Staudenbeet anlegen – Tipps zu Standort, Farbe und Größe

Staudenbeet anlegen
Foto: BGL. - Jetzt im Sommer imponieren vor allem Stauden mit ihrer Farben- und Formenvielfalt.

Wer ein Staudenbeet anlegen will, sollte es vorher gründlich planen. Worauf es dabei ankommt, erklären wir hier.

Sommerzeit ist Gartenzeit! Nicht nur das gute Wetter, auch die herrliche Blütenpracht lockt uns nach draußen. Vor allem die Stauden imponieren nun mit ihrer Farben- und Formenvielfalt. Seien es der klassische Purpur-Sonnenhut (Echinacea), der würzige Steppen-Salbei (Salvia nemorosa), das romantisch-anmutende Tränende Herz (Dicentra spectabilis) oder die fedrigen Prachtspieren (Astilbe).


„Die Variationsbreite von Stauden ist enorm und hält für jeden Geschmack, Gartenstil und Standort passende Pflanzen bereit“, erzählt Max Hohenschläger vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e. V. „Auch in ihrer Wuchshöhe haben sie einiges zu bieten und können sowohl als imposante Hingucker im Beet als auch bodendeckend im Garten platziert werden. Hinzu kommt, dass es Stauden für ganz unterschiedliche Standortbedingungen gibt, von sonnig bis schattig, von trocken bis nährstoffreich.“

Pflegeleichte Staudenmischpflanzungen

Großflächig gepflanzt lassen sich mit Stauden eindrucksvolle Beetlandschaften anlegen – besonders attraktiv und als Pollen- und Nektarlieferanten vor allem auch wertvoll für die Tierwelt sind dabei abwechslungsreiche Staudenmischungen. „Eine fachgerecht geplante, vielfältige Bepflanzung ist die Grundlage für einen insektenfreundlichen und zugleich pflegeleichten Garten“, so Max Hohenschläger. „Hinzu kommt, dass viele Stauden besonders in der Kombination mit anderen Gewächsen, zum Beispiel mit Solitärgäsern, ihre volle Schönheit entfalten.“

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➔ Blütezeit und Wuchshöhe beachten

Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner berücksichtigen bei Staudenbeeten sowohl Blütezeit, Farbe, Form, als auch Wuchshöhe und Ausbreitungsstrategien der einzelnen Gewächse. So stellen sie sicher, dass ein Gesamtbild entsteht, das viele Jahre lang harmonisch wirkt. Bei der konkreten Auswahl der Arten und Sorten sind natürlich die individuellen Wünsche der Gartenbesitzerinnen entscheidend. Doch auch den Standort beziehen die Profis in die Planung mit ein. Denn während sich im hinteren Gartenbereich hohe Staudenmischungen empfehlen, sollten neben der Terrasse eher niedrigere Pflanzen gewählt werden, die die Sicht auf das eigene Grundstück nicht versperren.

Spannende Staudenbeete mit Wirkung

Staudenbeet Vorgarten
Foto: BGL. – Ein großer Vorgarten kann viel Pflege bedeuten – oder auch unkomplizierte Blütenpracht in Hülle und Fülle. Wichtig ist die durchdachte Auswahl der Gewächse. Eine fachgerecht geplante, vielfältige Bepflanzung mit Stauden ist insektenfreundlich, pflegeleicht und eindrucksvoll.
Harmonie ist wichtig, doch auch Spannung darf nicht fehlen, wenn das Staudenbeet nicht nur Hintergrund, sondern auch Hingucker sein soll. Daher raten die Expertinnen und Experten für Garten und Landschaft, durch eine geschickte Pflanzenauswahl verschiedene Blühebenen zu schaffen. Hoch oben thronen die sogenannten Gerüstbildner: Hohe Stauden, die alle Blicke auf sich ziehen. Damit das Beet nicht zu überladen wirkt, sollten diese imposanten Gewächse jedoch nicht mehr als fünfzehn Prozent der Pflanzung ausmachen. Mittig tragen halbhohe Begleitstauden ihre Blüten zur Schau und nehmen ein Drittel des Platzes ein. Den restlichen Raum erobern bodendeckende Stauden. Sie schaffen einen ruhigen Grund und wachsen so dicht, dass unerwünschte Wildkräuter keinen Platz zum Ansiedeln haben.

➔ Auf den Standort kommt es an

Staudenbeet
© clairelucia / stock.adobe.com | Die leuchtenden, orangefarbenen Blüten der Taglilie (Hemerocallis) sorgen im Halbschatten für helle Lichtreflexe.
„In Bezug auf die Farben und Formen kann man mutig spielen“, empfiehlt Max Hohenschläger vom BGL. „Idealerweise wählt man für dunkle Standorte helle Blüten und für sonnige Ecken eher kräftige bis dunkle Töne – doch auch andersherum entfalten die Stauden im Garten ihre volle Wirkung.“ Ob nun in warmen Farben mit gelbem Sonnenhut (Rudbeckia), orangefarbenen Taglilien (Hemerocallis), rotem Kerzenknöterich (Bistorta amplexicaulis) und Kokardenblume (Gaillardia x grandiflora) – oder lila-romantisch mit Duftnessel (Agastache), Katzenminze (Lamiaceae) sowie pinkfarbenen Sonnenhüten (Echinacea) … mit Stauden ist (fast) alles möglich.

Weitere Informationen auf www.mein-traumgarten.de.

Quelle: BGL

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