Der Boden als Lebensraum (3/3)

pH-Wert im Boden messen

Die sonnigen Temperaturen des diesjährigen Oktobers sind ein guter Grund nochmals einige Gartenarbeiten zu verrichten um den Start in die Gartensaison im nächsten Jahr noch erfreulicher angehen zu können.

Die ausgelaugten Blumen- oder Gemüsebeeten können schließlich gar nicht genug gepflegt werden. Aus diesem Grunde handelt der dritte Beitrag von der besonderen Bodenpflege. Heute werde ich mich mit der Kalkung und der Asche-Düngung beschäftigen.


Der pH-Wert des Gartenbodens

Der pH-Wert ist die Maßzahl für die Wasserstoffionenkonzentration, stellt also den Säuregrad des Bodens anhand einer Skala dar. Diese Werte können nur in einer wässrigen Lösung gemessen werden und sind abhängig von dem Ausgangsgestein der Böden.

Ein Wert von 7 gilt als neutral und alles was darüber liegt wird als alkalisch bezeichnet. Alles darunter ist in irgendeiner Form (schwach bis extrem) sauer.

Der stärkste Umsatz von organischen Substanzen, die ja gerade im Winter vermehrt anfallen, ergibt sich zwischen einem pH-Wert von 5 und 6, also einem leicht sauren Milieu. Die Böden in unseren Breiten haben meistens einen pH-Wert von 5,0 bis 6,5, sind also aus chemischer Sicht leicht sauer. Dies führt im Boden zu einer Reihe von Reaktionen (Kohlensäurereaktion, Humifizierung usw.).

Den pH-Wert können Sie einfach mittels Teststreifen messen. Diese Bodentest-Streifen bekommen Sie in jedem größeren Pflanzengeschäft. Wie dieser dann funktioniert beschreibt dieses Youtube-Video.

Dauerhaft einsetzbar ist dagegen dieses pH-Wert Messgerät. Eine tolle, einmalige Anschaffung!

Wenn Sie wissen welchen pH-Wert Ihr Boden hat, können Sie sich überlegen ob Sie noch vor dem Winter Maßnahmen einleiten wollen. Der wirksamste Säurepuffer im Boden ist Kalk. So lange der Boden einen pH-Wert von mehr als 6,5 aufweist ist jedoch noch Kalk im Boden vorhanden und auch ein Boden zwischen 5 und 6 ist durchaus noch fruchtbar, diese Böden ein relativ ausgewogenes Ionenverhältnis aufweisen. – Sie sind also mobil und sorgen für schnellen Stoffaustausch.

Kommen wir abschließend wieder zu ein paar Tipps, die Ihnen auch zu diesem Zeitpunkt im Oktober noch helfen können. Diesmal geht es um die Pflanzen, die Sie durchaus noch im Oktober/Anfang November pflanzen können. Vor allem wenn das Wetter so schön bleibt wie am letzten Wochenende.

Zwiebelblumen, Ziersträucher und Stauden

Diese Pflanzen sollten Sie durchaus noch vor dem ersten Frost unter die Erde bringen, da dies zu einer besseren Blütenpracht im Frühling und Herbst führt. Damit Sie diese aber auch wirklich genießen können, müssen Sie beim einpflanzen einige Dinge beachten:

  1. Die Knollen sollten etwas doppelt so tief im Boden verankert werden wie sie selbst groß sind. 5cm lange Blumenzwiebeln sollten also mindestens 10cm unter der Erde liegen.
  2. Zwiebeln werden mit der Spitze nach oben gepflanzt
  3. Jedes Gericht wird mit Zwiebeln besser. Auch das von Wühlmäusen. Sie sollten also, wenn Sie dieses Nager im Garten haben, die Zwiebeln in einer Pflanzschale in den Boden bringen
  4. Mit einer Decke schläft es sich besser: Winterhart heißt noch nicht winterfest. Sie sollten alles, was sie im Herbst pflanzen mit einer ausreichenden Laubschicht bedecken. Auch Rindenmulch kann benutzt werden. – Beides sorgt für zusätzliche Nährstoffe bei der Verwitterung über den Winter.
  5. Groß fällt auf: Je größer die Zwiebel, desto größer und beeindruckender ist am Ende auch die Blüte. Und, frei nach dem Motto je mehr, desto besser: pflanzen Sie die Knollen immer in größeren Haufen an. Dies verschönert die Blütenpracht und schützt gleichzeitig die Pflanzen beim Austreiben.

Sie merken also, dass es noch jede Menge an Aufgaben im Garten gibt. Genießen Sie also das schöne Wetter vor Allerheiligen noch ein wenig um schon einmal die Blütenpracht für das Frühjahr vorzubereiten.

Hier geht es zum ersten und zweiten Teil der Reihe.

Bildnachweis: © Björn Wylezich – Fotolia.com

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