Gartenteich bepflanzen – Vorüberlegungen & Tipps für ein optimales Ergebnis

Gartenteich bepflanzen - Tipps für ein optimales Ergebnis
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Wer sich einen Teich in seinem Garten anlegt, steht irgendwann vor der Entscheidung, ob und wenn ja, wie dieser bepflanzt werden soll.

Wer einen Gartenteich sein Eigen nennt, möchte diesen natürlich auch in der Regel richtig bepflanzen. Nur am passenden Standort, mit den passenden Pflanzen und dem richtigen Equipment kommt der Gartenteich besonders gut zur Geltung.

Doch welche Lösungen sind hierbei eigentlich die besten? Gibt es vielleicht sogar den ein oder anderen Geheimtipp, wie ein Gartenteil optimal in Szene gesetzt werden kann?

Fest steht: im Idealfall nimmt ein Teich Rücksicht auf die Natur bzw. seine Bewohner und sieht zudem noch gut aus. Ein Ziel, das mit dem passenden Hintergrundwissen gut umzusetzen ist.


Schatten und Sonne – passen Sie die Pflanzen im Gartenteich der Lage an!

Welche Pflanzen in Ihrem Teich eingesetzt werden können, ist unter anderem auch davon abhängig, wo sich die Anlage überhaupt befindet. Generell gilt jedoch, einen Teich am besten an einem sonnenverwöhnten Ort aufzubauen, da sich viele klassische Teichpflanzen hier besonders wohl fühlen.

Wichtig ist es zudem, einen Teich – wenn möglich – nicht unter Bäumen anzulegen. Ansonsten wird das Wasser (gerade im Herbst) durch herabfallendes Laub und Astwerk belastet.

Wie viel Platz brauchen Teichpflanzen eigentlich?

Ein Faktor, der leider immer wieder vernachlässigt wird, ist das passende Verhältnis zwischen Teichgröße und Bepflanzung. Gerade Seerosen werden, wenn sie neu eingepflanzt werden, gern in Hinblick auf ihre Endgröße unterschätzt. Diese charakteristischen Teichpflanzen brauchen jedoch vergleichsweise viel Platz.

Als Faustregel gilt hierbei, dass circa die Hälfte bis zwei Drittel der Teichfläche bepflanzt werden sollten. Wer hier auf zu viele Pflanzen setzt, riskiert ein gesteigertes Algenwachstum. Zudem könnte es sein, dass das biologische Gleichgewicht der Anlage ins Wanken gerät.

Was kann im und am Teich angepflanzt werden?

Bepflanzung Gartenteich
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Nicht jede Teichpflanze fühlt sich an jeder Teichstelle gleich wohl. Achten Sie hierbei nicht nur auf Schatten- und Sonnengewächse, sondern auch auf die Vorgaben mit Hinblick auf die bevorzugte Wassertiefe.

Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang vor allem Klassiker, wie zum Beispiel

  • Bambus (botanisch: Phyllostachys)
  • Chinaschilf (botanisch: Miscanthus sinensi)
  • Froschlöffel (botanisch: Alisma)
  • Seerosen 8botanisch: Nymphaea).

Eigenschaften Bambus

Die Bambusgewächse sind eine Untergruppe innerhalb der Pflanzenfamilie der Süßgräser. Weltweit gibt es über 1500 Arten, die sich in verholzende Bambusarten (botanisch: Bambuseae) und nichtverholzende Babusarten (botanisch: Olyreae) gliedern.

Der Bambus zeichnet sich dadurch aus, dass er wenig Pflege benötigt und sehr schnell wächst (je nach Art bis zu einem Meter am Tag), weshalb er gern als immergrüner Sichtschutz in Gärten gepflanzt wird.

Allerdings haben fast alle Bambusgewächse die Eigenschaft sich sehr schnell auszubreiten, da die Wurzelstöcke (Rhizome) unterirdisch wuchern. Um dies zu verhindern, können die Pflanzstellen mit einer etwa 70 cm tiefen Rhizomsperre oder Wurzelsperre eingefasst werden.
Eine solche Rhizomsperre gibt es fertig in Gartencentern oder Gärtnereien zu kaufen.

Alternativ kann der Bambus auch in Kübeln angepflanzt werden, um ein Auswuchern zu verhindern.

