Warum blühen Pflanzen im Winter?

Schneerose Winter
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Auch wenn es kurios scheint, manche Pflanzen blühen bereits im Winter. Um zu verstehen, woran das liegt, muss man tiefer in die Botanik eindringen.

Viele Gartenbesitzer freuen sich (zurecht) auf den Frühling. Immerhin erwachen hier viele Pflanzen -im wahrsten Sinne des Wortes- wieder zum Leben. Das Resultat: der Garten wird bunter! Oftmals gerät bei all der Freude über die ersten Sonnenstrahlen jedoch in Vergessenheit, dass auch der Winter nicht kahl oder gar langweilig sein muss. Im Gegenteil: bei genauem Hinsehen fällt auf, dass durchaus Pflanzen existieren, die es offensichtlich schaffen, auch im Winter zu blühen und ein wenig Abwechslung in den ansonsten eher tristen Garten zu bringen.


Hierbei stellt sich jedoch die Frage: welches Procedere steckt hinter dem winterlichen Blühen? Wie schaffen es die betreffenden Pflanzen bei den niedrigen Temperaturen zu wachsen?

Deshalb blühen manche Pflanzen im Winter

Im Allgemeinen ist es die besondere Kombination aus drei verschiedenen Gründen, die dafür sorgt, dass es manche Pflanzen schaffen, im Winter zu blühen.

  1. Im Winter blühen bekannterweise weniger Pflanzen als im Sommer. Das bedeutet, dass die Pflanzen, die präsent sind, auch eher bestäubt werden.
  2. Die Bäume im Garten verlieren im Herbst bzw. Winter ihre Blätter. Das heißt, dass die Sonnenstrahlen einfacher auf den Boden und damit auf die Pflanzen) treffen können. Mit Hilfe des Sonnenlichts werden dann wiederum Blüten gebildet. Oder anders: im Winter wird genau diesen Pflanzen das Sonnenlicht nicht durch die Konkurrenz „geklaut“.
  3. Der dritte Grund, warum es manche Pflanzen auch im Winter schaffen, in voller Blüte zu erstrahlen, lässt sich ebenfalls auf das Zusammenspiel mit den Bäumen zurückführen. Da diese in der dunklen Jahreszeit über keine bzw. wenige Blätter verfügen, können sich die Pollen besser in der Luft verteilen.

Sind „Winterpflanzen“ besonders frostresistent?

Trotz der perfekten Kombination der drei oben genannten Faktoren wäre es selbstverständlich falsch, anzunehmen, die Pflanzen, die im Winter blühen, seien „unverwundbar“. Auch für sie gestaltet sich das Überleben kritisch, wenn das Thermometer unter die Marke von 0 °C fällt.

Um hier ein Überleben zu sichern, hat sich die Natur ebenfalls eine praktische Lösung (oder zumindest „Hilfestellung“) einfallen lassen: die betreffenden Pflanzen charakterisieren sich unter anderem durch einen längeren Blütezeitraum. Das bedeutet, dass das Bilden neuer Knospen oft über einen Zeitraum von mehreren Monaten anhält und damit kontinuierlich neue Blüten entstehen. Einige Pflanzen rollen hingegen ihre Blüten ein und schützen sie so vor dem aufkommenden Frost.

Sicherlich die beeindruckendste Lösung ist es jedoch, dass einige Pflanzen dazu in der Lage sind, im Zuge niedrigerer Temperaturen ihren kompletten Stoffwechsel umzustellen. Anstelle von Glucose wird dann Glycerin produziert. Weiterhin kommt es zu einer Zerlegung von Stärke in Glucose. Exakt diese Vorgänge sind es dann, die bewirken, dass sich die betreffenden Pflanzen vor dem Frost schützen.

Welche Pflanzen eignen sich für den winterlichen Garten?

Die Bandbreite an Pflanzen, die dazu in der Lage sind, den winterlichen Garten mit „Farbklecksen“ zu versehen, ist groß. Besonders beliebt ist hierbei das Anpflanzen von

Auch das Schneeglöckchen macht seinem Namen nach wie vor alle Ehre und zählt zu den echten Klassikern im schneebedeckten Garten.

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