Rasenpflege: Mängel im Rasen ausbessern

Rasenpflege
© Rosalie P. / stock.adobe.com

Am meisten Freude bereitet ein Rasen, wenn er gepflegt wirkt und keine Makel aufweist. Schäden im Rasen lassen sich oft ohne allzu großen Aufwand beheben.

Ein saftig grüner Rasen ist der Traum eines jeden Gartenliebhabers. Doch selbst bei bester Pflege treten hin und wieder Mängel auf und trüben die makellose Optik. Auch wenn es verständlich ist, dass sich der eine oder andere darüber ärgert, so bringt das in dieser Situation recht wenig. Denn davon verschwinden die Mängel auch nicht.


In diesem Ratgeber möchte ich Ihnen anhand von fünf Beispielen mögliche Ursachen für Schäden im Rasen zeigen und wie man diese ausbessert.

Löcher im Rasen

Löcher im Rasen können verschiedene Ursachen haben. So können sie zum Beispiel durch Maulwürfe und Wühlmäuse entstehen, wenn die Gänge einfallen und der Boden absackt. Darüber hinaus muss der Rasen teilweise auch bei der Nutzung einiges mitmachen. Spielende Kinder, die ausgelassen über den Rasen rennen, oder ausgelassene Grillabende können ihm durchaus stark zusetzen.

Aber keine Sorge, diese Löcher lassen sich leicht beheben. Bei recht flachen Vertiefungen reicht es zum Beispiel schon aus, nach dem Mähen eine sehr dünne Schicht Sand (maximal einen Zentimeter dick) aufzutragen, die den Rasen nicht komplett verdeckt. So kann der Rasen wieder dicht zuwachsen. Sollte die Vertiefung anschließend weiterhin sichtbar sein, müssen Sie den Vorgang wiederholen.

Sind die Löcher tiefer, sollten Sie diese mit einem Gemisch aus Erde und Sand auffüllen. Damit der Rasen wieder dicht zuwachsen kann, sollten Sie anschließend Rasensamen einstreuen. Bei großflächigen Vertiefungen kann es zudem sinnvoll sein, die betroffenen Flächen umzugraben, bevor Sie sie auffüllen und neuen Rasen zu säen.

Tipp: Achten Sie bei der Wahl der Samen für die Nachsaat nicht nur auf eine entsprechende Qualität, sondern auch auf den Verwendungszweck. Bei der Suche nach den richtigen Samen hilft Ihnen die Übersicht der Experten von Rasensamen-kaufen.de über die verschiedenen Regel-Saatgut-Mischungen.

Bei einer intakten Grasnarbe können Sie Grassoden ausstechen und die Fläche mit Erde aufzufüllen. Anschließend setzen Sie die Rasensoden wieder ein und klopfen oder walzen sie fest und gießen an.

Erhebungen im Rasen

Hügeliger Rasen entsteht beispielsweise, wenn sich Wurzeln von Bäumen darunter ausbreiten und die Erde nach oben drücken. Auch Schutt, der sich in der Erde befindet, kann solche Unebenheiten verursachen.

Um den Rasen wieder zu ebnen, reicht es nicht aus, mit einer Walze drüber zu fahren. Sie werden nicht drum herum kommen, die überschüssige Erde abzutragen.

1. Dazu müssen Sie als erstes an den entsprechenden Stellen den Rasen mitsamt der Wurzeln entfernen, um die Erde freizulegen.

Tipp: Die entnommenen Rasensoden können Sie später wieder einsetzen.

2. Anschließend ist es notwendig, den freigelegten Boden aufzulockern und gegebenenfalls umzugraben. Bei sehr lehmhaltigem Boden müssen Sie Sand untermischen.

3. Im nächsten Schritt ist der Boden zu ebnen. Dazu treten Sie den Boden ein wenig fest und entfernen die überschüssige Erde.

Tipp: Der Boden setzt sich mit der Zeit wider. Damit sich dann keine Vertiefung bildet, sollten Sie eine leichte Erhebung bestehen lassen.

4. Setzen Sie die Rasensoden wieder ein und treten Sie sie mit den Füßen fest oder befestigen Sie sie mit einer Walze und wässern sie ausreichend.

