Rasenpflege im März: Jetzt die Weichen stellen für dichten, sattgrünen Rasen

Rasenpflege März
Rasenpflege im März und April - © karepa - Fotolia.com

Im Frühjahr, wenn nicht mehr mit längeren Frostperioden zu rechnen ist, wird es für Gartenbesitzer Zeit, dem Rasen wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nach der kalten Jahreszeit brauchen die Flächen intensive Pflege, damit sie im Sommer wieder sattgrün, dicht und frei von Unkraut und Moos sind. Während der Wintermonate haben die Gräser ihren Stoffwechsel stark reduziert und wachsen daher kaum. Ältere Halme sterben in dieser Zeit ab und lassen viele Flächen grau oder braun aussehen. Erst wenn die Sonne vermehrt scheint und die Temperaturen sich langsam nach oben entwickeln, beginnt frisches Grün zu sprießen. „Ende März bis April ist dann bereits der beste Zeitpunkt für den ersten Schnitt“, erklärt Judith Bircher, Gartenbauingenieurin und Rasen-Expertin beim Schweizer Düngerspezialisten Hauert. „Üblicherweise werden Gebrauchsrasen auf eine Höhe von 3,5 bis fünf Zentimeter, Zierrasen auf zwei bis 3,5 Zentimeter gekürzt. Damit die Grasnarbe dicht und strapazierfähig wird, sollte er ab jetzt bis in den Herbst hinein ganz regelmäßig gemäht werden.“

Von Moos und Filz befreien

Durch permanente Nässe oder Schneelast sind viele Rasenflächen nach dem Winter verdichtet und strapaziert. Moos und Verfilzungen haben sich festgesetzt und entziehen Licht und Nährstoffe. Ein erster wichtiger Schritt: Den Rasen gründlich abrechen und dabei von flachwurzelnden Moosflechten und abgestorbenen Pflanzenteilen befreien. So können die Gräser wieder „durchatmen“ und ungestört wachsen. Noch effektiver ist es natürlich, wenn ein Vertikutierer zum Einsatz kommt, denn dabei wird die Grasnarbe tiefer angeritzt und überschüssiges Pflanzenmaterial beseitigt. Die mit Widerhaken besetzten Messer des Gerätes dürfen allerdings nicht tiefer als ein bis zwei Zentimeter in die Erde greifen, da sonst die Graspflanzen zu stark in Mitleidenschaft gezogen werden.


TIPP
Ist die Rasenfläche nach dieser Arbeit an einigen Stellen ausgedünnt, lassen sich die Lücken mit frischen Grassamen schnell schließen. „Beginnen Sie mit der Aussaat aber erst, wenn die Bodentemperaturen konstant bei etwa acht Grad Celsius liegen“, rät Bircher. „Damit die Samen gut keimen, brauchen die nachgesäten Stellen in den nächsten Tagen viel Feuchtigkeit.“

Startdüngung für den Rasen

Damit der Rasen im Frühling möglichst rasch wieder ergrünen kann, ist auch die Versorgung mit Nährstoffen entscheidend. Spezielle Rasendünger bieten den Pflanzen alles Lebensnotwendige:

  • Stickstoff
  • Kalium
  • Phosphor
  • aber auch Magnesium und Spurenelemente.

Das dreistufige Düngersystem Progress wurde von Hauert ursprünglich für den Profi-Bereich entwickelt – also für die Pflege von großen, stark beanspruchten Flächen wie Fußball- oder Golfplätzen. Mit drei gezielten Düngergaben im Jahr sind diese Anlagen optimal versorgt. Vor einiger Zeit hat das Unternehmen die Produktreihe auch in kleineren Verpackungseinheiten für Hobbygärtner auf den Markt gebracht.

Rasendünger
© Hauert
Für die Frühjahrsdüngung empfiehlt sich der Saisonstarter Progress „Kickoff“: Durch seinen hohen Langzeitstickstoffanteil von mindestens 60 Prozent hat er eine Wirkdauer von mindestens hundert Tagen und sorgt für eine schnelle Kräftigung der Rasenpflanzen. Da selbst auf sandigen Böden keine Auswaschungsgefahr besteht, ist er äußerst umweltschonend. „Wichtig ist, dass das Granulat möglichst gleichmäßig auf die ganze Grünfläche aufgebracht wird“, so Bircher. „Beim Auswerfen mit der Hand wird es oft sehr unregelmäßig verteilt. Deshalb sollte man am besten einen Düngerstreuer benutzen.“ Mit der Aufnahme der Nährstoffe im Frühling werden Stoffwechsel und Wüchsigkeit der Gräser stimuliert. So können sie sich rasch von den Strapazen der Wintermonate und durch das Vertikutieren erholen. Spätestens im Mai ist der Rasen im eigenen Garten wieder in Topform. Weitere Informationen unter: www.hauert.de

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