Gartengeräte schärfen – so wird’s gemacht!

Gartengeräte schärfen
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Stumpfe Gartengeräte müssen nicht ausgetauscht, aber regelmäßig geschärft werden. Wann und wie Sie das tun, verraten wir hier.

Das Schneiden von Rasen und Hecken geht viel schneller von der Hand, wenn sich das dafür benötigte Werkzeug in Topform befindet. Mit scharfen Schneidwerkzeugen arbeitet es sich nicht nur einfacher und schneller, es kommt auch den Pflanzen zu Gute, wenn sie mit einem glatten, sicheren Schnitt gekürzt werden. Wie sich Gartengeräte schärfen lassen, wann Sie dies tun sollten und warum es Ihnen die Pflanzen danken wenn das Werkzeug nicht stumpf ist, verraten wir in diesem Beitrag.


Warum das Werkzeug nicht schlapp machen sollte

Ist das Werkzeug scharf, fällt Ihnen die Arbeit leichter. Stumpfe Werkzeuge dagegen lassen das Umgraben des Bodens oder das Beschneiden der Hecke zu einem Kraftakt werden. Doch wer seine Gartengeräte regelmäßig schärft, tut damit nicht nur sich selbst einen Gefallen, auch für die Pflanzen wird vieles leichter. Das Beschneiden der Pflanzen ist immer auch ein Einschnitt in deren Gesundheit, der erst einmal verkraftet werden muss. Mit scharfen Werkzeugen hinterlassen Sie gerade Schnittkanten und diese heilen meist schnell und ohne Komplikationen ab. Wer dagegen mit stumpfen Werkzeugen hantiert, wird Mühe haben, die Äste zu durchtrennen. Das Ergebnis sind ausgefranste Schnittkanten, welche es Schädlingen und Pilzen leicht machen, in die Pflanze einzudringen.

Welche Gartengeräte sollten regelmäßig geschärft werden?

  • Hacken
  • Schaufeln
  • Spaten

  • Scheren
  • Äxte
  • Messer von Rasenmähern

Wie oft müssen Gartengeräte geschärft werden?

Wie oft die Gartengeräte geschärft werden müssen, ist nicht zuletzt vom Zustand Ihres Gartenbodens abhängig. Ein harter Boden ist für den Zustand der Spaten und Äxte wenig förderlich. Auch ein Sandboden macht die Gartengeräte schneller stumpf, da die Sandkörner den Schliff abscheuern.

Tipp: Werden Gartengeräte regelmäßig benutzt, bleiben sie länger scharf.

Gartengeräte sollten geschliffen werden, wenn sie länger nicht benutzt wurden. Stumpf werden Scheren oder Hacken auch sehr schnell, wenn man sie unsachgemäß verwendet.

Welche Geräte werden zum Schärfen gebraucht?

  • Feile
  • Wetzstein
  • Schleifmaschine

» Gartengeräte mit der Feile schärfen

Handfeilen sind in großer Zahl erhältlich. Für das Schleifen von Scheren, Äxten oder Spaten sollten Feilen mit unterschiedlicher Körnung angeschafft werden.

» Gartengeräte mit der Schleifmaschine schärfen

Mit Hilfe von Schleifmaschinen lassen sich Gartenwerkzeuge schnell bearbeiten. Allerdings tun sich viele Hobbygärtner schwer mit deren Bedienung. Weiterhin spricht dagegen, dass beim Schleifen sehr viel Metall entfernt wird.

» Gartengeräte mit dem Wetzstein schleifen

Wer einen Wetzstein benutzt, wird seine Werkzeuge mit wenigen Handgriffen mit scharfen Kanten versehen können. Der Wetzstein wird für das Schärfen von Scheren, Messern und Sensen bevorzugt.

Japanische Schleifsteine unter der Lupe

nur Werkzeuge „Made in Japan“ lassen sich mit Japanischen Wassersteinen schnell wieder scharf bekommen. Hierzu wird der Schleifstein zunächst in Wasser getränkt. Dadurch können sich während des Schleifvorgangs immer wieder neue Schleifpartikel bilden. Die zu schleifende Klinge kann beim Schleifen parallel, aber auch schräg über den Stein gezogen werden.

Achtung: Japanische Schleifsteine dürfen nur mit Wasser und niemals mit Öl getränkt werden.

Für das optimale Schleifergebnis ist die passende Körnung wichtig:

grobe Arbeiten
normale Schärfarbeiten
feine Schleifarbeiten
Körnung 120 bis 240
Körnung 700 bis 1200
Körnung ab 2.000

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Sollten Wasser- oder Ölsteine verwendet werden?

Viele Wetzsteine können sowohl mit Wasser, als auch mit Öl verwendet werden. Wer sich einmal für Öl entschieden hat, wird dabei bleiben müssen, denn ist der Stein einmal mit Öl vollgesogen, kann er mit Wasser nicht mehr benutzt werden. Mineralöl ist gesundheitlich nicht gerade unbedenklich, daher gehört den Wassersteinen wohl die Zukunft. Die bereits erwähnten Japanischen Wassersteine sind besonders weich und durch die lockere Bindung können schnell neue Schleifpartikel freigesetzt werden. Die Wassersteine sollten etwa fünf Minuten vor Gebrauch in Wasser eingeweicht werden.

Tipp: Lassen Sie Wassersteine nicht dauerhaft im Wasser liegen, sie schmieren sonst.

Gartenschere schleifen – Schritt für Schritt

Was wird gebraucht?

