Felsenbirnen richtig schneiden – Anleitung und Pflegetipps

Felsenbirne schneiden
Felsenbirne schneiden - © Aggi Schmid - Fotolia.com

Oft wird sie mit der Heidelbeere verwechselt, dabei ist die Felsenbirne selbst eine tolle Frucht, die sich super für die Herstellung von Marmelade und Likör eignet. Sie ist unter anderem reich an Vitaminen, Mineralien und Gerbsäuren. Wer im Sommer leckere Beeren pflücken möchte, sollte den Strauch im Frühjahr unterstützend zurückschneiden.

Die Felsenbirne – nützliches Hintergrundwissen

Der botanische Name der Felsenbirne lautet „Amelanchier“ und es gibt sie in rund 25 Arten. Sie zählt zu der Pflanzengattung der Kernobstgewächse und ist somit verwandt mit dem Apfel und der Birne.
Die Felsenbirnen wachsen an verholzenden Sträuchern, die im Frühjahr komplett mit Blüten bedeckt sind. Ihre Frucht wird oft mit der Heidel-oder Blaubeere verwechselt, dabei ist sie bei näherem Hinsehen deutlich dunkler. Im August ist die Felsenbirne erntereif und kann direkt vom Strauch verspeist werden. Im Herbst zeigt sich die Frucht noch einmal in ihrer vollen Pracht. Ihre Blätter färben sich orange-rot, was im heimischen Garten fabelhaft aussieht.


So pflegen Sie Ihre Felsenbirne richtig

Die Pflanze ist sehr genügsam und damit optimal geeignet für jeden Hobbygärtner. Sie wächst nahezu überall, solange der Boden locker und wasserdurchlässig ist. Felsenbirnen gedeihen sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. Außerdem sind sie winterhart. Erst wenn die Pflanze altert, kommt eine vorsichtige Düngung mit Kompost oder ein Verjüngungsschnitt in Frage. Ansonsten gilt: schneiden Sie stets zurückhaltend!

Das Frühjahr – jetzt sollten Sie die Schere herausholen

Im Frühjahr ist die Birne bereit für ihren Schnitt. Der optimale Zeitpunkt ist der Mai nach der Blüte, wenn das Wachstum der Sträucher bereits im vollen Gange ist. Jetzt heilen auch die Schnittwunden am schnellsten. Oftmals ist aber auch überhaupt kein Schnitt nötig. Die Felsenbirne ist ein sehr pflegeleichter Strauch und kann in den meisten Fällen auch sehr gut ohne einen Schnitt altern. Erst nach vielen Jahren sollten Sie einen Verjüngungsschnitt vornehmen.

So schneiden Sie die Felsenbirne richtig

1. Mit Hinblick auf die Felsenbirne gilt: weniger ist mehr! Die Pflanze verträgt keinen allzu starken Rückschnitt. Sie sollten lediglich wenige junge Äste und Zweige auslichten, denn den älteren Trieben fehlt das nötige Regenerationspotenzial, diese bringen aber dennoch sehr viele Blüten hervor.

2. Die Kronen der Sträucher neigen dazu, mit den Jahren immer dichter zu werden und auch im Inneren zu verwachsen. Schneiden Sie also alle nach innen wachsenden Seitenzweige direkt am Astring, der Ansatzstelle der Verzweigung, ab, sodass kein Reststück zurückbleibt.

3. Sie können aber wahlweise auch einzelne Grundstämme entfernen. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, keine dickeren Äste einzukürzen, da diese nur ganz spärlich austreiben und die Schnittwunden hier besonders schlecht verheilen.

Zu guter Letzt noch ein besonderer Tipp: „Rausreißen, statt abschneiden!“ heißt es mit Hinblick auf die Ausläufer am Boden, zu denen einige Felsenbirnen neigen. Hier muss teilweise schnell vorgegangen werden, bevor diese Teile der Pflanze verholzen können.

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