Sichtschutz für Terrassen – 5 stilvolle Möglichkeiten mit natürlichen Materialien

Terrasse Sichtschutz

Ein Sichtschutz muss zwar vor neugierigen Blicken schützen, sollte aber auch optisch ins Gesamtbild passen. Wir stellen Ihnen hier einmal 5 Möglichkeiten für einen naturnahen Garten vor.

Entspannt auf der Terrasse die Füße hochlegen und die Seele baumeln lassen – der perfekte Ausklang nach einem stressigen Arbeitstag. Doch wie soll man bitte schön entspannen und zur Ruhe kommen, wenn der Nachbar ständig eine Auge rüber wirft? Keine Frage, hier muss ein Schutz her. Aber natürlich nicht irgendeiner! Der Sichtschutz muss in das natürliche Gesamtbild passen. Bei einem Haus mit Grundstück, bei dem viel mit Holz gewerkelt wurde, passt es einfach nicht, wenn plötzlich ein Sichtschutz aus Edelstahl aufgestellt wird.


Holz gilt aber längst nicht als einziger natürlicher Rohstoff. Ich möchte Ihnen hier noch weitere Möglichkeiten vorstellen, mit denen Sie einen belebten Sichtschutz erreichen.

» Übrigens: Der Sichtschutz schützt Sie dann nicht nur vor neugierigen Blicken, sondern auch vor Sonne, Wind und Regen.

5 Sichtschutz-Varianten aus natürlichen Materialien

Sichtschutz aus Holz

Sichtschutz für Terrassen aus Holz
© Barbara Helgason – Fotolia.com

Am weit verbreitesten ist vermutlich die Variante mit den Sichtschutzelementen aus Holz. Sie sind relativ schnell montiert und sehen dazu auch noch wirklich gut aus. Das Beste ist aber eigentlich, dass es die Elemente mittlerweile in vielen verschiedenen Formen und Farben gibt. So findet jeder den passenden Sichtschutz für seine Terrasse. Eine sehr abwechslungsreiche Auswahl habe ich dazu beispielsweise bei holz-direkt24.com gefunden. Wer handwerklich begabt ist und lieber einen individuell angepassten Sichtschutz für die Terrasse haben möchte, kann diesen auch selber bauen. Eine ausführliche Anleitung dazu finden Sie unter hausjournal.net.

Der einzige Nachteil bei Sichtschutzelementen aus Holz ist, dass sie trotz Vorbehandlung regelmäßig gestrichen und lackiert werden müssen. Damit schützen Sie das Holz dauerhaft vor den unterschiedlichen Wettereinflüssen, wie Regen und Sonne und außerdem auch vor Holzschädlingen. Was Sie beim Streichen von Holz beachten müssen, finden Sie in der detaillierten Anleitung von selbst.de.

Wie oft sie allerdings den Pinsel schwingen müssen, hängt dabei nicht nur vom Holz direkt, sondern auch von der entsprechenden Lasur bzw. der Farbe ab. Nähere Informationen dazu in der oben genannten Anleitung.

Sichtschutz aus Bambusmatten

Sichtschutz für Terrassen - Bambusmatten
© julia700702 – Fotolia.com

Ein toller Hingucker im typisch asiatischen Stil sind Bambusmatten. Diese Matten sind leicht montiert und ebenfalls in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Sie haben inzwischen die Wahl zwischen naturbelassenen und farbigen Matten und können sogar in der Höhe und in der Stärke der einzelnen Rohre unterscheiden.

Ein weiterer Vorteil von Bambus ist, dass er die Sonnenwärme speichert. Dadurch können Sie manchmal an einem schönen Herbsttag sogar noch in T-Shirt auf der Terrasse sitzen.

» Übrigens: Oft wird es vergessen, aber auch Bambus gilt natürlich als natürliches Produkt und muss dementsprechend zur Pflege hin und wieder behandelt werden. Dabei können Sie genauso vorgehen, wie bei den Sichtschutzelementen aus Holz.