Schraubstock – feine Handfeile – Kriechöl

  1. Werkzeuggriffe in den Schraubstock spannen
  2. Klingen aufwärts entlang der Kante schärfen
  3. Schärfergebnis kontrollieren
  4. Schraube und Gelenk einölen
  5. Griffe mehrfach zusammendrücken

Rasenmähermesser schärfen – Schritt für Schritt

Was wird gebraucht?

Schraubstock – Handfeile – Schleifstein

» So schärfen Sie das Rasenmähermesser richtig

Rasenmähermesser schärfen
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Bevor Sie sich an die Arbeit machen, ist die Sicherheit ein wichtiger Aspekt. Besitzen Sie einen Benzinrasenmäher, schließen Sie zunächst den Benzinhahn und entfernen Sie den Zündkerzenstecker. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass sich beim Lockern der Scheren der Motor einschaltet. Die Rasenmähermesser werden mit Hilfe von Maulschlüssel und Rohrzange ausgebaut.

Möchten Sie das Rasenmähermesser von Hand schleifen, benötigen Sie verschiedene Feilen mit unterschiedlicher Körnung. Das Messer wird zunächst in den Schraubstock gespannt. Überprüfen Sie, ob es dort sicher fixiert ist und beim Feilen nicht herausrutschen kann. Es wird von außen nach innen gearbeitet. Sie bearbeiten dabei lediglich die Schräge. Achten Sie darauf, den Winkel der Schnittfläche nicht zu verändern. Den Feinschliff bekommt das Rasenmähermesser auf dem Schleifstein.

Sie werden einiges an Kraft aufwenden müssen, wenn das Rasenmähermesser per Hand geschliffen werden soll. Vorteilhaft ist die saubere und präzise Arbeitsweise, welche manuell möglich ist, denn schließlich können Sie jeden Arbeitsschritt kontrollieren und eventuelle Fehler sofort korrigieren.

» Das Messer mit dem Winkelschleifer bearbeiten – so geht‘s

Sie möchten Ihren Rasenmäher möglichst schnell wieder einsetzen? Dann lohnt es sich, zum Winkelschleifer zu greifen. Durch die hohe Geschwindigkeit kann das Messer schnell geschärft werden. Jedoch ist einiges an Übung notwendig, um mit dem Winkelschleifer sicher umzugehen und Fehler zu vermeiden. Für eher ungeübte Handwerker bietet sich diese Methode weniger an, denn die Klinge kann durch unsachgemäßen Einsatz auch zerstört werden.

Tipp: Großklingen können Sie sich auch in einem Gartenfachmarkt professionell schärfen lassen.

Ist der Schleifvorgang beendet, wird das Messer wieder in das Gerät eingebaut. Hierbei sind die entfernten Schrauben und Unterlegscheiben wieder fachgerecht anzubringen. Ziehen Sie die Schrauben fest und setzen Sie anschließend die Zündkerze wieder ein.

Tipp: Das Schärfen der Gartengeräte sollte auch das Entfernen von Rost einschließen.

So lassen sich Gartenwerkzeuge einfach entrosten

Bemerken Sie an Ihren Gartenwerkzeugen Roststellen, sind diese zu entfernen, bevor Sie sich an das Schärfen der Klingen machen. Breitet sich der Rost ungehindert aus, kann das Werkzeug schnell unbrauchbar werden. Bevor Sie den Rost entfernen, sollte das Werkzeug gereinigt werden. So werden auch die kleinsten Roststellen sichtbar. Der Rost wird mit einer Drahtbürste oder auch mit Hilfe von Schleifpapier entfernt.

Tipp: Bei besonders hartnäckigen Rosstellen erleichtert die Schleifmaschine die Entfernung.

Wurde der Rost entfernt, schützt eine Schicht Öl oder Wachs vor dem Auftreten neuer Roststellen.

Gartengeräte im Jahresverlauf im Auge behalten

Frühling
Der Beginn der Gartensaison ist der beste Zeitpunkt, um die Gartengeräte wie beschrieben zu schärfen. Häufig sind die Klingen von Gartenscheren, Spaten oder Sägen über den Winter stumpf geworden. Um die Klingen kleinerer Gartengeräte manuell schleifen zu können, bietet sich die Anschaffung mehrerer Feilen mit verschiedener Körnung an. Im Handel sind entsprechende Sets erhältlich. Diese bestehen üblicher Weise aus drei bis fünf Feilen.

Sommer
Bei häufigem Gebrauch dürften die Gartengeräte die Sommersaison durchhalten und müssen nicht nochmals geschärft werden. Werden die Werkzeuge jedoch weniger benutzt und Sie besitzen einen besonders schweren oder sandigen Boden, ist das Nachschärfen notwendig. Werkzeuge, die Sie ständig nachschärfen müssen, sind vermutlich veraltet und sollten durch neue Gartengeräte ersetzt werden.

Herbst
Ist das Gartenjahr vorüber, werden die Geräte gesäubert und entrostet. Ein letzter Schliff kann das Schärfen im Frühling möglicherweise verhindern. An einem trockenen Lagerplatz warten die Werkzeuge auf ihren Einsatz im nächsten Jahr.

Öl nicht vergessen!

Gartengeräte, due bewegliche Teile besitzen, sollten regelmäßig geschmiert werden. Ölen Sie die Gartengeräte ein, lassen diese sich nicht nur leichter handhaben, sondern rosten auch weniger. Machen Sie es sich daher zur Routine, nach jedem Schärfen der Gartengeräte einige Tropfen Maschinenöl auf alle beweglichen Teile aufzutragen.

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