Arbeitsschuhe für mehr Sicherheit im Garten? Das sollten Sie dazu wissen!

Mann gräbt mit Arbeitsschuhen den Garten um.
Arbeitsschuhe erhöhen die Sicherheit bei der Gartenarbeit. © Milan / stock.adobe.com

Mit Arbeitsschuhen erhöhen Sie die Sicherheit bei der Gartenarbeit enorm. Alles, was Sie über Arbeitsschuhe wissen müssen und worauf Sie beim Kauf achten sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

Im Garten fallen das ganze Jahr hindurch Arbeiten an. Von Aussäen über Unkraut jäten, Heckenschnitt und Obstbäume beschneiden, ist jeden Monat etwas zu tun. Selbst in der kalten Jahreszeit werden noch die Gartengeräte gereinigt oder die Planung fürs kommende Gartenjahr angegangen. Vielleicht sogar die ein oder andere Reparatur vorgenommen.


Bei all den Tätigkeiten, die rund um Garten oder Grundstück anfallen, ist es wichtig, auf die eigene Sicherheit zu achten. Immerhin gibt es jährlich über 200.000 Unfälle, die im Garten geschehen, die durch entsprechende Sicherheitsbekleidung zumindest teilweise vermeidbar gewesen wären.

Neben Handschuhen für den Rosen- und Gehölzschnitt sind Arbeits- und Sicherheitsschuhe die wichtigste Sicherheitsmaßnahme, die bei Unfällen im Garten schützt. Seien es herumliegende Gartengeräte, rutschige und laubbedeckte Wege oder Äste und Baumaterialien, die auf den Fuß fallen – Sicherheitsschuhe sorgen aufgrund ihrer besonderen Ausstattung dafür, dass Füße und Zehe heil bleiben.

Arbeitsschuhe im Detail

Doch was genau unterscheidet einen Arbeitsschuh von Sicherheitsschuhen?

Sicherheitsschuhe sind in einigen Berufen wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Handwerk und Garten- und Landschaftsbau vorgeschrieben und müssen gesetzlich vorgegebene Normen erfüllen.

Da die jeweiligen Anforderungen an Arbeits- und Sicherheitsschuhe unterschiedlich sind, gibt es entsprechende Kategorien, denen die Schuhe zugeteilt werden:

  • Arbeitsschuhe ohne Zehenschutz – Kategorie O
  • Schutzschuhe mit Zehenschutz bis 100 Joule – Kategorie P
  • Sicherheitsschuhe mit Zehenschutz bis 200 Joule – Kategorie S.

Der wichtigste Unterschied bezieht sich also auf den Zehenschutz. Sicherheitsschuhe sind dafür mit einer Zehenschutzkappe entweder aus Kunststoff oder Metall ausgestattet.

Sicherheitsschuhe wiederum werden weiter unterteilt. Die gängigsten und relevantesten Kategorien sind:

  • SB: (Grundanforderung) Antistatische Schuhe mit Zehenschutz
  • S1: antistatischer Schuh mit Fersenschutz
  • S2: wie S1, zusätzlich wasserabweisend, rutschfest und ölresistent
  • S3: wie S2, zusätzlich durchtrittsichere Sohle

Auch Arbeitsschuhe ohne Zehenschutz haben eine ähnliche Einteilung, die es möglich macht, Schuhe den eigenen Bedürfnissen entsprechend exakt anzupassen.

Weitere Eigenschaften wie beispielsweise Kälte- und Wärmeisolierung, Wasserschutz und Schnittfestigkeit werden durch zusätzliche Buchstaben gekennzeichnet und geben so einen detaillierten Überblick über den jeweiligen Sicherheitsschuh.

Auf den Seiten der Berufsgenossenschaft Holz und Metall gibt es weiterführende Informationen rund um Arbeitsschuhe sowie die entsprechenden gesetzlichen Verordnungen.

Arbeitsschuhe im Garten

Für alle, die gerne im Garten arbeiten, empfehlen sich beispielsweise Sicherheitsschuhe der Kategorie S3.

Damit sind Garten- und Grundstücksbesitzer gegen viele spezifische Gefahren, die bei der Gartenarbeit entstehen können, abgesichert. Heruntergefallene oder vergessene Nägel kommen durch die durchtrittsichere Sohle nicht durch. Auch, wenn beim Obstbaumschnitt mal ein Ast auf den Fuß fällt, ist die empfindliche Zehenpartie gut geschützt. Wem bei der Gartenarbeit öfter mal was auf die Füße fällt, kann auch Ausschau nach Schuhen mit Mittelfußschutz halten (Kennzeichnung M). Diese schützen zusätzlich den Fußrücken.

Mann sägt Baum in Arbeitsschuhen.
Beim Baumschnitt auch die Füße mit Arbeitsschuhen schützen. © romankrykh / stock.adobe.com

Vor dem Kauf überlegen

Längst haben Sicherheitsschuhe nichts mehr mit klobigen, unförmigen Schuhen gemein, wie viele noch immer annehmen. Stattdessen findet man bei Arbeits- und Sicherheitsschuhen immer öfter atmungsaktive und vor allem auch schnelltrocknende Materialien in gedeckten wie auch bunten Farben. Moderne Arbeitsschuhe sind längst alltagstauglich – so kann man mit ihnen auch schnell mal in den Baumarkt gehen, ohne sich vorher umkleiden zu müssen.

