Wuchernde Pflanzen bändigen – das hilft garantiert

Pflanzen wucher

Jeder Hobbygärtner hat garantiert schon die Erfahrung gemacht, dass sich ein zierliches kleines Pflänzchen nach Jahren in ein wahres Unkrautmonster verwandelt. Um die wuchernden Pflanzen zu bändigen, gibt es einige hilfreiche Tricks.

Einige Blütenstauden, wie zum Beispiel die Spornblume (Centranthus) oder die Akelei erwecken anfangs zwar den Eindruck, dass sie recht zahm sind, dem ist aber ganz und gar nicht so, denn die Pflanzen säen sich selbst aus und keinem sogar in Pflasterfugen. Bei einigen Blütenstauden (z. B. Flammenblume) führt diese Selbstaussaat auch zur Verwilderung. Dabei tragen die Nachkommen oftmals die Blütenfarben der Wildart und schlimmstenfalls verdrängen sie die Zuchtform. Um der Selbstaussaat vorzubeugen, sollten die verwelkten Blüten möglichst vor der Samenreife abgeschnitten werden.


Es gibt natürlich auch Pflanzenarten (z. B. Silberling, Fingerhut, gelber Scheinmohn etc.), bei denen die Selbstaussaat gewünscht ist. Es handelt sich hierbei um kurzlebige Pflanzen, die mithilfe der Selbstaussaat jahrelang erhalten bleiben.

Ausläufer und Bodendecker

Pflanzenarten, die Ausläufer bilden (z. B. Gold-Felberich), sollten unbedingt regelmäßig geteilt werden. Zudem ist es wichtig, dass diese im Beet nur mit Pflanzen kombiniert werden, die ebenfalls so hartnäckig sind. Hier kommen beispielsweise Frauenmantel oder Storchschnabel in Frage.

Wuchernde und undurchdringliche Bodendecker, wie zum Beispiel Efeu, Lampionblume oder Golderdbeere, können größere Gehölzgruppen pflegen und bilden einen dichten Teppich, den noch nicht einmal Unkräuter durchbrechen können. Allerdings müssen konkurrenzschwache und flach wurzelnde Sträucher (z. B. Blumen-Hartriegel) sehr gut eingewachsen sein, da sie sonst mit der Zeit eingehen würden. Auch zierliche Pflanzenarten (z. B. Beinwell oder Gedenkemein) sind eher mit Vorsicht zu genießen, da sie einen sehr dichten Filz bilden, sodass die Gehölzwurzeln nicht ausreichend Wasser aufnehmen können. Empfehlenswert ist es, rings um den Strauch eine Teichfolie als Wurzelsperre einzugraben.

Wuchernde Bäume und Kräuter

Der Spitz-Ahorn kann im Garten besonders lästig werden, wenn die Samen des Baumes in einer Hecke keimen. Aus diesem Grund sollten Hecken regelmäßig nach Gehölzsämlingen abgesucht werden. Sollten die Sämlinge nicht entdeckt werden, so können sie nach etwa zwei Jahren nur noch schwer entfernt werden. Die Strauch-Rosskastanie wächst beispielsweise jedes Jahr etwa 20 bis 30 Zentimeter und bildet mit der Zeit viele kurze Wurzelausläufer, die mehrere Quadratmeter umfassen können.

In vielen Gärten findet sich auch der Essigbaum, da er zu den schönsten Herbstfärbern zählt. Jedoch kann der Baum mit seinen Wurzelausläufern jeden Hobbygärtner zur Verzweiflung bringen. Sobald die Ausläufer abgestochen werden, wird der Ausbreitungsdrang des Baumes noch mehr gefördert. Aus diesem Grund sollte der Essigbaum stets mit einer Rhizomsperre gepflanzt werden.

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Der König unter den Wucherern ist der Bambus. Innerhalb weniger Jahre können die Ausläufer bildenden Arten den Garten erobern. Hinzu kommt, dass die Wurzelstöcke flach ausgebreitet und extrem hart sind. Ratsam ist es, den Schirmbambus zu pflanzen, da dieser nicht wuchert oder eine Rhizomsperre einzubauen.

Auch Kräuter können wuchern und den kleinen Kräutergarten zerstören. Besonders gern wuchert die Pfefferminze, die mit ihren Ausläufern in andere Wurzelgeflechte einwandert. Wichtig ist hier, dass die Pflanzen jedes Jahr ausgegraben, die Wurzelballen geteilt und an einer anderen Stelle neu eingepflanzt werden.

Titelbild © bildreif – Fotolia.com

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