Wunschgarten 2021 – Gräser und Stauden liegen im Trend

Gräser Stauden Garten
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Der Garten bleibt auch 2021 das Kleinod vieler Deutscher, doch der Trend hat sich gewandelt. Vor allem Gräser haben Hochkonjunktur.

Die Zeiten sind hart und zäh. Die Pandemie hält uns in Schach und vor allem kontaktarm zuhause. Das soziale und kulturelle Leben ist erlahmt und findet beruflich wie privat oft vor Bildschirmen unterschiedlicher Größe statt. Digital heißt das Zauberwort der Zeit und virtuelle Begegnungen versuchen das spürbar Handfeste so gut es geht zu ersetzen. Zur eigenen Sicherheit verstecken wir uns hinter Masken, halten Abstand, gehen uns physisch aus dem Weg. Nähe ist angstbesetzt und gefährlich, das betrifft Fremde auf der Straße wie Freunde, Familienmitglieder und sogar Kinder.


So wie das Jahr 2020 endete, so geht es bislang 2021 weiter. An Reisen ist noch immer nicht zu denken, an Ausgehen auch nicht, geschweige denn an Feste im kleineren oder größeren Kreis. Kontrolle bestimmt unsere Alltage zuhause, auf dem Weg zum Arbeitsplatz, zum Einkaufen, selbst beim Spaziergang. Die sonst einsamsten Gegenden sind bei gutem Wetter überlaufen und werden zu Hotspots. Überall schreit es nach Vorsicht, Umsicht, Abstand und Aufpassen!

Wie weiter?

Pflanzen Balkon
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Je mehr wir uns einschränken, umso besser und schneller kommen wir durch die nächsten Monate, bis die meisten der Willigen geimpft sind und sich eine neue vorsichtige Normalität eingestellt hat. Die Krise hat eine dramatische Veränderung von Werten zufolge, die sich wohl vorher niemand ausmalen konnte. Freiheit wird neu definiert und erst recht gefühlt. Alle Lebensbereiche verändern sich derzeit rasant, in der Arbeitswelt wie Zuhause. Man darf gespannt sein, welche Auswirkungen die Pandemie auf unser derzeit letztes und einzig zugängliches Paradies, nämlich den Garten hat.

Im vergangenen Jahr haben wir uns alle wie wild auf den Garten, aber auch auf Balkone und Terrassen gestürzt, haben gepflanzt, gebaut, Sonnen- und Schattenplätze eingerichtet und die Zeit draußen so gut es ging genossen.

Das könnte in diesem Jahr so weitergehen, aber vielleicht zeigt sich jetzt noch viel mehr ein Veränderungsbedürfnis. Wir haben schließlich gelernt, dass nichts so bleiben muss, wie es immer war. Wir sind kontrolliert und diszipliniert und hausen auf engem Raum zwischen Homeschooling, Yogaübungen, Laptops an allen verfügbaren Tischen und Headsets und Smartphones immer in Bereitschaft. Wie könnte der Garten 2021 aussehen? Was könnten die Wünsche sein? Welchem Lebensgefühl könnte man draußen Raum geben wollen?

Wunschgarten 2021 – Natur, Lebensqualität, Freiheit

Zugegeben, es ist herbei gedacht, aber irgendwie scheint es doch auch plausibel. Der Wunschgarten 2021 dürfte wirklich viel mit dem Thema Freiheit zu tun haben, mit einer Gegenwelt zur Kontrolle, mit echter Erfahrung, aber auch mit weichen Konturen, mit viel Licht und Bewegung und einer üppigen Pflanzenwelt, die uns innehalten und staunen lässt. Dieser Garten ist lässig und charmant, einfach gut komponiert, lädt zu Entdeckungen ein und er ist alles andere als architektonisch streng. Auch formale Schottergärten mit einzelnen Solitärgehölzen sind völlig out, genauso wie Gabionenmauern, denn die erinnern uns heute an terrorismussichere Absperrungen in Fußgängerzonen oder Hochsicherheitstrakte. Das wollen wir alles nicht mehr sehen!

Sehen wollen wir wie etwas wächst, wie es sich verändert, wie schön es ist. Es gibt eine neue Aufmerksamkeit beim Gartenspaziergang, Artenvielfalt üben wir im Kleinen. Die Wildvögel werden gefüttert, Schmetterlinge und Hummeln freudig begrüßt. Wir spüren, dass uns das beobachtende Auge Erholung verschafft und dass die Zeit draußen zu nie geahnten Erlebnissen vor der eigenen Haustür führen kann. Vogel-Apps haben Hochkonjunktur, wir wollen schließlich wissen, was den Grünspecht von der Amsel unterscheidet. Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ des NABU haben jedenfalls mehr Menschen mitgemacht als jemals.

Stauden und Gräser – ein Muss im Garten 2021

Japanblutgras
Foto: elegrass. – Das Japanblutgras, Imperata cylindica, besticht durch seine feurige Farbe und ist ein wunderbarer Partner für die Montbretien.
Der neue Garten der Freiheit ist der Garten der Stauden und Gräser. Sie lassen sich wunderbar kombinieren und wenn sich die Stauden längst in den Winterschlaf zurückgezogen haben, dann sind die Gräser immer noch da. In vielen Gärten kann man sie jetzt im Winter noch sehen. Sie schaffen Struktur und Lebendigkeit, wenn sonst alles ruht. Ihr Anblick aus dem warmen Haus schafft Frieden und Ruhe und das Spiel der Meisen, Rotkehlchen und Spatzen auf den filigranen Halmen ist für viele ein wunderbarer Zeitvertreib.

Offenbar finden die Gefiederten hier immer noch Nahrung in den Rispen und Ähren. Ganz zu schweigen von den wenigen Rauhreif- und Schneetagen, an denen der Gräsergarten verzaubert verzuckert aussieht. Für solche Eindrücke lohnt es sich, gut über die Bepflanzung und passende Pflanzengesellschaften nachzudenken. Es darf ruhig wilder werden im Garten und gleichzeitig weicher, charmanter und natürlicher. Die großen Gärtner haben es uns schon vor Jahren vorgemacht. Machen wir uns nichts vor, aber fangen wir an, uns den Garten so zu gestalten, dass er uns freut und nicht mehr Arbeit macht als uns gut tut.

Gräser – ein riesiges Sortiment

Starten wir in diesem Frühjahr mit einer Charmeoffensive und stöbern im Gräsersortiment: Die Vielfalt an Farben und Formen, Wuchsgrößen und -typen ist riesig und für jeden Standort gibt es weit mehr als nur ein richtiges Gras. Nicht zufällig sind Gräser die weltweit wichtigste Pflanzengruppe und sie erfahren derzeit eine stark wachsende Aufmerksamkeit. Sie lassen sich wunderbar kombinieren mit Stauden und Gehölzen, sie fügen sich aber auch mit anderen Gräsern zu eindrucksvollen Beeten, Vorgärten und Landschaften.

Übrigens: Gräser gibt es ab März im Gartencenter oder im Baumarkt, aber auch jetzt schon bei einschlägigen Pflanzenversendern.

Hier der momentane Bestseller:

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Quelle: elegrass

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