Maulwurf im Garten loswerden: Diese natürlichen Mittel helfen

Maulwurf natürliche Mittel
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Der Maulwurf ist ohne Frage der „Schrecken aller Fans des englischen Rasens“. Ein vitaler, junger Maulwurf kann an einem Tag ungefähr 20 (!) Erdhügel aufhäufen und ein Tunnelsystem von mehreren hundert Quadratmetern anlegen. Gerade im Herbst ist der Maulwurf sehr aktiv, denn dann durchwühlt er den Boden besonders akribisch – auf der Suche nach Nahrungsvorrat für die Wintermonate. Das Ergebnis: Maulwurfhügel über Maulwurfhügel… allein die Vorstellung lässt jeden Gartenbesitzer erschaudern.

„Weg mit dem Tier!“, das steht fest! Nun ist der Maulwurf im Grunde ein ganz niedlicher Zeitgenosse und obendrein noch sehr nützlich. So stellt sich die Frage: Wie vertreibt man dieses eifrige Tierchen, ohne ihm ernsthaften Schaden zuzufügen?


Der Maulwurf – ein nützlicher Schädlingsbekämpfer

Der Maulwurf ernährt sich von Insekten und Larven im Erdreich, ohne dabei Pflanzen anzurühren. Ganz im Gegenteil! Der Maulwurf leistet sogar gute Arbeit für den Erhalt der Pflanzen. Er hat es nämlich – neben Regenwürmern, Schnecken und Maikäfern – auch auf Schädlingslarven abgesehen. Obwohl er dem Gartenbesitzer von großem Nutzen ist, sind seine Erdaufhäufungen natürlich nicht sehr ansehnlich. Bevor es aber an die Vertreibung geht, muss erst geklärt werden, ob es sich bei dem Übeltäter im Garten tatsächlich um einen Maulwurf oder eine Wühlmaus handelt. Nehmen Sie dazu den Haufen zur Seite und betrachten Sie das Grabloch. Der Eingang des Maulwurfs befindet sich direkt darunter, der Gang der Wühlmaus befindet sich immer seitlich.

Es ist ganz sicher ein Maulwurfshügel? Dann gestaltet sich die „Jagd“ ein wenig aufwendiger, denn der Maulwurf steht im Gegensatz zur Wühlmaus seit über 20 Jahren unter Artenschutz und darf nicht, gejagt, bekämpft oder gar getötet werden. Lebendfallen sind ebenfalls untersagt, denn das Tier ereilt meist auch dort der Tod durch Stress oder Nahrungsentzug. Es bleibt also nur die sanfte Vertreibung.

Maulwurf mit unangenehmen Gerüchen vertreiben

Knoblauch:
Den Geruch von Knoblauch mag der Maulwurf überhaupt nicht. Einfach zerdrückten und Knoblauch in den Gängen verteilen. Sie können Knoblauch natürlich auch anpflanzen und schlagen damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Molke und Buttermilch:
Eine Mischung aus den Milchprodukten in den Tunnel hineingießen und abwarten, bis sich das Problem -im Idealfall schnell- von selbst gelöst hat.

Alkohol:
Einfach Sekt-, Wein- oder Bierflaschen umgedreht in die Löcher stecken. Den Geruch von Alkohol kann der Maulwurf auch nicht leiden.

Jauche:
Hierzu müssen ein Kilo Holunderblätter und zehn Liter Wasser 14 Tage lang ziehen. Die entstandene Jauche geben Sie dann in die Tunnel des Maulwurfs.

Fertige Präparate:
Im Fachhandel gibt es auch schon vorgefertigte Jauchemittel. Einfach in regelmäßigen Abständen in die Gänge schütten.

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Fast jedes Lebewesen was riechen kann, scheut diesen starken Geruch - auch Maulwürfe!

Maulwürfe mit Geräuschen und Schwingungen vertreiben

Der Maulwurf hat ein sehr feines Gehör und fühlt sich auch durch leiseste Geräusche und Erschütterungen gestört.

Flaschen:
Stecken Sie eine leere Bierflasche mit dem Flaschenhals nach oben in das Erdloch. Der Wind erzeugt ein leichtes Pfeifgeräusch.

Windräder:
Klappernde Windräder können Maulwürfe auch zum Auszug bewegen.

Metallstangen:
Stecken Sie Metallstangen in den Boden und binden Sie jeweils einen Löffel an einer Schnur daran. Der Wind tut sein Übriges.

Ultraschall:
In Baumärkten gibt es verschiedenste Hilfsmittel gegen Maulwürfe. Maulwurfpiepser werden mit Solarenergie betrieben. Sie senden über einen Stab Schallwellen in den Boden ab. Der Mensch kann die Geräusche kaum wahrnehmen, der Maulwurf findet sie unerträglich. Am besten Sie verteilen gleich mehrere Geräte in Ihrem Garten.

Schlammbad:
Sie können versuchen die Tunnel mit Wasser einzuschlammen. Möglichweise veranlasst dies den Maulwurf dazu, sich ein neues Revier zu suchen. Diese Methode ist aber umstritten.

Natürliches Gleichgewicht herstellen

Maulwürfe haben zahlreiche natürliche Fressfeinde. Dazu zählen Mausbussard, Fuchs, Marder und Wiesel. Der Maulwurf ist aber meist gut geschützt unterirdisch unterwegs. Lediglich das kleine Mauswiesel zwängt sich zum Jagen in den Maulwurfsbau. Wenn Sie genügend einladende Unterschlupfmöglichkeiten in Form von beispielsweise Holz-oder Steinhaufen für die Fressfeinde des Maulwurfs aufbauen, könnte sich mit ein wenig Geduld wieder ein natürliches Gleichgewicht im Tierreich Ihres Gartens einstellen.

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