Bienenweide anlegen: Tipps zu Standort und Boden

Bienenweide anlegen
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Wir selbst können viel tun, damit endlich wieder mehr Bienen Einzug im Garten halten. Besonders wichtig ist dabei der passende Standort für eine Bienenweide und der optimale Boden.

Bienenweiden sind in aller Munde oder besser: zunehmend auch auf Beeten in Privatgärten bzw. in Kübeln und Kästen auf Balkonen. Sie sind pflegeleicht und versorgen Bienen, Hummeln, Schmetterlinge sowie andere Pflanzenbestäuber langfristig mit Nahrung. Weil Bienen in der freien Natur immer weniger Nahrung finden, hilft jede zusätzliche Blüte. Das Pflanzen von Bienenweiden lohnt sich also auch in Kästen, Trögen oder Schalen in der Stadt. Damit Bienenweiden optimal gedeihen, benötigen sie eine magere, also nährstoffarme Erde.


Bodenansprüche für Bienenweiden

Bienenweiden stellen spezielle Ansprüche an den Boden. „Die Erde muss die Bedingungen nachstellen, wie sie Bienenpflanzen auch an natürlichen Standorten, z.B. mageren Kalkschotterböden oder alpinen Standorten, vorfinden“, weiß Gärtner und Dipl.-Ing. agr. Christian Günther von frux. Speziell zum Anlegen von Bienenweiden aus Blumen, Zwiebelgewächsen, Kräutern und Stauden in Kästen, Trögen oder Schalen, aber auch im Beet, gibt es von frux die Spezialerde für Trog- und Dauerbepflanzung. Durch ihren hohen mineralischen Anteil und ihre körnige Struktur wird sie sehr gut belüftet, leitet überschüssiges Wasser schneller ab und sackt mit der Zeit kaum zusammen. Ideale Bedingungen für das gesunde Wachstum von Bienenpflanzen. Weil Bienenweiden einen mageren, also nährstoffarmen Standort benötigen, ist das Spezialsubstrat nur leicht gedüngt.

Anlegen einer Bienenweide in Trögen, Kübeln und Kästen

Bienenpflanzen mögen einen sonnigen, trockenen und windgeschützten Platz. „Beim Bepflanzen von Kübeln und Trögen im Freien sollte man darauf achten, dass die Gefäße Abzugsöffnungen im Boden haben, damit überschüssiges Wasser abgeleitet wird, denn Bienenpflanzen mögen keine Staunässe“, sagt Günther. „Die Abzugsöffnungen am besten mit Tonscherben gegen ein Zusetzen mit Erde sichern und je nach Gefäßhöhe eine Drainageschicht aus gebrochenem Blähton, z.B. von frux, einfüllen. Gefäße anschließend mit der Spezialerde für Trog- & Dauerbepflanzung auffüllen. Nach dem Eintopfen die Erde andrücken und wässern.

Anlegen einer Bienenweide im Beet

„Bevor die Blumenmischung zwischen März und Juni ausgesät wird, sollte der vorhandene Gartenboden im Verhältnis 1 zu 1 mit Spezialerde für Trog- & Dauerbepflanzung gemischt werden“, erklärt Günther. Das lockert ihn auf und passt den Nährstoffgehalt an. Das Saatgut – erhältlich u.a. bei Wildpflanzenzüchtern und im Fachmarkt – mit Sand oder Sägemehl vermischen, damit es sich gleichmäßiger auf der Fläche verteilen lässt (ca. 5 bis 10 Gramm Samen auf einen Quadratmeter Fläche). Anschließend die Samen mit einem Brett leicht anklopfen, damit sie Kontakt zum Boden haben. In den ersten vier Wochen sollte die Fläche immer feucht gehalten werden, da die Keimlinge trockenempfindlich sind. Nach etwa zehn Wochen die Blumenwiese mähen. So wird man Unkraut los und die nachwachsenden Blumen bilden einen dichteren Blütenflor.

Darauf fliegen Bienen, Hummel & Co.

Gern besucht von Bienen werden übrigens alle Pflanzen, die besonders reichhaltig Nektar und Pollen, sogenannte Bienentrachtpflanzen, erzeugen. Ideal sind Mischpflanzungen, bei denen neue Pflanzen Verblühtes ersetzen. Besonders im Spätsommer und Herbst ist ein gutes Nahrungsangebot wichtig, weil Bienen dann Nahrung für schwierige Zeiten benötigen und die langlebigen Winterbienen entstehen. Bienenfreundlich sind alle Pflanzen, die ein „Sonne“ im Namen tragen, sowie

  • Frühjahrsblüher (Tulpen, Krokusse, Traubenhyazinthen),
  • ein- und zweijährige Sommerblumen (Malven, Strohblumen, Zinnien, Schleifenblumen),
  • Erika, Wildpflanzen (Löwenzahn, Wiesenknöterich oder Inkarnatklee),
  • sowie Spätblüher (Ringelblume, Kapuzinerkresse, Fetthennen, Schneebeeren, Sommerheide, Herbstastern, Chrysanthemen).

Auch Hecken (Strauchhecke mit Kornelkirsche, Felsenbirne, Weide oder Faulbaum, zurückgeschnittener Buchs), Gräser sowie einige Sträucher und Bäume (z.B. Weide) sind wertvolle Pollenlieferanten. Verstärken kann man das Nahrungsangebot durch Kräuterpflanzen wie Borretsch, Thymian, Bohnenkraut, Oregano, Lavendel, Salbei, die man blühen lässt, ebenso wie blühende Gemüsepflanzen, z.B. Erbsen, Bohne, Kartoffeln, Tomaten und Gurken, sowie Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren). „Bei Gemüse und Obst sollte man aber zu einer speziellen Gemüse- bzw. Obsterde greifen. Dafür hält unser frux-Sortiment verschiedene Erden auch in Bioqualität bereit“, betont Günther. „Für Kräuter, Blumen, Stäucher und Zwiebelgewächse ist unsere magere Spezialerde für Trog- & Dauerbepflanzung geeigent.“

Erde im praktischen Tragebeutel

Für den kleinen Bedarf von Stadtgärtnern gibt es die frux Spezialerde für Trog- & Dauerbepflanzung im 15-Liter-Tragebeutel im Fachhandel. Für größere Projekte ist sie im 40-Liter-Sack erhältlich. „Sollte nach dem Anlegen der Bienenweide Substrat übrig sein, lässt sich das auch zur Bodenverbesserung bei Pflanzungen in schwere Böden, als dauerhaft strukturstabile Unterschicht in Hochbeeten oder für dauerhafte Bepflanzungen von Kübeln, Trögen und Großgefäßen verwenden“, so Günther. Fachhändler mit frux-Sortiment unter www.frux.de.

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