Boden kalken – Wann und wie viel Kalk braucht der Garten?

Boden kalken
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Nur ein gesunder Gartenboden lässt Rasen und Pflanzen prächtig gedeihen. Damit das auch klappt, muss der Boden regelmäßig gekalkt werden.

Sowohl Hobby- als auch Profigärtner sprechen sich dafür aus, den Boden im Garten mit ausreichend Kalk zu versorgen. Das „Kalken“ sollte im Idealfall in regelmäßigen Abständen, jedoch mindestens einmal im Jahr erfolgen. Wer hier nach der passenden Vorgehensweise agiert und die richtigen Materialien nutzt, sorgt dafür, dass die Erde noch stabiler und fein-krümelig wird. Auch die betreffenden Pflanzen profitieren vom regelmäßigen Kalken. Je nach Art, werden sie somit widerstandsfähiger, und erweisen sich tendenziell weniger anfällig für Krankheiten.


Ausreichend Kalk im Boden lockt Kleinsttiere an

Neben den Pflanzen profitiert auch der Boden selbst von einem ausreichenden Kalkgehalt. So hilft der Kalk dem Boden im betreffenden Bereich zum Beispiel dabei, seinen Säuregehalt zu regulieren.
Ein weiterer Vorteil: befindet sich der Boden im Gleichgewicht (und wird entsprechend ausreichend gekalkt) fühlen sich auch kleine Lebewesen hier wohl, die unter anderem dabei helfen, den Boden aufzulockern und mit Nährstoffen zu versorgen.

Wie viel Kalk ist erfordelich?

Das Wissen darum, dass der Boden im Garten mindestens einmal im Jahr gekalkt werden sollte, sagt noch nichts über die jeweils benötigte Menge aus. Denn tatsächlich ist es möglich, einen Boden auch zu „überkalken“, entsprechend eben ZU VIEL Kalk einzusetzen. Wer hier zu großzügig arbeitet, erhöht die Gefahr, dass Nährstoffe sich im Boden nicht mehr richtig ausbreiten können.

Die Folge: was ursprünglich gut gemeint war, bewirkt das Gegenteil.

Doch wie viel Kalk braucht es eigentlich, um einen möglichst großen Nutzen aus dem Procedere zu ziehen? Die richtige Kalkmenge ist gleich von mehreren Faktoren abhängig. Wer sich möglichst viel Arbeit ersparen möchte, kann auf spezielle Bodentests zurückgreifen, die die optimale Kalkmenge ermitteln. Weiterhin ist es auch möglich, die Grundregel zu beachten, dass Rasen mit einer Menge von circa 50g/m² gekalkt werden sollte. Ausschlaggebend sind dann natürlich auch immer die Angaben des Herstellers und die grundsätzliche Beschaffenheit des Bodens. So müssen sandige Böden beispielsweise anders gekalkt werden als lehmige usw..

Als Idealwerte gelten hier die folgenden Angaben:

  • Lehmböden sollten einen pH-Wert von 7 haben.
  • Sandige Lehmböden weisen im besten Fall einen pH-Wert von 6,5 auf.
  • Der pH-Wert von lehmigen Sandböden sollte bei 6 liegen.
  • Reine Sandböden liegen im Idealfall bei einem pH-Wert von 5,5.

Sinnvoll ist es dementsprechend immer, vor dem Kalken den pH-Wert im Boden zu kontrollieren und zu überprüfen, inwieweit dieser seit dem letzten Kalken gesunken ist.

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Übrigens: sollten Sie gerade keinen entsprechenden Test zur Hand haben, kann es auch sinnvoll sein, einfach auf das Wachsen von sogenannten „Zeigerpflanzen“ zu achten. Denn: kommen diese in vermehrter Form vor, kann dies auch auf einen Kalkmangel hindeuten. Zu den bekanntesten Zeigerpflanzen aus diesem Bereich zählen unter anderem:

  • Bauernsenf
  • Stiefmütterchen
  • Moos
  • Sauerampfer

Zeigerpflanzen können jedoch auch in Kombination mit einem zu hohen pH-Wert zum Tragen kommen. Zeigen sich beispielsweise verstärkt Brennnessel oder Hirtentäschel auf dem Rasen, könnte dies auf ein zu ausgiebiges Kalken zurückzuführen sein.

Wann sollte der Boden gekalkt werden?

Ebenso wichtig wie die passende Kalkmenge ist zweifelsohne auch der passende Kalkzeitpunkt. Dieser liegt erfahrungsgemäß im Frühjahr. (Keine Sorge! Wer es im Frühling vergessen hat, kann dies auch im Notfall noch im Herbst nachholen. Im Sommer und im Winter ist auf das Kalken jedoch zu verzichten.

Weiterhin gilt, dass nur auf Basis eines trockenen Bodens gekalkt werden sollte. Auch die Pflanzen, die sich im betreffenden Bereich befinden, sollten immer komplett trocken sein. Achten Sie beim Kalken auch darauf, dass der Kalk ausreichend tief in die Erde eindringen kann.

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