Eine Schneedecke auf der Hecke sieht im ersten Moment schön aus. Wenn es zu viel wird, muss der Schnee allerdings runter. Warum das so ist, erfahren Sie hier.
Ein verschneiter bzw. schneebedeckter Garten kann unglaublich romantisch wirken. Gerade dann, wenn neben Bäumen auch noch Hecken gepflanzt wurden, ergibt sich oft ein charakteristisches Bild, welches die Freude am Winter noch weiter wachsen lässt. Was jedoch leider nur allzu oft vergessen wird, ist die Tatsache, dass Schnee durchaus über ein nicht zu unterschätzendes Eigengewicht verfügt und die Statik der Hecke ab einer bestimmten Menge beeinflussen kann.
Kurz: vor allem dünnere Äste bzw. instabile Bereiche der Hecken, drohen oft schon unter einer mittleren Schneelast zu brechen.
Dementsprechend ist es wichtig, den aufliegenden Schnee in regelmäßigen Abständen zu beseitigen. Somit ist sichergestellt, dass die Hecke (zumindest zu einer hohen Wahrscheinlichkeit) auch noch im Frühjahr ihre ansprechende Form behalten wird.
Wie oft sollte eine Hecke von Schnee befreit werden?
Eine standardisierte Antwort auf diese wichtige Frage gibt es leider nicht. Vielmehr ist das Befreien der Hecke von Schnee nicht nur von der Heckenart bzw. deren Alter und Zustand, sondern auch von der Schneemenge abhängig. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, inspiziert seinen Garten im Winter bzw. nach Schneefall jeden Tag und schüttelt den aufliegenden Schnee kurz ab. Sollte die Hecke besonders hoch sein, müssen selbstverständlich Hilfsmittel eingesetzt werden, um auch die oberen Bereiche zu erreichen.
Achten Sie hierbei darauf:
- sicher zu stehen
- auch die versteckten Bereiche der Hecke zu bearbeiten
- ob Äste gegebenenfalls zusammengebunden werden müssen, damit nichts abbricht.
Wohin mit dem Schnee?
Gerade dann, wenn über einen längeren Zeitraum hinweg vergleichsweise viel Schnee gefallen ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich unter der Hecke eine beachtliche Schneemasse gebildet hat. Diese sieht nicht nur unschön aus und kann zur Stolperfalle werden, sondern umschließt oft auch -je nach Höhe- den unteren Bereich der Hecke und stellt somit eine zusätzliche, „kalte Herausforderung“ dar.
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Sinnvoll ist es hier, den abgeschüttelten Schnee frühzeitig abzutragen und gegebenenfalls an einer separaten Stelle im Garten aufzuschütten. Wer den Schnee jedoch über einen Zeitraum von mehreren Tagen liegen lässt, riskiert, dass dieser im Inneren des aufgeschütteten Berges zusammenfriert und damit selbstverständlich noch schwerer von der Stelle bewegt werden kann.
Vorsicht bei Hecken an der Straße!
Viele Haus- und Grundstücksbesitzer nutzen eine Hecke als Sichtschutz. Wird der Schnee hier abgeschüttelt, fällt er unter anderem auch auf die Straße bzw. den Bürgersteig vor dem Haus. Friert der Schneeberg dann fest, stellt dieser eine ernsthafte Gefahr für Passanten dar. Auch die Gefahr durch losen, umherliegenden Schnee sollte keineswegs unterschätzt werden. Immerhin ist es die Aufgabe des Hausbesitzers, für einen geräumten Gehweg zu sorgen.
Daher gilt: vermeiden Sie, dass der Schnee aufgrund eines zu hohen Gewichts von selbst herunterfällt, sondern sorgen Sie vor, indem Sie ihn – zum Beispiel am Morgen während des Schneeräumens – abschütteln und beseitigen bzw. zur Seite kehren. Somit beugen Sie einem Abgang in „Alleinregie“ vor und gewährleisten einen geräumten Bürgersteig.
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