Der private Anbau von Obst und Gemüse ist seit Jahren äußerst beliebt. Eine Studie der Hochschule Geisenheim ergab bereits 2021, dass 65 Prozent der befragten Personen im eigenen Garten Lebensmittel kultivieren.
Heute, fünf Jahre später, ist der Trend immer noch topaktuell, das verrät ein Blick in die Verlagsprogramme oder Kanäle erfolgreicher Content-Creator*innen. Das ist kein Wunder: Die Ernte aus dem eigenen Garten verspricht frische Bio-Produkte mit intensivem Geschmack und einer großen Portion Erfolgserlebnis – und es reicht schon eine kleine Fläche, um anzufangen und sich auszuprobieren. Die erste geerntete Gurke oder genaschte Tomate motiviert dann auch schnell zu mehr und schon bald steht die Überlegung im Raum, ob man dieses Hobby nicht noch etwas ernster angehen sollte – und kurz darauf ist das Thema Gewächshaus auf dem Tisch. Doch lohnt sich diese Investition? Und welche Vorteile hat der Anbau unter Glas?
1. Perfekte Bedingungen für Obst und Gemüse

Paprika, Kürbis, Tomate, Zucchini … all dieses köstliche Gemüse ist nicht in Deutschland heimisch, sondern kommt aus den wärmeren Gebieten dieser Welt. Aus diesem Grund sind die hiesigen klimatischen Bedingungen im Freien von Herbst bis Frühjahr nicht ideal für sie. „Ein Gewächshaus schafft durch den Treibhauseffekt eine optimale Umgebung für wärmeliebende Arten: Das Sonnenlicht gelangt durch die Scheiben ungehindert ins Innere und heizt dort Boden, Einrichtungsgegenstände und natürlich auch die Pflanzen auf“, erklärt Gewächshausexperte Markus Botz von der BOMA Gewächshaus GmbH. „Diese Wärme wird anschließend wieder abgegeben, kann aber nicht aus dem Glashaus entweichen. Es entsteht ein Wärmestau und die Temperatur steigt!“ Hinzu kommt, dass Wind und Regen draußen bleiben und schon die Jungpflanzen geschützt heranwachsen können.
Zusammengefasst kann man sagen: die Umweltfaktoren werden zu Gunsten der Pflanzen reguliert, sodass ein perfektes Mikroklima entsteht. Denn Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Wasser und auch Nährstoffe … all das liegt in den Händen der Hobbygärtnernden und kann gezielt auf die im Innern wachsenden Arten angepasst werden.
„Natürlich ist hierfür auch wesentlich, dass das Gewächshaus und sein Standort durchdacht geplant und dass Lüftung und Beschattung möglich sind“, weiß Markus Botz. „Profi-Gemüsebauer sagen: Ein Prozent mehr Licht bedeutet ein Prozent mehr Ertrag. Daher haben frei stehende Gewächshäuser ohne störenden Schatten einen Vorteil. Für Gewächshäuser ab 3,5 Metern Länge ist eine zweite Tür im gegenüberliegenden Giebel empfehlenswert. So ist die sogenannte „Querlüftung“ möglich und damit auch im Hochsommer ein sehr angenehmes Klima im Haus. Praktisch sind zudem Dachfenster mit automatischen Öffnern, wie es sie beispielsweise bei ACD-Gewächshäusern gibt. Diese sind mit Zylindern ausgestattet, die bei Erwärmung mittels einer speziellen Flüssigkeit die Dachfenster stufenlos anheben.“ So kann die Luft an heißen Tagen zirkulieren und Wärme sowie etwas Feuchtigkeit nach draußen transportieren.
2. Eine verlängerte Saison ermöglicht mehr Ernte