Um sich selber ein Bild von der teils bunten Vielfalt zu machen, können Sie mal im Onlineshop von Engelbert & Strauß vorbeischauen. Dort bekommen Sie einen guten Überblick über moderne, trendige und vor allem farbenfrohe Modelle. Ob bequeme Arbeitsschuhe für Damen, Sicherheitsschuhe mit Zehenkappe oder auch leichte Modelle für die warme Jahreszeit, die Auswahl ist immens und ermöglicht, dass Arbeitsschuhe nicht nur für die Gartenarbeit genutzt werden müssen, sondern bequem in den Alltag integriert werden können.

Doch worauf kommt es beim Kauf von guten Arbeitsschuhen an?

» Optimale Passform

Zu allererst müssen die Schuhe wirklich gut passen und sich an Ihrer Fußgröße und Fußform orientieren. Empfohlen wird, zur eigentlichen Fußlänge 1,5 cm und zur Fußbreite auch etwas hinzuzugeben, damit der Schuh optimal passt.

» Angepasstes Fußbett

Vermeiden Sie, sogenannte Unisex-Schuhe zu kaufen. Dabei handelt es sich um Schuhe, die scheinbar von Frauen und Männern gleichermaßen getragen werden können. Es gibt nämlich sehr wohl Unterschiede zwischen Männer- und Frauenfüßen. So sind Frauenfüße bei gleicher Größe meistens schmaler und flacher als Männerfüße. Das liegt unter anderem an der unterschiedlichen Bemuskelung wie auch an der unterschiedlichen Wuchsform der Fußknochen. Während es bei herkömmlichen Schuhen oft keinen Unterschied macht, ob Frauen auch Männerschuhe tragen, spielt bei Arbeits- und Sicherheitsschuhen der Sicherheitsaspekt eine große Rolle. Wer in den Schuhen hin- und herrutscht oder keinen optimalen Halt hat, erhöht dadurch auch die Unfallgefahr, von anderen Symptomen wie Verspannungen, Druckstellen und Blasen mal abgesehen.

» Leichtgewicht

Achten sie beim Kauf auch darauf, dass die Schuhe möglichst leicht sind. Arbeitsschuhe, die zwar alle möglichen Sicherheitsanforderungen erfüllen, in denen Sie aber nur schwer Laub harken oder Rasen mähen können, nützen nicht viel. Im Gegenteil, verständlicherweise werden sie kaum getragen.

» Profilierte Sohle

Vor allem im Gartenbereich ist eine gute Profilsohle Gold wert. Feuchter Rasenschnitt, der auf den Weg gefallen ist oder vor allem im Herbst das viele teils nass-rutschige Laub, das auf den Wegen liegt – Profilsohlen geben Ihnen diesbezüglich Sicherheit, während glatte Sohlen zum Schlittern und Ausrutschen neigen.

» Schafthöhe

Arbeitsschuhe gibt es in unterschiedlichen Höhen. Einerseits bis unter den Knöchel, wie wir es von gewöhnlichen Halb- und Straßenschuhen gewohnt sind, andererseits auch in Knöchelhöhe. Für welche Schafthöhe Sie sich entscheiden, obliegt ganz Ihnen. Manch einer mag die zusätzliche stützende Wirkung von knöchelhohen Schuhen, während andere das enge Gefühl am Knöchel nicht ertragen können. Schauen Sie, worin Sie sich wohlfühlen und was sich angenehm für Sie trägt.

» Tipp: Schuhe mit Schutzkappe sind immer mal wieder Modetrend. Achten Sie daher darauf, dass Sie die Schuhe im Fachhandel beziehen, um sicherzugehen, dass die gesetzlichen Anforderungen auch eingehalten werden.

Nach dem Kauf

Sie haben sich ein gutes Paar Arbeitsschuhe gekauft, doch diese drücken und scheuern jetzt? Dafür gibt es Abhilfe.

Vor allem Lederschuhe müssen sich einlaufen, bis das Leder geweitet und an Ihren Fuß angepasst ist. Das dauert allerdings ein paar Tage. Nachhelfen können Sie mit sogenanntem Dehnungsspray. Dabei handelt es sich um speziell auf Leder abgestimmte Weichmacher, die das Leder zuverlässig weich und geschmeidig machen.

Arbeitsschuhe aus anderen Materialien können Sie mit einem Schuhspanner in Form bringen und so minimal weiten.

» Tipp: Da sich unsere Füße im Laufe des Tages in ihrer Form und Größe geringfügig, aber wahrnehmbar verändern, sollten Sie Arbeitsschuhe am Nachmittag anprobieren bzw. kaufen. So vermeiden Sie, dass Sie zu enge oder zu kleine Schuhe kaufen.

» Gute Fußpflege

Achten Sie auf eine gute Fußpflege und halten Sie vor allem die Nägel an den Zehen kurz. Schön pedikürte, aber dennoch zu lange Zehennägel können durch ständiges Reiben das Innenfutter im Schuh kaputtmachen.

» Passende Socken

Wenn Sie lange Freude an Ihren Arbeitsschuhen haben möchten, sollten Sie zudem Wert auf gut passende Socken legen. Socken, die sehr locker sitzen und ständig herunterrutschen, können vor allem im Fersenbereich das Innenfutter kaputtmachen. Darüber hinaus minimieren rutschende Socken im Schuh den Halt und erhöhen so wiederum die Unfallgefahr.

Fazit

Die Anschaffung von Arbeitsschuhen für die Garten- und Grundstücksarbeit lohnt sich allemal. Sind die Füße geschützt, arbeitet es sich wesentlich entspannter. Zudem sind moderne Arbeitsschuhe oftmals auch optisch ein Hingucker und können universell getragen werden.

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