Garten anlegen nach Hausbau

Garten am Haus anlegen

Nach der anstrengenden Bauphase des Traumhauses wartet der umgebende Garten nur darauf, in ein saftig grünes Paradies verwandelt zu werden. Doch bevor der trostlose Baustellenaushub als grüne Oase dient, die Baustrapazen vergessen werden, ist noch einiges zu tun.

Zunächst geht es darum, den Boden zu prüfen und gegebenenfalls die Bodenqualität zu verbessern. Nur selten findet sich fruchtbarer Nährboden rund um die Baustelle. Um die Qualität des Bodens zu überprüfen, wird idealerweise in einem großen Behältnis Erde aus verschiedenen Ecken des Gartens miteinander gemischt, denn so kann ein aussagefähiger Durchschnittswert der Erdbeschaffenheit ermittelt werden.


Humus, Lehmboden und Sandboden

In der Regel wird zwischen drei unterschiedlichen Boden-Arten unterschieden. Der sandige Boden, der wenig Nährstoffe und Wasser speichert oder der schwere Lehmboden, der zur Staunässe neigt und sich nur schwer bearbeiten lässt. Der nahrhafte und erdig-schwarze Humusboden, der als Lottogewinn des Gartenbesitzers gilt, tritt meist in einer mehr oder weniger ausgeprägten Mischform mit Tendenz zu Sand oder Lehm auf. Dabei riecht Humus erdig, ist tief schwarz und glänzend sowie locker von der Beschaffenheit, ohne zu zerbröseln

Hingegen ist Lehm ein fester und schwerer Boden, der Klumpen bildet, die nur schwer zu bearbeiten sind. Wasser wird hier sehr gut gespeichert. Der Boden neigt je nach Ausprägung jedoch dazu, Staunässe zu bilden. Extreme Ausprägungen können sich bis zum Tonboden entwickeln, wo Wurzelbildung kaum mehr möglich ist.

Sandboden ist ein unproblematisch zu bearbeitender Boden, der jedoch auch kaum Wasser und Nährstoffe bietet. Wärme hingegen speichert er sehr gut und trocknet zudem schnell.

pH-Wert Analyse des Bodens

Wer einen Garten neu anlegt, sollte eine gewisse Gründlichkeit an den Tag legen, um später nicht Rätselraten spielen zu müssen, wenn die Pflanzen doch nicht so prächtig gedeihen, wie es gewünscht wurde.

Hierzu empfiehlt sich eine Analyse der Nährstoffbedingungen im heimischen Boden. Eine pH-Wert-Analyse gibt Aufschluss darüber, ob das Bodenmilieu eher basisch oder sauer ist. Eine entsprechende Bodenprobe kann eingeschickt und professionell bestimmt werden. In der Regel übernehmen diese Untersuchungen die örtlichen Landratsämter.

Unkomplizierter und schneller sind aber die eigenen Proben mit Sets aus dem Bau- und Gartenmarkt. Verschiedene Firmen bieten Bodenproben-Sets zur pH-Bestimmung an. Als optimal gelten Werte um die sieben. Ab Werten um die acht wird Torf dazugegeben, um den alkalischen Boden zu neutralisierten. Saure Böden mit einem pH-Wert um die sechs können durch die Zufuhr von Kalk ausgeglichen werden.

Wasserpfützen im Garten sind ein sicherer Indikator für einen extrem verdichteten Boden. Hier muss tief gegraben und mit Sand und Kompost als Zugabe aufgelockert werden. Die Zugabe von Sand und Kompost lockert den Boden nicht nur auf, es reichert den Boden auch wieder mit Nährstoffen an. Das Einbringen von Kompost und Sand gelingt mit speziellen Grabwerkzeugen besser, als mit dem einfachen Spaten.

Düngung des Bodens

Gartenfreude geht einher mit Geduld. Bevor die Pracht am Ende, trotz aller Mühe und Pflege, nur halbherzig blüht, ist eine vorbereitende Düngung angeraten.

Bei Samen und Düngemischungen ist auf Qualität zu achten. Es empfiehlt sich, für den heimischen Boden optimierte Düngemischungen zu erwerben und anzuwenden. In vielen Bau- und Gartenmärkten lassen sich Geräte gegen Gebühr ausleihen, mit der die Düngemischungen tief in den Boden eingearbeitet werden und ihre volle Wirkung optimal entfalten können.

Titelbild © JSB31 – Fotolia.com

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