Je unübersichtlicher und chaotischer die Welt, umso wichtiger das eigene Zuhause als sicherer Schutz- und Rückzugsraum – und hier gehören für viele Menschen lebendige Pflanzen wie selbstverständlich dazu.
Zum einen aufgrund ihres positiven Einflusses auf das Raumklima, denn viele von ihnen erhöhen durch ihren Stoffwechsel die Luftfeuchtigkeit, was gerade in der dunkleren, kälteren Jahreszeit mit Heizungsluft wesentlich ist. Zum anderen überzeugen sie mit ihrem positiven psychologischen Effekt: Pflanzen schaffen eine Wohlfühlatmosphäre! Sie sind lebendige Mitgeschöpfe, die sich verändern, die auf unsere Pflege mit Gedeihen reagieren, die uns mit Blüten überraschen.
Wie fast alles haben aber auch Pflanzen ihre Moden. Das betrifft den Garten, aber vor allem Haus und Wohnung. Gummibäume hatten ihre große Zeit, Makramee-Hängeampeln mit Zierspargel, Kakteen… Aktuell sind vor allem Zimmerpflanzen trendig, die auf der einen Seite optisch etwas hermachen, auf der anderen aber wenig Aufwand erfordern und kaum Anforderungen an ihren Standort und die Raumtemperatur stellen. Denn Zeit ist kostbar!
Nichts gegen Oma

Viele kennen die gute alte Flamingoblume noch vom Fensterbrett der Großeltern. Dort stand sie jahrelang und meistens nicht allein. Auch heute gibt es sie noch, aber die Gattung setzt sich mehr und mehr mit ihrem botanischen Namen durch: Anthurium. “Anthos” steht für Blüte, “ura” für Schwanz und bezieht sich auf den Blütenkolben in der Mitte des Hochblattes, das landläufig und fälschlicherweise für die Blüte gehalten wird. Die Anthurie, die seit Jahren in dieser Kombination von farbigem Hochblatt mit wachsigem Kolben auch als Schnittblume Karriere macht, ist heute in Form, Farbe und Format längst über die altbacken anmutenden Flamingos aus Omas Zeiten hinausgewachsen.
Ganz schön stark
Mit dem coolen, natürlichen Glanz und einem beeindruckenden Farbspektrum sind die neuen Anthurien der absolute Hingucker. Von klassisch in Rot über Weiß und Rosa bis hin zu Apricot, Weinrot, Grün und Anthurien in außergewöhnlichen Farben ist alles erhältlich. Eingerahmt werden die Hochblätter von vitalem Laub, das zumeist herzförmig ist und in einem satten, dunkleren Grün aufwartet. Die Langlebigkeit der Gattung haben natürlich auch die neuen Sorten in ihrer Genetik. Das bleibt wie ihre Robustheit ein wichtiges Merkmal. Im Gegensatz zu den alten Sorten sind viele der neuen jedoch deutlich kompakter in ihrer Form.
Die niederländischen Anthurienzüchter und -gärtner haben sich schon vor Jahren in einer Stiftung zusammengetan, die Stichting Anthurium heißt. Sie machen sich gemeinsam im Handel, aber auch auf Social Media stark für die neuen Sorten und erschließen so auch neue Zielgruppen für die starken Topfpflanzen. Immer mehr Männer richten sich beispielsweise stylisch ein, sammeln Pflanzen als lebendige Mitgeschöpfe in ihren Räumen, haben Freude am spielerischen Gestalten, hängen die Pflanzen von der Decke und nutzen jede freie Stelle im Raum für eine Inszenierung. Die Anthurie hält das aus, sie ist äußerst genügsam, was ihren Standort betrifft, ob hell oder halbschattig, sogar im Schatten glänzt sie. Und wer sie mal eine Woche zu gießen vergessen hat, den bestraft das Leben nicht. Auch das hält diese Topfpflanze gelassen aus.
Lesetipp: 5 Pflegetipps für Anthurien – So bleiben sie vital und schön
Cool, krass, geil, mega?!

Besonders eindrucksvoll sind große Gefäße, die mit mehreren Pflanzen bestückt werden. So entsteht beim Betreten des Raums direkt ein Wow-Effekt, da die Anthurien wie eine Wolke über dem Blumentopf zu schweben scheinen. Mit passendem Topf lässt sich aber auch eine einzelne Zimmerpflanze dramatisch in Szene setzen. Die größte Wirkung erzielt sie hier in clean eingerichteten Wohnungen. Auch paarweise angeordnete Anthurien machen sich gut. Sie passen sowohl auf den Esstisch, den Schreibtisch oder das Sideboard im Flur – sind also Alleskönner und damit auch ein elegantes Geschenk für eine dauerhafte Pflanze-Mensch-Beziehung.
Weitere Inspirationen und Informationen zu einer Zimmerpflanze, die ziemlich viel kann und sehr lange lebt, gibt es auf www.anthuriuminfo.com.
Quelle: GPP











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