Dachterrasse gestalten – Bodenbelag, Pflanzen, Möbel und Beleuchtung

Dachterrasse gestalten
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Dachterrassen bieten einen ganz besonderen Flair. Wir haben Tipps, die Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Dachterrasse gemütlich gestalten können.

Terrasse ohne Garten? Warum nicht? Dachterrassen erfreuen sich großer Beliebtheit und stellen in der Stadt eine super Alternative dar. Hier lassen sich viele schöne Stunden allein oder in Gesellschaft von Freunden oder Familie verbringen und dabei den Flair hoch oben über den Dächern der Stadt genießen. Dabei kommt es jedoch auf die richtige Gestaltung der Dachterrasse an. Wir geben Ihnen ein paar Tipps, wie Sie aus Ihrer Dachterrasse ein Wohlfühlparadies zaubern können.


Rechtliches

Beachten Sie, dass Sie vor dem Bau einer Dachterrasse eine Baugenehmigung einholen müssen. Im Zuge dessen ist ein Bauingenieur oder ein Architekt zu Rate zu ziehen, der Ihnen einen Plan für die Dachterrasse erstellt. Ein Statiker prüft, ob das Dach für das Vorhaben stabil genug ist. Informieren Sie sich auch über die Schallschutzbestimmungen, da Ihnen sonst Stress mit der Nachbarschaft und dem zuständigen Bauamt drohen kann.

Abstürze vermeiden

Wer hoch oben über den Dächern der Stadt nicht nur entspannen sondern auch mal eine Party feiern möchte, wer sollte dafür sorgen, dass die Dachterrasse rundherum vor Abstürzen abgesichert ist. Hierzu eignen sich Brüstungen. Diese dienen gleichzeitig als Schutz vor Blicken neugieriger Nachbarn auf Ihre Dachterrasse, nehmen Ihnen aber die Sicht auf die Stadt. Wenn Sie Ihre Dachterrasse so gelegen ist, dass sie keine neugierigen Blicke zu befürchten haben, können Sie auch auf eine Balustrade oder ein Geländer setzen. So können Sie weiterhin die Stadt überblicken.

» Tipp: Wenn Sie Ihr Geländer selbst Bauen, können Sie Geld sparen. Mit den Geländerpfosten von cosch-edelstahl.de und dem passenden Zubehör können Sie sich Ihr Geländer sogar selbst designen.

Bodenbelag

Als Bodenbelag für Ihre Dachterrasse kommen je nach Traglast des Daches beispielsweise folgende Materialien in Betracht:

  • Holz
  • WPC
  • Naturstein
  • Terrassenplatten aus Beton
  • Feinsteinzeug

Alle Materialien haben ihre Vorzüge aber auch Nachteile. Auf hornbach.de finden Sie ein paar nützliche Informationen zu den verschiedenen Materialien.

Ihre Entscheidung für den Bodenbelag sollten Sie entsprechend des umzusetzenden Stiles treffen. Dabei stehen Ihnen neben den genannten Materialien auch natürliche Untergründe wie Sand oder Rasen zur Verfügung. Gerade, wenn Sie auf Ihrer Dachterrasse einen Gemüsegarten anlegen möchten, passt Rasen als Untergrund sehr gut ins Konzept. Darüber hinaus vermittelt der Rasen ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit, wie sie es sonst in der Stadt nicht zu spüren bekommen – eben ein Gefühl wie im Garten.

Verschiedene Bereiche festlegen

Gerade, wenn Sie Ihre Dachterasse für mehrere Zwecke nutzen möchten, ist es sinnvoll, verschiedene Bereiche dafür anzulegen. Ansonsten könnte Ihre Dachterrasse schnell chaotisch wirken. Dabei gilt, je größer die Terrasse ist, deso vielseitiger können Sie sie nutzen.

Möchten Sie beispielsweise einen Pool oder einen Whirlpool in Ihre Dachterrasse integrieren, so macht es durchaus Sinn, diesen mit einem Entspannungsbereich mit Liegen zu kombinieren. Hier können Sie relaxen, die Sonne genießen und die Seele baumeln lassen. Damit Sie in diesem Bereich auch wirklich Ruhe haben, sollten Sie ihn räumlich vom Rest der Terrasse abtrennen. Dafür eignen sich zum Beispiel große Kübelpflanzen.

Es kann auch sinnvoll sein, die Bereiche zum Essen und zum Beisammensitzen separat zu gestalten. So eignet sich für den Essbereich eine Sitzgruppe aus einem großen Tisch und passenden Stühlen, damit das Essen in einer bequemen Position eingenommen werden kann. Auch ein Grill passt hier sehr gut her. Zum gemütlichen Sitzen lädt dieser Bereich jedoch nicht ein.

Eine gemütliche Loungeecke hingegen lädt zum Hineinsinken und Verweilen ein. So kann man über mehrere Stunden gemütlich zusammen sitzen. Ein flacher Tisch, auf dem Snacks und Getränke abgestellt werden können, und vielleicht auch eine Bar runden diesen Bereich ab.

Wie Sie sehen, haben die verschiedenen Bereiche unterschiedliche Anforderungen an die benötigten Möbel. Würden diese nicht opisch und räumlich voneinander getrennt, würde die Terrasse ziemlich chaotisch wirken. Aber natürlich bleib es Ihnen überlassen, wie viele Bereiche Sie anlegen möchten.

Pflanzen

Um Gemütlichkeit auf der Terrasse zu erzeugen dürfen Pflanzen natürlich nicht fehlen. Einige Pflanzen können als Sichtschutz dienen und damit auch die einzelnen Bereiche der Dachterrasse abgrenzen. Andere Pflanzen dienen ausschließlich der Atmosphäre.

