Gartensauna bauen: Tipps zu Material und Vorschriften

Gartensauna
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Eine Sauna bietet allerlei Vorzüge – nicht nur für die Gesundheit. Warum also nicht eine Sauna in den eigenen Garten integrieren?

Gerade jetzt, wo die Tage kälter werden, wird das Immunsystem immer wieder auf die Probe gestellt. Wer eine Sauna sein eigen nennt, kann mit Saunagängen effektiv das Immunsystem stärken. Zudem können Sie nach einem stressigen Arbeitstag bei einem heißen Aufguss die Seele baumeln lassen und den Stress des Tages vergessen. Die Vorzüge einer Sauna sind wirklich vielseitig. Wenn auch Sie sich diesen Luxus gönnen möchten und genügend Platz zur Verfügung haben, dann holen Sie sich doch eine Sauna für den Garten. Wir erklären Ihnen, was es bei dem Projekt zu beachten gibt und welche Möglichkeiten Sie beider Umsetzung haben.


Was gilt es vorher zu beachten?

Haben Sie sich dazu entschieden, ein Saunahaus in Ihren Garten zu holen, sollten Sie als erstes überlegen wie dieses aussehen soll. Möchten Sie lediglich die Sauna in das Haus oder doch lieber noch einen Vorraum? Wünschen Sie vielleicht sogar ein Tauchbecken zum Abkühlen? Hier spielt natürlich auch das persönliche Budget eine entscheidende Rolle. All das entscheidet darüber, wie groß Ihr Saunahaus werden wird. Und erst dann können Sie überlegen, wo Sie Ihr Vorhaben im Garten realisieren möchten. Beachten Sie dabei, dass Sie einen möglichst geraden Untergrund für das Saunahaus benötigen. Ein gutes Fundament ist daher, wie fast immer, enorm wichtig.

Tipp: Wie ein simples aber gutes Sauna-Fundament aussehen kann zeigt dieses Youtube-Video.

Zudem sollten Sie Platz für eine Terrasse mit einplanen, auf welcher Sie nach dem Saunagang entspannen entspannen und frische Luft tanken können.

Sichtschutz

Überlegen Sie sich auch, wie Sie sich beim Saunagang am besten vor den Blicken neugieriger Nachbarn oder Passanten schützen können. Entweder finden Sie in Ihrem Garten eine gut geschützte Ecke, in der Sie die Sauna platzieren können, oder Sie errichten einen Sichtschutz. Inspirationen dafür können Sie sich in unserem Artikel „Sichtschutz für Terrassen – 5 stilvolle Möglichkeiten mit natürlichen Materialien“ holen.

Vorschriften und Genehmigungen

Je nach Bundesland variieren die Größen, ab welcher eine Baugenehmigung zur Errichtung eines Saunahauses erforderlich wird. Hierbei unterscheiden sich auch die Vorschriften: So ist in einigen Bundesländern die Grundfläche ausschlaggebend für die Genehmigungspflicht und in anderen Bundesländern der umbaute Raum – also das Volumen des Saunahauses.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Genehmigungspflicht in den verschiedenen Bundesländern:

Bundeslandim Innenbereich genehmigungspflichtig abim Außenbereich genehmigungspflichtig ab:
Baden-Württemberg40 m³20 m³
Bayern75 m³nur mit Genehmigung
Berlin10 m²nur mit Genehmigung
Brandenburg75 m³nur mit Genehmigung
Bremen10 m²nur mit Genehmigung
Hamburg30 m³nur mit Genehmigung
Hessen30 m³nur mit Genehmigung
Mecklenburg-Vorpommern10 m²nur mit Genehmigung
Niedersachsen40 m³20 m³
Nordrhein-Westfalen75 m³nur für Land- und Forstwirtschaft
Rheinland-Pfalz
50 m³10 m³
Saarland10 m²nur mit Genehmigung
Sachsen10 m³nur mit Genehmigung
Sachsen-Anhalt10 m²nur mit Genehmigung
Schleswig-Holstein30 m³10 m³
Thüringen10 m²nur mit Genehmigung

Beachten auch den örtlichen Bebauungsplan. Zudem müssen Sie den korrekten Abstand zum Nachbargrundstück einhalten. Dieser liegt zwar meist bei drei Metern, kann aber durchaus variieren. Halten Sie hier besser Rücksprache mit dem zuständigen Bauamt.

Tipp: Wenden Sie sich am besten an das zuständige Bauamt, um sich über die Regelungen in Ihrem Wohnort zu erkundigen. So sind Sie auf der sicheren Seite.

Sauna selbst bauen oder doch lieber bauen lassen?

