Stauden & Ziergräser

Auch in heißen Sommern: Ganz schön coole Gräser

Auch in heißen Sommern: Ganz schön coole Gräser
Festuca-Gräser sind wirklich genügsam - © imamchits / stock.adobe.com

Für jede Gartensituation ist ein Gras gewachsen. Denn keine andere Pflanzengruppe kommt auf der ganzen Welt so vielfältig und anpassungsfähig vor. Es gibt also auch für Ihren Garten genau das richtige Gras.

Eine große Gattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae) ist Festuca, zu Deutsch schlicht: Schwingel. Allein von dieser Gattung gibt es tatsächlich etwa 650 Arten, manche sind immergrün, andere verschwinden den Winter über unter der Erde. Die meisten wachsen horstig oder bilden geschlossene Gräserfelder und sind für heiße Sommer wie gemacht.

Gräser sind sehr pflegeleicht

Festuca sind sehr ausdauernd und robust, sie mögen es trocken und nährstoffarm. Der Blauschwingel (Festuca glauca), mit seinen bläulich gefärbten Blättern, wird gern in Steingärten, aber auch flächig in trockenen Beeten als ganzjährig sichtbarer Bodendecker verwendet. Für magere Standorte und Menschen, die den Garten am liebsten pflegeleicht halten wollen, keine schlechte Wahl. Natürlich muss zum Start bei einer Sommerpflanzung ein paar Wochen lang gegossen werden, aber danach genügt sich das Gras selbst und kommt mit den gelegentlichen Niederschlägen gut zurecht.


Festuca-Gräser sind wirklich genügsam, die Gärtner sprechen von einem Schwachzehrer, was sie für nachhaltige und pflegearme Anlagen besonders attraktiv macht. Auch zwischen Stauden und Gehölzen oder dort, wo der Boden schlichtweg schlecht ist, lässt sich der Schwingel gut pflanzen. Auch für Böschungen kann Festuca glauca eine gute Wahl sein, denn durch das dichte, büschelartig wachsende Gras wird der Boden stabilisiert und vor Erosion geschützt. Lesetipp: Hangflächen attraktiv bepflanzen – diese Pflanzen und Gräser eignen sich

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Festuca trägt zur Artenvielfalt im Garten bei

Auch in heißen Sommern: Ganz schön coole Gräser
Festuca glauca besitzt bläulich gefärbte Blätter – © photohampster / stock.adobe.com

Wenngleich man es dem blauen Gras auf Anhieb nicht ansieht, trägt es zur Artenvielfalt im Garten bei und bietet als Strukturpflanze Insekten und Kleintieren Schutz und Lebensraum, insbesondere für Schmetterlingsraupen. Auch als Unterschlupf im Winter dient es.

In modernen, formalen Gärten wird es wegen seiner markanten Farbe vor allem aus ästhetischen Gründen gepflanzt. Darüber hinaus aber ist es äußerst vielfältig in seiner Wirkung und eine gute Wahl für nachhaltige, pflegeleichte und dennoch ökologisch sinnvolle Gartengestaltungen. Festuca selbst hat zwar keine nektarreichen Blüten, aber als Teil eines vielfältigen Pflanzenspektrums kann das Gras eine wichtige Rolle spielen und verschiedenen Tierarten Nischen und Rückzugsorte bieten. Auch hier macht die Kombination die Wirkung.

Das Gras gegen Unkraut

Die bodendeckende Verwendung von Gräsern hilft dabei, Beikräuter, die früher Unkraut hießen, zu unterdrücken. Wer am Anfang nach der Pflanzung das Umfeld ein paar Wochen lang mit Jäten gut in Schach hält, spart sich in der Folge viel Arbeit. Eine geschlossene Pflanzendecke trägt dazu bei, dass der Boden beschattet ist, sich weniger aufheizt und nicht so schnell austrocknet. Diese Fähigkeit gewinnt im Zuge des Klimawandels mit längeren Hitze- und Trockenzeiten besondere Bedeutung, weil sie tatsächlich Wasser spart. Die dichte Wuchsform des Blauschwingels ist hierfür bestens geeignet.

Ein wahrer Hingucker: Festuca ‘Cool as Ice’

Auch in heißen Sommern: Ganz schön coole Gräser
Foto: elegrass. – Jetzt im Sommer blüht Festuca glauca ‘Cool as Ice’ rötlich blond über den blauen Horsten. Ein Hingucker!

Eine stahlblaue Sorte, die vermutlich schon allein aufgrund ihres Namens in diesem Sommer viele Freunde findet, ist Festuca ‘Cool as Ice’. Die Farbe ist wirklich außergewöhnlich. Das Gras wächst in Horsten 12 bis 30 cm hoch und ist äußerst hitzetolerant. Die Textur ist fein, auch jetzt im Sommer, wenn es goldblond blüht. Je sonniger der Standort, umso blauer das Gras.

Und noch ein cooler Aspekt: Die Sorte kommt nach den Erfahrungen der Gärtner gut mit urbanen Standorten und schlechten Böden zurecht, ist in jeder Weise hart im Nehmen und stellt sehr wenig Anforderungen. Selbst Kaninchen und im ländlichen Raum auch Rehe lassen das Gras links liegen. Ach ja, auch in Containern und Töpfen kann ‘Cool as Ice‘ gepflanzt werden.

Wer nun denkt: “Ein Eis wäre jetzt schön!”, sollte einen Schlenker zu einem Pflanzenmarkt einplanen und vielleicht vorher auf der Suche nach Inspiration zu Gräsern und ihren Farben, Formen und Strukturen die Website www.elegrass.de besuchen. Das erleichtert die Wahl im Handel.

Quelle: elegrass

Über den Autor

Mandy

Mit Haus am See und gaaaaanz viel Garten und Natur drumherum, erlebe ich täglich "meine" Pflanzenwelten und kann diese zu allen vier Jahreszeiten genießen.

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