Bambus, Lebensbäume, Efeu oder Buchsbaum als Sichtschutz

Der Bambus ist zu empfehlen, da er sehr schnell und sehr hoch wächst. Allerdings müssen Sie beachten, dass er einen geräumigen Kübel mit ausreichend Platz für das Wurzelwerk benötigt. Er bedarf auch spezieller Bambuserde und regelmäßiger Düngung.

Lebensbäume überzeugen mit einem sehr dichten Wuchs. Mehrere Lebensbäume nebeneinander können als Hecke einen wunderbaren Sichtschutz bieten. Allerdings benötigen auch sie grüße Kübel, die dem Wurzelwerk genügend Platz bieten. Dabei gilt, pro 100 cm Wuchshöhe muss der Kübel einen Durchmesser von 40 cm aufweisen.

Efeu hat den Vorteil, dass sie damit alles zuranken lassen können, was sie möchten. So können Sie ganz leicht einen Sichtschutz mit Hilfe von Efeu und einem Zaunfeld oder ähnlichem erzeugen. Achten Sie auch hier auf einen ausreichend großen Kübel, damit sich das Wurzelwerk ausreichend entfalten kann.

Die Buchsbaumhecke hat sich bereits im Gärten einen Namen gemacht und kann auch auf der Dachterrasse als Sichtschutz dienen. Die einzelnen Pflanzen können im Kübel wachsen, sollten aber durch eine Vliesschicht vor Kälte geschützt werden.

Dekorative Pflanzen

Der bereits erwähnte Lebensbaum kann als einzelne Pflanze dekorativ in Szene gesetzt werden. Dazu ist es aber erforderlich, ihn immer wieder zu beschneiden, damit sein Wuchs nicht ausufert. Gleiches gilt für den Buchsbaum. Beide Pflanzen lassen sich durch den richtigen Schnitt in wunderschöne Formen bringen.

Stauden wie Lavendel, Schleierkraut oder Heiligenkraut sind sehr robust. Sie vertragen hohe Temperaturen und gehen bei Kälte nicht ein.

Ziergräser eigenen sich auch sehr gut für die Terrassengestaltung. Die meisten von Sorten sind sehr genügsam und bedürfen kaum einer Pflege. Außerdem sind sie nicht anfällig für Schädlinge.

Ihr Möglichkeiten sind hier aber noch lange nicht ausgeschöpft. Am besten lassen Sie sich bezüglich weiterer Möglichkeiten von einem Gartenprofi beraten.

Obst- und Gemüsegarten

Hochbeet
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Warum nicht auf der Dachterasse auch einen Gemüsegarten anlegen? Dazu eignen sich Hochbeete wunderbar. Hier können Sie zum Beispiel Tomaten, Paprika und Zuchhini aber auch Kräuter, Salate und Erdbeeren anpflanzen. Achten Sie aber darauf, dass Sie für ausreichend Schatten sorgen.
Dazu eignen sich Sonnenschirme und Sonnensegel.

Möbel

Bei der Auswahl der Möbel sollten Sie darauf achten, dass Sie diese passend zur Größe der Dachterrasse wählen. Zu kleine Möbel würden auf einer riesigen Dachterrasse verloren wirken. Zu große Möbel auf einer kleinen Dachterrasse lassen diese noch kleiner wirken.
Deshalb gilt folgendes: Große Terrassen erfordern großformatige Möbel und kleine Terrassen sind mit Möbeln in einem feineren Design.

Wenn Sie auf der Suche nach passenden Möbeln sind, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Materialien:

HolzMöbel aus Holz passen zu nahezu jedem Stil. Möbel aus qualitativ hochwertigen Holzarten sind langlebig und robust gegenüber Feuchtigkeit und UV-Strahlen.
MetallMetallmöbel aus Aluminium, Stahl oder Gusseisen sind unempfindlich gegenüber Hitze, Frost und Nässe. Allerdings sind sie nicht ganz so bequem wie Möbel aus Holz oder Kunststoff. Es ist deshalb ratsam, diese mit Sitzkissen zu kombinieren.
KunststoffKunststoffmöbel punkten mit einem geringen Preis, ihrem Komfort und dem geringen Pflegeaufwand. Allerdings gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, die die Langlebigkeit enorm beeinträchtigen können.
PolyrattanMöbel aus Polyrattan sind zur Zeit voll im Trend. Sie strotzen UV-Strahlen und Feuchtigkeit und geben der Terrasse einen edlen Flair.

Eine Auswahl an tollen Möbeln in verschiedenen Stilen finden Sie beispielsweise bei hoeffner.de.

Beleuchtung

Mit der richtigen Beleuchtung können Sie eine stimmungsvolle Atmosphäre schaffen. So können Sie zum Beispiel Leuchten in den Boden einlassen, die ein diffuses Licht ausstrahlen und so die Konturen auf der Terrasse nachzeichnen. Wandleuchten geben ein direktes Licht ab und bestrahlen die Terrasse von der Seite.

Besonders stimmungsvoll können auch Feuerkörbe, Feuerschalen oder Windlichter wirken. Allerdings sollten Sie beim Einsatz von Feuer auf den entsprechenden Brandschutz achten.

Die eingangs erwähnte Traglast sollte bei der Gestaltung einer Dachterrasse niemals außer Acht gelassen werden. Halten Sie deshalb immer Rücksprache mit einem Statiker, bevor Sie Ihr Projekt in die Tat umsetzen!

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