nacktschnecke!

Holzschlupfwespe

Ein von Sandra (@cybelle78) gepostetes Foto am

Ein wirklich imposantes Insekt. Vor allem der „lange Stachel sticht sofort ins Auge“. 😉 Aber keine Angst, diese Wespe tut nix. Der lange Stachel ist ein Legebohrer. Die Holzschlupfwespe ortet Holz löchernde Insekten wie Bockkäfer, Holzwespen und Holzwürmer direkt tief im Holz. Hat sie so ein Insekt gefunden, bringt sie den Legebohrer in Stellung und dringt damit ins Holz ein um den Holzschädling mit Gift zu lähmen und ihm direkt noch ein Ei zu verpassen. Klingt bestialisch, sorgt aber dafür, dass beispielsweise Ihr Gartenhaus oder die Holzterrasse nicht ganz so schnell zerfressen werden.

Hornisse

Ein von Antje (@awsternchen) gepostetes Foto am

Leider kenne ich nur ganz wenige Menschen, die keine Angst vor Hornissen haben. Ich versuche dann meist aufzuklären, stoße aber trotzdem auf wenig Verständnis. Darum nur schnell die Fakten: Hornissen sind weniger aggressiv als Wespen. Ihr Stich enthält auch deutlich weniger Gift als der von herkömmlichen Bienen oder Wespen. Erwachsene Tiere ernähren sich gern von Baum- und Pflanzensäften, nehmen aber auch Obst zu sich, wie auf dem Bild oben zu sehen. Das sollten Sie aber wohlwollend hinnehmen, denn ein einzelnes Hornissenvolk, fängt täglich ca. 0,5 Kilogramm Fliegen, Wespen, Mücken, Käfer, Heuschrecken, Spinnen und andere Insekten weg. Aber nicht für sich selbst, sondern für deren Brut. Hornissen sind deshalb extrem wichtige Nützlinge in unserem Garten, die für ein natürliches Gleichgewicht sorgen.

Marienkäfer

Beim Marienkäfer muss ich nicht viele Worte verlieren. Kennt jeder. Mag jeder. Und ist eine wahre Blattlausvernichtungsmaschine. Guten Appetit!

Titelbild: © gartentipps.com

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

(Ihr Kommentar erscheint erst nach einer kurzen Prüfung)