Gräser – warum sie in keinem Garten fehlen dürfen

Gräser Garten
Foto: elegrass. - Mit einer Vielzahl Gräserarten in unterschiedlichen Höhen - von niedrigen Seggen bis zum übermannshohen Schilfgras - wird ein attraktiver und abwechslungsreicher Gemeinschaftsraum gestaltet, der wenig Arbeit macht.

Gräser haben so viele Vorzüge, die aber von vielen Hobbygärtnern noch verkannt werden. Lassen Sie sich hier überzeugen.

Pflanzen lassen sich sehr unterschiedlich verwenden und je nach Verwendung entstehen sehr unterschiedliche Bilder. Wichtig ist, die Standortbedingungen, Licht- und Bodenverhältnisse zu berücksichtigen und dahingehend die richtige Auswahl zu treffen – aber auch dann gibt es immer noch unzählige, kreative Möglichkeiten.


Die Anpassung des Gartens an den Klimawandel ist in letzter Zeit zu einem wesentlichen Gestaltungsaspekt geworden. Denn trotz aller Liebe soll er nicht mehr Arbeit machen, als man freiwillig zu leisten bereit ist. Die Pflege darf weder zu anstrengend, noch zu anspruchsvoll werden. Stattdessen sollte der Garten auch (zeitweise) allein gelassen werden können. Will sagen: Wenn nicht ständig gegossen werden muss und ihm auch Wetterextreme nichts anhaben können, dann ist das Grundstück für viele Gartenbesitzer auf der Höhe der Zeit. Lebendig soll es natürlich trotzdem sein, mit Pflanzen, die durch das Jahr verschiedene Gartenbilder erzeugen, möglichst alle Sinne ansprechen und am besten auch einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.

Gräser – Die Netzwerker im Garten

Gräser gegen Unkraut
Foto: elegrass. – Carex remota, die Winkel-Segge, bildet einen dichten Teppich, der unerwünschten Wildkräutern keinen Platz zum Ansiedeln lässt.

Stauden und Gräser sind daher häufig die Wunschkandidaten in Garten und Beet. Die Könner unter den Gärtnern kombinieren grasige Landschaften mit blühenden Stauden – ganz nach dem Vorbild der Natur. Die Gräser sorgen nicht nur für schwunghafte Leichtigkeit, sie bilden auch eine geschlossene Bodendecke, die unerwünschten Gartenbewohnern, früher sprachen manche von Unkraut, keine Chance lässt – ganz wie in der freien Natur, wo es auch keine leeren Stellen gibt. Das ist auch gut so, denn offener Boden trocknet viel leichter aus. Und wer während des ersten Jahres der Pflanzung Sorgfalt walten lässt, aufpasst und „krautet“, der hat für länger ausgesorgt.

Die Beete entwickeln sich mit der Zeit zu einem gemeinsamen, im Glücksfall harmonischen Ganzen. Denn Gräser sind die Netzwerker im Garten. Sie verbinden unterschiedliche Aspekte auf charmante Art und Weise, mildern harte Kanten und erzeugen eine unaufgeregte Spannung. Das gelingt auch in kleinen Gräserlandschaften vor der Haustür im Vorgarten. Hier versteht es sich natürlich von selbst, dass man für kleine Gärten keine Gräser-Giganten auswählt. Das Sortiment im Handel ist aber zum Glück riesig und farb- und formenreicher als man glauben mag.

Vielfältige Lebensgemeinschaften

In jüngerer Zeit entstehen vielerorts Neubausiedlungen, in denen es keine individuellen Vorgärten mehr gibt. Vielmehr findet man dort einen als Gemeinschaftsgarten gestalteten Freiraum, der verschiedene Nutz- und Schutzfunktionen erfüllt – mit Spielflächen für Kinder, Sitzplätzen und Treffpunkten für alle Bewohnergruppen und dichten, vor unerwünschten Einblicken schützenden Pflanzungen.

Gräser sind hier meist die richtige Wahl: Mit einer Vielzahl Gräserarten in unterschiedlichen Höhen, von niedrigen Seggen bis zum übermannshohen Schilfgras. So wird ein attraktiver und abwechslungsreicher Gemeinschaftsraum gestaltet, der – wo gewünscht – Privatheit ermöglicht und zugleich wenig Arbeit macht. Eine solche Prärielandschaft muss nur in den ersten Wochen nach der Pflanzung ordentlich gegossen werden, um zu einem genügsamen Schmuckstück zusammenzuwachsen, und im Februar knöchelhoch geschnitten werden, damit die Gräser dann ein paar Wochen später wieder neu austreiben können – das war’s.

Gräser und Stauden – ein natürliches Paar

Die Strukturen von Gräsern sind sehr unterschiedlich: mal fein und filigran, mal horstbildend und üppig. Sie sorgen für Lockerheit, Dynamik und zeigen eine natürliche Wildheit. Wind, Tau, Regen, Frost – all diese Phänomene verfangen sich regelrecht in ihren Büscheln und schaffen eine besondere Atmosphäre. Das macht die Gartengestaltung mit ihnen auch so interessant und attraktiv. Die Menschen wollen in ihrem direkten Lebensumfeld Naturerfahrungen haben, die Jahreszeiten und damit verbundene Veränderungen sehen und spüren.

Doch Gräser können noch mehr: Sie bilden auch den natürlichen Rahmen für Blüten, die im Sommer und Herbst um Beachtung buhlen. So schafft zum Beispiel das Federgras eine luftige Verbindung zwischen Blühstauden wie Sonnenhut und Anemonen, die zwischen den Grasbüscheln für Aufsehen sorgen. Überhaupt sind Gräser und Stauden perfekte Partner und bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten – für kreative Planer ebenso wie für leidenschaftliche und/oder entspannte Gärtner.

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Die enorme Vielfalt der Sortimente bietet unendliche Möglichkeiten zur Komposition von individuellen Gartensituationen. Kein Zufall also, dass Gräser in der modernen Gartenarchitektur eine zentrale Rolle spielen. Das gilt für das öffentliche Grün der Städte und die Musteranlagen der Gartenschauen ebenso wie für den gemeinsamen Freiraum von Siedlungen oder Privatgärten. Mehr unter www.elegrass.de.

Quelle: elegrass

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