Hochbeet anlegen – worauf Sie achten müssen

Hochbeet anlegen
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Ein Hochbeet schont nicht nur den Rücken, es lässt in puncto Pflege der Pflanzen auch leichter handhaben. Was beim Anlegen zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Gartenarbeit erinnert, mit Hinblick auf die mit ihr verbundenen Anstrengungen, oft an einen Besuch im Fitnessstudio. Und auch wenn es Spaß macht, zu sehen wie das eigene Grundstück nach mühevoller Arbeit in neuem Glanz erstrahlt, so ist es doch auch immer sinnvoll, ein wenig komfortablere Wege zu erschließen. Wer sich beispielsweise das Bücken ersparen möchte, sollte sich mit den Möglichkeiten befassen, die ihm das Hochbeet bietet. Hier finden nicht nur Gemüsearten, sondern auch verschiedene Blumen gerne ihren Platz. Weiterhin erschwert ein Hochbeet Schädlingen, wie zum Beispiel den Nacktschnecken, ihr Ziel überhaupt erst zu erreichen. Eine Idee, viele Vorteile. Doch wie legen Sie ein Hochbeet eigentlich an? Was gilt es zu beachten?


Vorarbeit und Standortauswahl

Damit das Hochbeet stabil im Garten steht und es zu einem Austausch zwischen „der Erde unten“ und der Erde im Hochbeet selbst kommen kann, ist es wichtig, folgende Punkte zu beachten:

  1. Heben Sie an der jeweiligen Stelle eine kleine Grube von mindestens 20 Zentimetern aus.
  2. Legen Sie das Hochbeet in einer Nord-Süd-Ausrichtung an.
  3. Je gerader der Untergrund unter dem Hochbeet ist, umso besser.
  4. Bedenken Sie immer auch, dass Hochbeete aus Holz zwar schön und natürlich aussehen, jedoch auch verrotten können. Hier gilt es, aufmerksam zu sein und etwaige Entwicklungen rasch zu bemerken.

Materialauswahl – Flexibilität für den Gärtner

Ein weiterer Vorteil des klassischen Hochbeets ist die Tatsache, dass Sie mit Hinblick auf dessen Gestaltung weitestgehend frei sind. Sie entscheiden, ob das besagte Beet aus Balken oder einfachem Restholz bestehen soll. Beachten Sie jedoch, dass die jeweiligen Materialien nicht nur über das Aussehen des Hochbeetes, sondern natürlich auch über dessen Robustheit und die Angreifbarkeit der Oberfläche entscheiden können. Deshalb mein Tipp: Lärche erweist sich oft als besonders unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen.

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Die Basis für ein perfektes Hochbeet

Wurde das Grundgerüst fixiert und steht das Hochbeet an der richtigen Stelle, ist es an der Zeit, sich dem „Innenleben“ zu widmen. Im ersten Schritt fixieren Sie hierzu eine Folie im Inneren des Beetes. Achten Sie darauf, dass keine Falten entstehen und alles sauber ausgekleidet wird. Selbstverständlich sollte auch das Hochbeet ein natürliches, gut funktionierendes Ökosystem bleiben. Daher sind Regenwürmer gern gesehene Gäste. Sie suchen sich in der Regel ihren Weg von unten (wo keine Folie liegt) nach oben. Am sichersten ist es, auf dem Boden ein engmaschiges Gitter auszulegen, so dass Wühlmäuse und Co. nicht denselben Weg ins Beet finden wie die Regenwürmer.

Worauf ist beim Befüllen zu achten?

Die Grundlage für jedes Hochbeet bildet dessen Inhalt. Als erste Schicht nutzen Sie hierbei Gehölz mit einer Höhe von circa zehn Zentimetern. Darüber legen Sie dann noch nicht verrotteten Kompost aus und füllen darauf wiederum reife Komposterde in einer Höhe von circa 15 bis 20 Zentimetern. Hierauf platzieren Sie im Idealfall eine Schicht von circa zehn Zentimetern aus abgelagertem Mist, der das Wachstum der Pflanzen im Hochbeet weiter unterstützt. Nun macht es Sinn, eine weitere Schicht aus Kompost aufzufüllen, bevor Sie dann das komplette Konstrukt mit Gartenerde auffüllen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den oben genannten Zentimeterangaben um durchschnittliche Werte handelt. Je nach Höhe des Hochbeetes müssen diese noch an die entsprechenden Abmessungen angepasst werden. Wer mit Kompost arbeitet, wird auch vergleichsweise schnell erkennen, dass das Beet mit der Zeit – durch den natürlichen Verrottungsprozess – in sich zusammensackt. Hierbei genügt es dann, die Erde entsprechend von oben wieder aufzufüllen.

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