Sichtschutz aus Brennholz

Sichtschutz für Terrassen aus Brennholz
© sonne_fleckl – Fotolia.com

Wer einen Kamin sein Eigen nennen kann, kommt nicht drum herum auch entsprechend Brennholz zu lagern. Wie wäre es denn, wenn Sie rings um die Terrasse oder nur über Eck oder auch nur eine entsprechende Wand als Brennholzlager errichten? Das sieht nicht nur gut aus, sondern hat im Winter auch einen entscheidenden Vorteil. Zum Holz holen müssen Sie nicht mehr durch Schnee und Matsch stiefeln, sondern haben die Quelle fast direkt vor der Tür. Und wenn zum Frühling der Vorrat aufgebraucht ist, können Sie einfach neues Holz stapeln und dann wieder die Vorzüge des Sichtschutzes genießen.

In welcher Form Sie die Mauer speziell errichten, bleibt natürlich ganz Ihrem Geschmack und den Platzverhältnissen überlassen. Für etwas mehr Halt sorgt übrigens eine Konstruktion aus Holz oder Europaletten, worin Sie schlussendlich das Holz hinein stapeln können.

Ein Video, wie Sie beim Bau genau vorgehen, habe ich bei YouTube.com gefunden.

» Kleiner Extra-Tipp: In solche Brennholzmauern lassen sich auch kleine Fenster, Gucklöcher und Regalböden integrieren. Ein absoluter Blickfang!

Sichtschutz mit Pflanzen

Sichtschutz für Terrassen aus Pflanzen
© wsf-f – Fotolia.com

Wer statt Holz, lieber auf Pflanzen setzt, hat natürlich auch hier eine große Auswahl. Bevor Sie mit der eigentlich Planung beginnen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie gern Kübel- und Pflanzentöpfe aufstellen oder eher auf blühende Sträucher und Hecken zurückgreifen möchten. Hierbei kommt es natürlich auch darauf an, ob Sie sowohl im Winter, als auch im Sommer geschützt sitzen möchten. Bei der Hecken- und Sträucherwahl müssen Sie auch bedenken, dass diese einige Zeit brauchen, um eine entsprechende Größe als Sichtschutz zu erreichen.

Hecken, Bäume & Sträucher als Sichtschutz

Ich habe Ihnen hier einmal eine kleine Auswahl für blühende Sträucher und Hecken zusammen gestellt, die sich sowohl für die Erde als auch für einen Kübel eignen.

  • Kirschlorbeer
  • Thuja
  • Stechpalme
  • Gartenbambus
  • Gelbe Gartenzypresse
  • Trompetenblume
  • Pfeifenstrauch
  • Flieder
  • Riesen Chinaschilf

weitere Pflanzen finden Sie unter native-plants.de.

Hecken sind langlebiger als Holz & Co., haben aber auch einen entscheidenden Nachteil: Sie müssen regelmäßig, meistens ein bis zwei Mal im Jahr geschnitten werden.

» Extra-Tipp: Mit der passenden Hilfe können eignen sich auch Kletterpflanzen optimal als Sichtschutz.

Sichtschutz aus Weide

Sichtschutz für Terrasse aus Weide
© Marina Lohrbach – Fotolia.com

Ebenfalls harmonisch passt auch ein Sichtschutz aus Weide in einen natürlichen Garten an. Weide ist sehr langlebig und äußerst widerstandsfähig. Durch die Flexibilität der einzelnen Ruten lassen sich unterschiedliche und vor allem stabile Flechtergebnisse erzielen. Besonders reizvoll sieht es aus, wenn einige Ruten horizontal und andere vertikal angeordnet sind.

Wer dem ganzen noch den letzten Schliff geben will und den natürlichen Charakter noch unterstreichen möchte, kann an dem Weiden-Sichtschutz noch eine Kletterpflanze entlang rankeln lassen.

» Kleiner Tipp: Weidenzäune lassen sich relativ einfach selber machen. Eine Anleitung finden Sie dazu ebenfalls auf Youtube.com.

Titelbild: © Gioco – Fotolia.com

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