Durch den Treibhauseffekt ist es im Gewächshaus deutlich wärmer als im Freien – aus diesem Grund können Hobbygärtnernde schon viel früher mit der Anzucht ihrer Gemüsepflanzen starten. Während Tomate, Paprika und Co. erst Mitte Mai nach draußen in den Garten ziehen dürfen, ist die Aussaat im Gewächshaus schon im März möglich. Das bedeutet im Umkehrschluss: Man kann sich früher über die erste Ernte freuen – und auch deutlich länger die Früchte der eigenen Arbeit genießen, denn bis weit in den Herbst hinein sind die Temperaturen im Gewächshaus für viele Gemüsearten ideal.
Tatsächlich lässt sich sogar rund ums Jahr ernten. Wenn man zum Beispiel im September Wintersalate wie Blattsenf oder Spinat aussät, hat man auch während der kalten Jahreszeit stets frisches Gemüse griffbereit. „Viele Gartenbesitzende glauben, das sei nur mit geheizten Gewächshäusern möglich, tatsächlich sind einfach verglaste Modelle aber ideal hierfür“, erklärt Gewächshausexperte Botz. „Wer aber eine Vorliebe für tropische Pflanzen hat, dem rate ich zu einem isolierten Thermo-Gewächshaus, wie das Tropic-Maxi von Euroserre mit 16 mm Doppelstegplatten im Dach und 14 mm Doppelglas in den Wänden.“
3. Gartenarbeit unabhängig vom Wetter

Gartenarbeit ist wetterabhängig – zumindest bei Hobbygärtnernden. Bei Sonnenschein und trockenem Himmel ist man einfach viel lieber im Freien aktiv als bei Regen und heftigem Wind. Da muss das Gemüsebeet schonmal warten, bis sich die Wolken schließen und man sich ihnen wieder frohen Mutes zuwendet. Hier hat ein Gewächshaus einen entscheidenden Vorteil: Es bietet die Möglichkeit, unabhängig vom Wetter zu pikieren, pflanzen, pflegen, düngen, schneiden und vieles mehr. Das Einzige, was einen noch abhalten könnte, ist der Weg zum Gewächshaus. „Aus diesem Grund raten wir, das Glashaus eher nahe am Wohnhaus zu platzieren als am hinteren Ende des Grundstücks“, so Markus Botz von der BOMA GmbH.
„Auch ein fester Weg ohne Hindernisse, über den man das Gewächshaus gut und gegebenenfalls mit Schubkarre schnell erreichen kann, ist goldwert.“ Idealerweise plant man im Innern auch einen Bereich für Werkzeug und Materialien ein, damit man bei Wind und Wetter nicht ständig nach Draußen oder in den Geräteschuppen muss. Ein Wasseranschluss oder eine Regentonne, in der das Wasser vom Dach direkt aufgefangen wird, ist ebenfalls ideal – so muss man für das Gießen keine weiten Wege zurücklegen.
Markus Botz: „Übrigens: Auch bei starkem Wind braucht man in einem hochwertigen Gewächshaus keine Angst haben. Die Modelle von ACD oder Euroserre verbauen ausschließlich Sicherheitsglas, Doppelglas oder Hohlkammerplatten und haben durch stabile Aluminiumkonstruktionen mit Doppelrohrfundamentrahmen einen stabilen Stand. Punktfundamente in den Ecken verhindern Versatz und auch Starkregen, Hagel oder sogar ein hinabfallender Apfel vom nahestehenden Baum sind für das Glas kein Problem. Daneben bieten wir Holzgewächshäuser von PALMAKO an. Auch diese verfügen natürlich über Sicherheitsglas und eine stabile Konstruktion aus robusten Hölzern, die im Kesseldruckverfahren imprägniert werden.“
💡 Tipp:
Wer nun Lust auf ein eigenes Gewächshaus hat oder sich weiter informieren möchte, findet auf www.BOMA-gewaechshaus.de eine breite Auswahl an qualitativ hochwertigen Gewächshaustypen mit rund 300 unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Bei Fragen zur Wahl des richtigen Modells stehen ein Gewächshausratgeber, ein Website-eigener Chat-Bot und natürlich auch das persönliche Gespräch mit dem Gewächshausprofi Markus Botz zur Option.
Quelle: BOMA











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