Verdichteten Boden auflockern: So gehen Sie vor!

Verdichteter Boden: Grabegabel hilft
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Ein verdichteter Boden sieht nicht nur nicht schön aus, sondern bildet auch keine Grundlage für ein reichhaltiges und gesundes Pflanzenwachstum. Im Gegenteil! Wer seinen Pflanzen und dem Nährstoffhaushalt seines Gartens etwas Gutes tun möchte, sollte an der Basis beginnen. Es ist alles andere als schwer, einen verdichteten Boden wieder zu „reparieren“.

Wann ist ein Boden eigentlich „gesund“?

Einen verlässlichen Gartenboden erkennen Sie unter anderem an…:


  • seiner vergleichsweise krümeligen Struktur
  • der Fähigkeit, Wasser nachhaltig zu speichern
  • einer guten Durchlüftung
  • einem ausgeglichenen Nährstoffhaushalt.

Er ist damit so konzipiert, dass er möglichst vielen unterschiedlichen Gartenpflanzen eine ideale Grundlage bietet und verschiedene Ansprüche erfüllt.

Wann steigt das Risiko für einen verdichteten Boden an?

Nahezu jeder Berufs- und Hobbygärtner hatte schon einmal mit dem Phänomen des verdichteten Bodens zu tun. Vor allem, dann, wenn der eigene Garten in der Vergangenheit mit Gerätschaften wie Traktoren oder gar Baumaschinen bearbeitet wurde, ist das Risiko zum verdichteten Boden sehr hoch. Auch Gärten, deren Boden über einen hohen Anteil an Lehm bzw. Ton verfügen, sind oft betroffen.

Eine regelmäßige Auflockerung ist hier das A und O, um Folgeschäden zu vermeiden. Ansonsten könnte es sein, dass sich das Resultat des verdichteten Bodens in Form verminderter Erträge zeigt und eine Art „Teufelskreis“ startet. Gesunder Boden zieht immerhin hilfreiche Tiere, wie beispielsweise Regenwürmer an, die dann wiederum die Erde weiter auflockern. Im verdichteten Boden sind Würmer und Co. jedoch erfahrungsgemäß nur selten anzutreffen.

Zudem wird die Belüftung durch die Struktur noch weiter verringert. Damit Nährstoffe im Boden jedoch optimal genutzt werden können, braucht es Sauerstoff.

Lockern Sie den Boden auf!

Die Lösung erscheint einfach… und ist es auch. Verdichteter Boden muss aufgelockert werden, um Folgeschäden in Form von schlechten Ernten und einer Abwanderung der nützlichen Tiere zu vermeiden. Wichtig ist es hierbei jedoch, in jedem Falle sorgsam und bedacht vorzugehen. So eignet sich der Spaten zur Lockerung nur in einigen Fällen. Auf Nummer Sicher gehen Sie stattdessen, wenn Sie besonders lehmhaltige Böden mit Sand und Kompost bearbeiten.

Möglichkeit 1: Sand einharken
Den Sand beispielsweise gleichmäßig und dünn über dem verdichteten Boden verstreuen und einharken. Diese Form der Lockerung mag ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen, ist jedoch sehr erfolgversprechend.

Möglichkeit 2: Mit der Grabegabel den Boden auflockern
Auch ansonsten gesunde Böden sollten nicht grob mit dem Spaten umgegraben werden. Hier finden sich in der Regel viele Tiere, die Sie ansonsten mit den Stichen verletzen könnten. Nutzen Sie doch stattdessen eine Grabegabel und lockern Sie die Erde damit Meter für Meter auf.

Möglichkeit 3: Pflanzen pflanzen
Um für das kommende Jahr vorzusorgen, eignet sich gegebenenfalls auch das Anpflanzen bestimmter Blumen. So genießen in dieser Hinsicht, vor allem die Studentenblumen und die klassische Kapuzinerkresse, einen guten Ruf bei Profigärtnern. Diese tragen durch ihr Wurzelwerk -quasi ganz nebenbei- dazu bei, dass Ihr Boden in Zukunft nicht mehr so schnell verdichtet.

Generell gilt jedoch, dass ein einmal verdichteter Boden nicht „von heute auf morgen“ wieder locker und gesund wird. Bei seiner Genesung handelt es sich vielmehr um einen Prozess, bei dem die richtigen Maßnahmen und Geduld im Vordergrund stehen. Dennoch sind Sie hier nicht mit einem unlösbaren Problem konfrontiert! Wer hier mit Bedacht vorgeht, kann sich innerhalb weniger Tage über einen sich erholenden Garten freuen.

1 Kommentar

  1. Die Oberfläche ist verdichtet, 10 cm darunter ist es noch gut feucht. Beim Graben ob mit Spaten oder Grabgabel gibt es große Schollen, die zuerst zerkleinert werden müssen. In diesem Sommer ist es besonders schlimm, wahrscheinlich durch die schweren Regenfälle.
    Es handelt sich um den Ziergarten, im Nutzgarten habe ich dieses Problem nicht.
    Gibt es kein Granulat, was man eingraben könnte?

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