Universal- oder Spezialdünger? – Was Pflanzen alles brauchen

Dünger Garten Unterschiede
© Rosalie P. - Fotolia.com

Das die meisten Pflanen Dünger brauchen, ist bekannt. Doch wann ist Spezialdünger nötig und was ist eigentlich drin im Pflanzendünger?

Fakt ist: Für gesunde Pflanzen im Garten und in Kübeln ist eine optimale Versorgung mit Nährstoffen wichtig. Anders als in der Natur, gibt es hier aber zumeist keinen intakten organischen Kreislauf, bei dem Regenwürmer, Pilze und Bakterien permanent abgestorbene Pflanzenteile in Nährstoffe verwandeln. Aus diesem Grund muss regelmäßig Dünger ausgebracht werden, denn sonst ist der Boden bald erschöpft. Aber welche Mittel sind für einen kleinen Garten hinterm Haus mit verschiedenen Nutz- und Zierpflanzen am besten geeignet? Tut es ein Universaldünger oder muss man tatsächlich für jede Pflanze ein spezielles Produkt kaufen?


„Grundsätzlich hat jede Pflanzenart spezielle Bedürfnisse“, sagt Andrea Neuenschwander, Umweltingenieurin beim Schweizer Düngerspezialisten Hauert. „Für alle gilt aber, dass sie zum guten Gedeihen vor allem drei Mineralien in ausreichend hoher Menge benötigen: Stickstoff, Phosphor und Kalium. Das ist ähnlich wie bei uns Menschen, wo die Hauptnahrungsbestandteile Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate sind.“ Die Kernnährelemente, die alle Pflanzen brauchen, sind in mineralischen Volldüngern enthalten. Im Handel bekommt man diese als Granulat oder auch in flüssiger Form. Anders als bei organischen Düngemitteln, die aus tierischen oder pflanzlichen Abfallprodukten wie Kompost oder Hornspäne bestehen und zunächst noch von Mikroorganismen im Boden zersetzt werden müssen, sind hier die Nährstoffe für die Pflanzen direkt verfügbar.

Dünger – Bedeutung der Buchstaben und Zahlen

Da Volldünger in erster Linie die Bestandteile Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) enthalten, werden sie auch als NPK-Dünger bezeichnet. Die drei Mineralien unterstützen die Gewächse auf unterschiedliche Weise:

  • Stickstoff fördert das Wachstum
  • Phosphor die Bildung von Blüten und Früchten
  • Kalium erhöht ihre Standfestigkeit und die Resistenz gegenüber Frost sowie Schadinsekten

Auf der Verpackung des Düngemittels findet man neben den drei Buchstaben üblicherweise eine Zahlenkombination. Beim Hauert Universal-Volldünger ist beispielsweise 15+5+10 zu lesen. Dies sind Prozentangaben, die zeigen, wie hoch der Anteil der jeweiligen Elemente im Dünger ist. Bei diesem Präparat sind zudem zwei weitere Zahlen in Klammern abgedruckt: (+3+13). Sie weisen darauf hin, dass hier außerdem auch noch Magnesium und Schwefel in der angegebenen Menge bereitgestellt wird. Beides sind ebenfalls wichtige Pflanzennährstoffe:

  • Magnesium ist ein entscheidender Baustein für das Blattgrün und somit für die Photosynthese unentbehrlich.
  • Schwefel wird für den Eiweißaufbau benötigt, fördert zahlreiche Stoffwechselvorgänge und schützt vor Krankheiten.

Welcher Dünger wofür?

„Anders als die Volldünger sind Spezialdünger – ob nun für Rosen, Stauden, Gemüse, Obstgehölze oder den Rasen – exakt auf die jeweiligen Pflanzen abgestimmt“, sagt Neuenschwander. „Sie sind vor allem dann zu empfehlen, wenn es in einem Garten eine größere Anzahl bestimmter Pflanzengruppen gibt.

Für einen kleinen Hausgarten mit zahlreichen unterschiedlichen Arten ist in der Regel ein guter Universaldünger ausreichend – oder zumindest eine ideale Basis.“ Mineralischer Volldünger ist hoch konzentriert und sollte daher immer genau dosiert werden. Ein Zuviel ist für die Gewächse ebenso ungünstig wie die Unterversorgung mit Nährstoffen. Genaue Informationen zur Anwendung finden sich auf der Verpackung. Üblicherweise reicht ein dünnes Ausstreuen der Granulat-Kügelchen im Beet oder Pflanzkübel aus. Düngerhäufchen sollten dabei vermieden werden.

Auf größeren, ebenen Flächen kann man für die Arbeit auch einen Streuwagen nutzen. Im Anschluss ist es wichtig, gut zu wässern, damit die Nährstoffe in den Boden gelangen können. Hauert Universal-Volldünger ist nitratfrei, völlig unbedenklich für Haustiere und verfügt sowohl über eine gute Sofort- als auch eine Langzeitwirkung. Gedüngt werden kann von März bis Oktober. Der ideale Zeitpunkt liegt allerdings zwischen Frühjahr und Frühsommer – vor der Wachstumsphase und der Fruchtbildung der Pflanzen. Dann entwickeln sie sich prächtig und bei Obst und Gemüse lässt sich eine reiche Ernte „einfahren“. Bei Bedarf kann im Herbst noch einmal nachgedüngt werden.

Quelle: Hauert

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

(Ihr Kommentar erscheint erst nach einer kurzen Prüfung)