Schneckenkorn gegen Fraßschäden – das sollten Sie wissen

Schneckenkorn
Schneckenkorn gegen Fraßschäden I © Gina Sanders - Fotolia.com

Schnecken gehören zu den eher unbeliebten Tieren im heimischen Garten. Vor allem Nacktschnecken können nachhaltige Schäden an Ihren Pflanzen hervorrufen. Oftmals werden diese Fraßschäden schon vor den Schnecken entdeckt. Sie zeigen sich unter anderem in Löchern, die vom Fachmann auf den ersten Blick erkannt werden, den Laien doch so manches Mal vor ein Rätsel stellen. Ist der Schuldige, nämlich die Nacktschnecke erst einmal gefunden, stellt sich die Frage, wie man dem Problem zu Leibe rückt.

In einem anderen Beitrag habe ich Ihnen bereits beschrieben, wie Laufenten gegen Schnecken helfen können. Da sich aber nicht jeder Gartenbesitzer Laufenten zulegen kann und will, hier eine weitere Möglichkeit der Schneckenplage bei zu kommen.


Schneckenkorn – was ist das?

Beim Schneckenkorn handelt es sich um ein Ungeziefervernichtungsmittel, das häufig gegen Schnecken eingesetzt wird. Daher auch der Name, deren zweiter Wortteil aus der kornförmigen Substanz resultiert.

Wirkung von Schneckenkorn in der Übersicht

Schneckenkorn ist ein sogenanntes Molluskizid, also ein chemisches Mittel zur Bekämpfung von Schnecken im Garten und auch im Innenbereich. Schneckenkorn hat eine anziehende Wirkung auf die Schnecken, sie fressen es und sterben daran. Ihnen als Gartenbesitzer bleibt noch die Aufgabe, die Schnecken aufzusammeln und zu entsorgen.

Es gibt verschiedene Schneckenkorn-Präparate, so dass bei manchen Produkten auch schon die Berührung mit dem Korn über die Schleimhäute der Schnecke ausreicht, um sie zu töten. Je nach Art des Schneckenkorns sterben die Tiere sofort oder Tage später. Vor allem mit der vergleichsweise langsam wirkenden Variante sind oftmals Nachteile verbunden. Immerhin ermöglicht der „langsame Tod“ es den Schnecken, sich zurückzuziehen und Eier zu legen. Für die nächste Generation an „Plagegeistern“ wäre damit gesorgt.

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Beachtliche Erfolge und eine einfache Anwendung

Aufgrund der feinen, körnigen Struktur lässt sich das Schneckenkorn einfach dosieren und gezielt anwenden.
Sie können seine Vorteile nicht nur im klassischen Beet, sondern auch

  • im Freiland
  • im Gewächshaus
  • auf dem Balkon und der Terrasse

nutzen. Streuen Sie die auf der Packung angegebene Menge -am besten im Frühjahr- zwischen Ihre Pflanzen und beachten Sie bei der Auswahl des Korns unbedingt auch den jeweiligen Einsatzort. Auch wenn man Schneckenkorn im Gemüsebeet anwenden kann, ich empfehle hier doch lieber die Bio Schneckenfalle.

Wie oft Sie das Schneckenkorn verstreuen sollten, ist abhängig davon, wie viele Schnecken es sich in Ihrem Garten gemütlich gemacht haben. Sollte beispielsweise Ihre erstmals ausgestreute Menge schon nach wenigen Stunden weg sein, so deutet dies auf einen starken Befall hin. Hier ist es ratsam, nochmals nachzustreuen. Sie sollten jedoch nicht mehr als fünf bis sechs dieser Behandlungen im Jahr vornehmen.

Biologisch oder chemisch?

Schneckenkorn ist ein chemisches Mittel und beinhaltet unter anderem Alkaloide, Salze und Methiocarb. Wer sich mit dieser Art der Schneckenvernichtung nicht anfreunden kann, hat die Möglichkeit sogenannte Lebendfallen aufzustellen. Die Schnecken werden angelockt, kriechen hinein und können dann ins Freiland ausgesetzt werden.

Nachteile von handelsüblichem Schneckenkorn

Keine Frage: handelsübliches Schneckenkorn charakterisiert sich durch einen hohen Wirkungsgrad. Dieser ist mitunter sogar so hoch, dass das Gift nicht nur gegen die Nacktschnecken, sondern auch gegen Schnecken mit Haus oder Weinbergschnecken wirkt. Zudem zieht das Präparat sogar Schnecken an, die sich vielleicht überhaupt noch nicht in Ihrem Garten befunden haben. Außerdem ist der Einsatz der chemischen Variante auch dann fraglich, wenn sich Ihre Schneckenplage am Gemüsebeet heimisch fühlt. Fest steht, dass Sie Kinder und Haustiere, vor einem Kontakt mit dem Schneckenkorn schützen müssen.

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