Wenn Sie das Saunahaus komplett selbst bauen möchten, dann benötigen Sie folgende Materialien:

  • für die Errichtung der Grundstruktur mit Eckpfosten, Rahmen und
    Bodenelementen benötigen Sie Konstruktionsholz
  • Wände und Decken können Sie mit Profilholz verkleiden
  • für ein angenehmes Sitzen und eine geringe Verletzungsgefahr sollten die Banklatten aus Zeder, Abachi, Fichte oder Kiefer gefertigt sein
  • individuelle Gestaltungselemente lassen sich mit Blockbohlen schaffen
  • mit Holzleisten können Sie der Optik den letzten Schliff verleihen
  • Saunatüren mit oder ohne Glas-Einsatz, die der Luftfeuchtigkeit standhalten
  • Glasfronten, die Licht in den Raum lassen und den Blick in den Garten erlauben
  • Zu- und Abluftsysteme für den Luftaustausch in der Sauna.
  • Dachpappe sorgt dafür, dass der Regen draußen bleibt

Ganz ohne ist dieses Projekt aber nicht. Deshalb raten wir allen unerfahrenen Hobbygärtnern, auf einen Bausatz zurückzugreifen und sich Hilfe beim Aufbau zu holen. Ein Bausatz bietet gleich zwei Vorteile. Zum einen haben Sie alle benötigten Materialien sofort zur Hand und zum anderen liegt ihm eine Aufbauanleitung bei, was den Aufbau deutlich erleichtern kann.

Tipp: Noch einfacher ist es, sich eine vollständig montierte Sauna liefern zu lassen – so wie meine Eltern. Die haben ihre Sauna auf megasauna.de bestellt und sind sehr zufrieden.

Anforderungen an das Holz

In einer Sauna ist Holz thermischen Belastungen ausgesetzt, der längst nicht jede Holzart standhalten kann. Es ist daher von äußerster Wichtigkeit, dass das verwendete Holz diversen Ansprüchen gerecht wird:

  • darf bei hohen Temperaturen kein Harz bilden
  • sollte möglichst keine Asteinschlüsse enthalten
  • darf nicht splittern
  • geringe Wärmeleitung

Zubehör für die Sauna

Gartensauna Zubehör
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Egal, ob Sie die Sauna komplett allein beziehungsweise mit Hilfe eines Bausatzes erbauen oder doch auf eine Fertigsauna setzen, Sie benötigen noch Zubehör, damit Sie Ihre Sauna in Betrieb nehmen können. Neben einem speziellen Thermometer, mit dem Sie Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrollieren können, benötigen Sie auch Handtücher und eine Sanduhr, um die Zeit im Blick zu behalten. Darüber hinaus benötigen Sie für den Betrieb einen kleinen Holzbottich oder ähnliches mit einer Schöpfkelle, damit Sie immer mal wieder durch einen Aufguss die Luftfeuchtigkeit erhöhen können. Damit Sie nicht im Dunkeln sitzen müssen, darf auch eine Lichtquelle nicht fehlen.

Tipp: Um die Vorteile Ihrer finnischen Sauna zu erhöhen, wählen Sie eine Farbtherapie-Lampe, Ihr Lieblingsgewürz und installieren Sie ein kleines Musiktherapie-System an der Decke. Entspannung ist garantiert.

Saunaofen

Das Projekt Sauna funktioniert nur mit einem Saunaofen. Für welchen Sie sich entscheiden ist reine Geschmackssache.

Die meisten Saunahäuser sind mit Elektro-Saunaöfen ausgestattet. Solche Saunaöfen sind einfach zu handhaben und flexibel anzuwenden.

Tipp: Für einen Elektro-Saunaofen benötigen Sie eine Starkstromleitung, die nur vom Elektriker verlegt werden darf.

Bevorzugen Sie allerdings einen Sauna-Ofen, den Sie ganz klassisch mit Holz beheizen, müssen Sie einige Dinge beachten. Zum einen gilt solch ein Ofen als Sonderfeuerstätte und unterliegt daher der Genehmigungspflicht durch den Bezirksschornsteinfeger. Zum anderen müssen die entstehenden Abgase sicher durch die Wand nach außen abgeleitet werden. Dazu ist ein industriell gefertigter Schornstein unverzichtbar. Aber auch dieser Sauna-Ofen bietet Vorzüge, die sich nicht von der Hand weisen lassen. So gibt er die Wärme gleichmäßig ab und bietet eine sehr effiziente Luft- und Feuerzirkulation.

Eine kreislaufschonende Alternative stellen Dampföfen dar. Diese Öfen stellen eine Mischform aus Sauna und Dampfbad dar. Mit solchen Öfen können Sie bei niedrigerer Temperatur eine höhere Luftfeuchtigkeit erzielen und so das Klima selbst bestimmen. Hier müssen Sie allerdings auf die Aufgüsse verzichten.

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