Schneiden, pflanzen, mulchen – 5 Gartenarbeiten im Herbst

Rasen im Herbst düngen
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Damit Ihr Garten über die Wintermonate keinen Schaden nimmt, sind im Herbst noch einige Aufgaben zu erledigen. Die wichtigsten Punkte hier im Überblick.

Das Laub verfärbt sich, die letzten Stauden blühen und spätreifendes Obst und Gemüse wird geerntet – der Herbst bietet Gartenfreunden viele Highlights. Sonnige Tage laden ein, sich noch einmal mit Freunden und Familie an der frischen Luft zusammenzusetzen. Kinder sammeln Kastanien. Wenn es am späteren Abend kühl wird, kann man sich an Feuerschalen wärmen. Die „goldene“ Jahreszeit ist aber auch ideal, um gärtnerisch aktiv zu werden. Manche Gartenarbeit ist an heißen Sommertagen liegengeblieben, an denen Gartenbesitzer damit beschäftigt waren, alle Pflanzen mit ausreichend Wasser zu versorgen.


1. Bäume und Sträucher schneiden (lassen)

Einige Bäume und Sträucher brauchen vor dem Winter noch einen Rückschnitt. Wer unsicher ist, welche Gehölze zu welchem Zeitpunkt geschnitten werden, kann sich vor Ort von einem Landschaftsgärtner beraten lassen. Der Profi bringt neben seinem Pflanzenwissen auch technisches Gerät für größere Schnittarbeiten mit – zum Beispiel für hohe Hecken – und entsorgt auch gleich das Schnittgut.

2. Gehölze pflanzen

Sträucher pflanzen Zeitpunkt
Bis in den Spätherbst können Sträucher gepflanzt werden | © M.Dörr & M.Frommherz / stock.adobe.com
Bei einem Rundgang mit dem Fachmann kann man sich auch einen Überblick verschaffen, wo Platz für neue Pflanzen ist. Noch bis zum Frost können Gehölze gepflanzt werden. „Dabei gilt es, die Standortbedingungen zu berücksichtigen“, rät Gerald Jungjohann vom Bundesverband Garten, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL). „Manche Pflanzen brauchen volle Sonne, andere bevorzugen halbschattige oder sogar schattige Standorte. Die Bodenfeuchte und -beschaffenheit sind weitere Faktoren, die über optimales Wachstum entscheiden.“ Immergrüne Gehölze bringen Lebendigkeit in graue Wintertage. Einige Pflanzen blühen sogar während der kalten Jahreszeit: Die Blüten von Zaubernuss (Hamamelis), Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) oder Schneekirsche (Prunus subhirtella) sind eine willkommene Abwechslung im winterlichen Garten.

3. Rasenpflege – warum der richtige Dünger so wichtig ist

Rasen düngen Herbst
Im Herbst braucht der Rasen Spezialdünger | © The Toidi / stock.adobe.com
Das Laub, das im Herbst von Bäumen und Sträuchern fällt, eignet sich gut zum Kompostieren. Man kann es aber auch direkt in den Beeten verteilen – als natürliche Mulchschicht. Ob man es direkt als Mulch verwendet, kompostiert oder entsorgt, von der Rasenfläche sollte das Herbstlaub unbedingt entfernt werden. Sonst nimmt es dem Gras das Licht, so dass Moos und Unkraut sich leicht ausbreiten können. Vorher kann man den Rasen auf den Winter vorbereiten, indem man ihn im September ein letztes Mal düngt. „Wichtig ist, speziellen Herbstrasendünger zu verwenden, da nur dieser das richtige Nährstoffverhältnis enthält“, empfiehlt Gerald Jungjohann. „Im Oktober oder November tut dem Rasen ein letztes Mähen gut. Da er jetzt kaum noch wächst, sollte die Schnitthöhe allerdings nicht unter fünf Zentimetern eingestellt sein.“

4. Frühblüher pflanzen

Zu den schönsten Gartenarbeiten im Herbst gehört das Pflanzen von Blumenzwiebeln. Denn sie enthalten alles, um einen farbenfrohen Frühjahrsgarten erblühen zu lassen. Sie sind wie ein Versprechen, dass der Winter nicht ewig währt: Es ist wundervoll, wenn Schneeglöckchen (Galanthus), Narzissen (Narcissus) und Tulpen (Tulipa) im nächsten Jahr aus dem Boden sprießen und mit ihren Blüten den Frühling ankündigen. Wer sich einen besonders starken Auftritt der Frühlingsblüher wünscht, kann sich vom Landschaftsgärtner eine individuelle Mischung pflanzen lassen, die abgestimmt auf die Gartengestaltung mit Blütezeit, Farbe und Wuchshöhe den Frühling pointiert in Szene setzt.

5. Kübelpflanzen schützen

Kübelpflanzen Frostschutz
Optimaler Winterschutz für Kübelpflanzen | © Tanja Esser / stock.adobe.com
Während Blumenzwiebeln die Zeit des Frostes brauchen, um im Frühling auszutreiben, vertragen andere Pflanzen die kalten Temperaturen nicht so gut. Um insbesondere die Wurzeln vor Schäden zu bewahren, sollten Kübelpflanzen mit isolierendem Material „verpackt“ werden. Geeignet sind

  • Jute
  • spezielle Folien
  • Winterschutzvlies
  • Reisig
  • Schilf oder Tannenzweige

Außerdem sollte man einen geschützten Standort an der Hauswand wählen, bei besonders kälteempfindlichen Pflanzen sogar im Keller, im Hausflur oder in der Garage. Unterschätzt wird häufig der Wasserbedarf von Kübelpflanzen, die im Herbst und Winter häufiger verdursten und nicht erfrieren. An frostfreien Tagen sollten sie daher regelmäßig gegossen werden. Auch wenn beispielsweise große Gefäße mit Olivenbäumen oder andere mediterrane Gehölze überwintert werden sollen, kann der Landschaftsgärtner helfen. Er sorgt entweder selbst für das perfekte Winterdomizil oder er vermittelt an die richtige Stelle. Weitere nützliche Tipps und Landschaftsgärtner in der Umgebung sind unter www.mein-traumgarten.de zu finden.

Quelle: BGL

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