Kartoffeln pflanzen und ernten – Kleines Wissenslexikon

Kartoffeln pflanzen ernten
Kartoffeln reif für die Ernte - © Christine Kuchem - Fotolia.com

Alle Kartoffeln werden zum selben Zeitpunkt geerntet? Sicher? Die Wahrheit liegt hier – wie so oft – irgendwo dazwischen. Fest steht, dass Kartoffeln ab Juni bis hinein in den Oktober geerntet werden können. Wann jedoch genau der ideale Zeitpunkt ist, richtet sich nach der jeweiligen Sorte. Unterschieden wird hier in Frühkartoffeln, mittelfrühe und späte Sorten.

Sollten Sie also von Anfang an eine vergleichsweise frühe Ernst präferieren, ist es wichtig, sich auch entsprechend auf die Frühkartoffeln zu konzentrieren. Gepflanzt werden diese ab etwa Mitte März.


Die mittelfrühen und späten Kartoffeln werden dann etwas später, im April und im Mai, gepflanzt. Wer sich gleich für alle Sorten entscheidet, darf sich entsprechend über eine besonders reiche Kartoffelernte freuen.

Frühkartoffeln – hierauf müssen Sie achten

Die Pflanzung der Frühkartoffeln findet, wie bereits erwähnt, schon im März statt. Hier jedoch von einer „in Stein gemeißelten“ Regel zu sprechen, wäre falsch. Selbstverständlich dürfen die Nächte nicht mehr frostig sein. Mindestens 8, noch besser 10 Grad sollten dauerhaft vorherrschen. Noch sicherer ist es, wenn Ihr Kartoffelbeet tagsüber mit Sonne verwöhnt wird und entsprechend aufheizt.

Sollten Sie dem Wetter nicht trauen, ist es auch immer sinnvoll, zu Beginn alles noch mit ein wenig Stroh abzudecken und so die Wärme zu halten. Im Juni müssten dann die ersten Kartoffeln reif sein.

Frühkartoffeln haben den Nachteil, dass sie nicht lange gelagert werden können. Am besten frisch ernten und binnen ein bis zwei Tagen verwerten.

Mittelfrühe bis späte Sorten

Bei den mittelfrühen bis späten Kartoffelsorten, handelt es sich um die sogenannten Speisekartoffeln, wie man sie auch aus dem Supermarkt kennt. Diese Sorten haben den Vorteil, dass sie länger gelagert werden können. Gepflanzt bzw. gelegt, werden die mittelfrühen und späten Kartoffelsorten ab April. Beliebte Sorten sind zum Beispiel:

  • Nicola und Linda (mittelfrühe Sorten)
  • Aula und Donella (mittelspäte bis späte Sorten)

Geerntet werden sie dann im Sommer, im August. Die späten Sorten können sogar bis in den Oktober hinein geerntet werden.

So helfen Sie ein wenig nach

Kartoffeln vorkeimen
Vorgekeimte Kartoffeln – © fotoduets – Fotolia.com
Wer sichergehen möchte, dass die gepflanzten Kartoffeln auch wirklich schnell und ergiebig wachsen, sollte sie vorkeimen lassen. Am besten nutzen Sie hierzu eine Holz- oder Obstkiste und platzieren diese an einem wärmeren Ort von circa 15 Grad. Für die Zeit zum Vorkeimen planen Sie am besten einen Zeitraum von etwa vier Wochen ein.

Weitere interessante Daten für den Kartoffelkalender

Wer plant, im Frühjahr Kartoffeln zu pflanzen, sollte sein Kartoffelbeet im Jahr davor – im Herbst – hierauf vorbereiten. Entfernen Sie zunächst große Steine und Unkraut. Lockern Sie dann den Boden auf und bringen Sie Kompost oder auch Stallmist auf. Die gute Nachricht: im Winter wird das Kartoffelbeet in Ruhe gelassen. Die entsprechenden Areale bleiben unberührt. Im Frühling können Sie dann die Erdschollen einfach zerkleinern und alles auf die letztendliche Pflanzung vorbereiten.

Kartoffelpflanzung nach dem Mondkalender

Viele professionelle Gärtner sind mittlerweile auch dazu übergangen, nach dem Mondkalender zu arbeiten, wenn es darum geht, besonders effektive Ergebnisse bei der Kartoffelpflanzung zu erzielen. Hier ist das erste Quartal im Zeitraum des abnehmenden Mondes der perfekte Zeitpunkt, um die Kartoffeln anzupflanzen.

Bitte beachten Sie jedoch auch immer, dass es sich hierbei um eine Mischung aus „Bauernweisheit“ und „Gerücht“ handelt. Es existieren keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, dass eine Ernte nach dem Mondkalender wirklich effektiver ist als die althergebrachte Weise.

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