Gemüse Aussaat: Tipps und Tricks

Gemüse Aussaat
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Wer sich nicht mit Pflanzen aus dem Gartencenter begnügen möchte, der sät sein Gemüse selbst aus. Wann der beste Zeitpunkt ist und worauf Sie achten müssen, erklären wir hier.

Was könnte besser schmecken als das Gemüse aus dem eigenen Garten? Immer mehr Hobbygärtner entscheiden sich dazu, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Doch gerade mit Hinblick auf Gemüse besteht leider keine Garantie dafür, dass das Endergebnis immer gelingt bzw. die Ernte möglichst reich ausfällt. Wer sich über eine besonders reiche Ausbeute freuen möchte, sollte die folgenden Tipps beachten.


Das richtige Timing ist entscheidend

So wie bei verschieden Blumenarten, gilt es auch bei der Aussaat von Gemüse, ein gewisses Zeitfenster einzuhalten. So brauchen zum Beispiel Auberginen sehr lange (2 – 4 Wochen), bis sie sich zur Pflanze entwickeln. Auberginen können bzw. sollten deshalb schon im Februar ausgesät werden – im Gewächshaus versteht sich und bei ausreichend Licht..

Auch Tomaten dürfen bereits Ende Februar ausgesät werden. Doch Achtung, für eine erfolgreiche Keimung braucht die Saat viel Licht. Ebenso verhält es sich mit Paprika. Wer das leckere Gemüse ernten möchte, sät es mit den Tomaten zusammen – Ende Februar – im Gewächshaus oder in Pflanzschalen in der Wohnung aus.

Wo soll bzw. darf ausgesät werden?

Mit Hinblick auf den Ort des Aussäens gilt es, besondere Spezifika zu beachten. Je nachdem, wie empfindlich eine Gemüsesorte ist, wird sie entweder in Frühbeet, ins Freiland oder im Topf ausgesät (Packungsaufschrift beachten). Achten Sie bei den empfindlicheren Gemüsesorten unter anderem auch darauf, die Erde im Topf an die Anforderungen anzupassen und beispielsweise mit Kompost und torfreduzierter Blumenerde zu arbeiten.

Ganz wichtig: Das Aussäen sollte immer auf der Basis einer nährstoffarmen Erde stattfinden! Junge Pflanzen reagieren äußerst empfindlich auf einen hohen Nährstoffgehalt!

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Nun geht es los – die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Aussäen

Im ersten Schritt wird nun auf das Aussäen der so genannten „Lichtkeimer“ eingegangen.

  1. Greifen Sie zu einem kleinen Topf und befüllen Sie ihn bis fast ganz oben mit Erde.
  2. Drücken Sie die Erde leicht (!) an.
  3. Gießen Sie die Erde und warten Sie, bis sie ein wenig angetrocknet ist. So quellen die Samen dann im nächsten Schritt besser.
  4. Verteilen Sie die Samen auf der Erde.
  5. Kennzeichnen Sie die entsprechenden Bereiche mit dem Namen der Pflanzen.
  6. Bringen Sie eine dünne Sandschicht auf die Samen auf.
  7. Gießen Sie die Samen nochmals leicht an.
  8. Stellen Sie die Töpfe, sofern Sie sich für Lichtkeimer entschieden haben, an einen hellen Ort. Wer hier Kompromisse eingeht, riskiert, dass die Pflanzen krank werden bzw. sich nicht richtig entwickeln.
  9. Stellen Sie sicher, dass die Erde auch nach der Anzucht immer feucht gehalten wird.

Nun heißt es: „Abwarten!“. Pikieren Sie die jeweiligen Pflanzen unbedingt erst dann, wenn die ersten Laubblattpaare sichtbar sind.

Aussäen von Gemüse unter besonderen Bedingungen: Dunkel- und Kaltkeimer

Sollten Sie sich nicht für die besagten Lichtkeimer entschieden haben, gilt es, besondere Bedingungen zu beachten.

Dunkelkeimer keimen, wie der Name schon sagt, ausschließlich in der Dunkelheit. Diese gewährleisten Sie, indem Sie eine besonders dicke Schicht Erde auftragen.
Kaltkeimer charakterisieren sich dadurch, dass sie erst keimen, wenn sie vor dem Aussäen einer Kältephase ausgesetzt wurden. Dies gewährleisten Sie, indem Sie die Samen schon im Herbst und im Freiland aussäen.

Wer sich also über eine reiche Gemüseernte freuen möchte, sollte nicht nur auf den passenden Standort, sondern auch auf die individuellen Anforderungen „seiner“ Gemüseart achten.

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