Vernässungen im Rasen

Rasenpflege - durchnässt
© moxumbic / stock.adobe.com

Vernässte Stellen im Rasen können zum einen durch zu starkes Wässern entstehen. Es ist aber auch möglich, dass der Boden einfach zu stark verdichtet ist und das Gießwasser einfach nicht aufnehmen kann, sodass es sich an der Oberfläche staut. Infolge dessen kann es zu Moosbildung kommen.

In einem solchen Fall ist es erforderlich, den Boden an den betroffenen Stellen auszuheben und die verdichtete Erde gegen eine lockere Mischung aus feinkrümeliger Gartenerde, reifem Kompost und gröberem Sand auszutauschen. Anschließend müssen Sie den Bereich planieren und neue Rasensamen aussäen.

Tipp: Bei großflächigen Vernässungen kann es sinnvoll sein, einen Drainagegraben anzulegen, in dem das überschüssige Wasser abfließen kann.

Verbrennungen im Rasen

Besonders Hitzewellen und Wassermangel können Ihrer Rasenfläche stark zusetzen. Bei unzureichender Wasserversorgung werden die Wurzeln nicht ausreichend mit Wasser versorgt, da sie nicht sonderlich tief in die Erde hinein reichen. Infolge dessen färbt sich Ihr Rasen nach und nach braun.

Tipp: Wässern Sie Ihren Rasen nur alle drei Tage, entwickeln die Pflanzen ein kräftigeres Wurzelwerk und lernen, mit Trockenheit umzugehen.

Als erste Maßnahme bei verbranntem Rasen sollten Sie versuchen, diesen durch eine Düngegabe und gründliches Wässern wiederzubeleben. Bleibt diese Aktion ohne Erfolg, können Sie die verbrannten Bereiche durch Nachsaat ausbessern. Warten Sie damit aber am besten bis zum Herbst. Denn schon ab Mitte September ist es nicht mehr so heiß und der junge Rasen kann sich besser entwickeln.

Tipp: Schauen Sie sich ruhig einmal die Tipps von Fuxtec zur Rasenpflege an. Hier erhalten Sie jede Menge Inspirationen, wie Sie die Bewässerung Ihres Rasens vereinfachen und so Verbrennungen vermeiden können.

Gelbe Stellen im Rasen

Rasenpflege - gelbe Stellen
© argot / stock.adobe.com

Sicher ist Ihnen auch schon einmal die eine oder andere gelbe Stelle auf Ihrer Rasenfläche aufgefallen. Diese entstehen beispielsweise durch Verätzungen, wie sie Überdüngung oder der Urin von Hunden und Katzen hervorrufen können. Aber auch ausgelaufene Kraftstoffe oder Chemikalien wie Pestizide führen zu vergilbtem Rasen.

Je nach Ursache für die Verfärbungen gibt es verschiedene Vorgehensweisen, um den Schaden zu beheben.

Sind Überdüngung oder Tierurin ursächlich für die gelben Flecken, sollten Sie den Rasen einmal mähen und den abgeschnittenen Rasen entfernen. Denn die Pflanzen brauchen Licht und Luft, damit sie sich erholen können. An besonders warmen Tagen benötigen die trockenen Stellen zudem ausreichend Wasser.

Tipp: Durch regelmäßiges Gießen werden Urin oder überschüssiger Dünger ausgespült.

Sollte sich der Rasen nicht regenerieren, kommen Sie nicht umhin, den Rasen zu ersetzen. Dazu entfernen Sie den Rasen an den betroffenen Stellen und lockern die Erde auf. Anschließend können Sie Rasensamen einstreuen.

Tipp: Im Handel gibt es spezielle Produkte wie das Rasenpflaster von Substral, das neben Samen und Dünger auch ein Substrat enthält, welches das Wasser bindet und damit die Keimung beschleunigt.

Sollten Chemikalien dem Rasen geschadet haben, verfahren Sie genauso. Allerdings müssen müssen Sie diesen etwa 20 Zentimeter tief ausstechen und fachgerecht entsorgen. Die entstandene Mulde füllen Sie mit Erde auf, bevor Sie die Samen einstreuen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

(Ihr Kommentar erscheint erst nach einer kurzen Prüfung)

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.