Der Muriel-Bambus (Fargesia muriela) gehört zu den Bambusgewächsen ohne diese auswuchernde Eigenschaft und eignet sich deshalb hervorragend als Zierpflanze für den heimischen Garten – im und am Wasser.

Eigenschaften Chinaschilf(botanisch: Miscanthus sinensis)

Das Chinaschilf ist wie der Bambus eine Unterfamilie innerhalbt der Pflanzenfamilie der Süßgräser.
Mit einem aufrechten bis überhängenden Wuchs, erreicht das Gras eine Größe von 180 bis zu 250 Zentimetern. Sie eignet sich daher als idealer Sichtschutz.

Anders als beim Bambus ist für das Chinachilf keine Rhizomsperre nötig, da es sich nicht unterirdisch ausbreitet.

Eigenschaften Froschlöffel

Der Froschlöffel gehört zur Pflanzenfamilie der Froschlöffelgewächse.
Die Pflanze fühlt sich in einer sehr feuchten Umgebung am wohlsten und ragt am liebsten aus einer Wassertiefe von 10 – 50 cm. Sie benötigt sonnige Plätze um gut gedeihen zu können.
Sie gehört zu den praktischen, sommergrünen Gartenpflanzen ist sie eine Zierde für jeden Gewässerrand. Von Juni bis September entwickelt sie dutzende weiße bis rosafarbene Blüten.

Eigenschaften Seerosen

Die Seerose gehört zur Pflanzenfamilie der Seerosengewächse.
Seerosen sind Frühjahrs- und Sommerblüher und stehen öfnnen ihre Blüte immer nur einen Teil des Tages- beispielsweise öffnet sich die Weiße Seerose am morgen und schließt sich im Laufe des Tages wieder, während sich die rosa Comanche Seerosen erst am abend öffnen.

Die Stängel aller Seerosen reichen bis tief unter die Wasseroberfläche. Diese zähen Pflanzenteile sind in der Lage, ihren Halt auch bei starker Strömung aufrechtzuerhalten und verbinden den blühenden Teil der Pflanze mit den Rhizomen am Boden, die Stickstoff und andere Nährstoffe sammeln, die für die Pflanzenentwicklung notwendig sind.

Wichtig ist es hierbei lediglich, die passenden Stelle im Teich für die jeweiligen Pflanzen zu finden, um sich auch auf lange Sicht über eine ansprechende Optik freuen zu können.

Weiterhin handelt es sich gerade bei der Seerose um eine vergleichsweise sensible Pflanze. Achten Sie immer auf die passende Pflege der von Ihnen ausgesuchten Arten.

Unterwasserpflanzen als perfekte Grundlage eines funktionierenden Ökosystems

Niemals sollten die Vorteile der Unterwasserpflanzen im Teich vergessen werden. Die verschiedenen Gewächse versorgen das Wasser mit ausreichend Sauerstoff und sorgen für ein funktionierendes Ökosystem. Weiterhin sind diese besonderen Pflanzen dazu in der Lage, Schadstoffe abzubauen. Achten Sie immer darauf, dass die Gewächse möglichst tief eingesetzt werden.

Als Unterwasserpflanten eignen sich zum Beispiel folgende Pflanzen:

  1. Glattes Hornkraut – kann als größerer Bestand das Algennwachstum regeln und erreicht eine Wuchslänge vin bis zu 80 cm bei einer Wassertiefe von 20 – 100 cm
  2. Rauhes Hornkraut – regelt das Algenwachstum selbständig und erreichet eine Wuchslänge von bis zu 2 m bei einer Wassertiege von 20 – 200 cm
  3. Krebsschere, Wasseraloe – unter Naturschutz stehende Schwimmpflanze, die im Wasser treibend wächst und im flachen Wasser im Boden wurzelt; nicht für kleine Teiche geeignet

Abschließende Tipps

Unabhängig davon, mit welchen Pflanzen Sie Ihren Gartenteich verschönern möchten, gilt es, die folgenden Tipps zu beachten:

  1. Bepflanzen Sie Ihre Teichanlage am besten immer in der Zeit zwischen März und Juni.
  2. Setzen Sie zunächst die Pflanzen an der tiefsten Teichstelle ein und bepflanzen Sie das Ufer erst ganz am Ende.
  3. Wer das Wachsen seiner Pflanzen ein wenig kontrollieren möchte, setzt diese -zumindest dann, wenn sie am Grund des Teiches stehen- in Pflanzkörbe ein.

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