3 häufige Schädlinge im Garten

Schädlinge im Garten
© Dieter Hawlan / stock.adobe.com

Auch wenn sie oft sehr klein sind, können Schädlinge im Garten großen Schaden anrichten. Mit diesen Tipps werden Sie Schnecken, Wühlmäuse und Blattläuse wieder los.

Da macht man sich viel Mühe, pflanzt, pflegt und kurz vor der Blüte oder Ernte kommen Schädlinge in den Garten, die die ganze Arbeit wieder zunichtemachen. Für jeden Hobbygärtner ist das eine sehr ärgerliche Angelegenheit. Um größeren Schaden zu verhindern, müssen Sie in Ihrem Garten die Augen offen halten, denn je eher Sie die Plagegeister erkennen, desto schneller werden Sie sie auch wieder los.


In diesem Beitrag möchte ich auf drei Schädlinge eingehen, die besonders häufig im Garten ihr Unwesen treiben. Manche lassen sich mit einfachen Hausmitteln bekämpfen, bei einem hartnäckigen Befall hilft nur, sich in einem gut sortierten Shop für Schädlingsbekämpfung nach entsprechenden Produkten umzusehen.

❶ Blattläuse im Garten bekämpfen

Blattläuse im Garten
Blattläuse auf einer jungen Rosenknospe | © Игорь Кляхин / stock.adobe.ocm
Blattläuse (Aphidoidea) ernähren sich vom Pflanzensaft und kommen häufig an Zimmerpflanzen vor. Im Garten finden Blattläuse besonders auf Rosen und Obstbäumen einen guten Nährboden. Die nur wenige Millimeter großen Insekten zählen auch zu den häufigsten Schädlingen im Gewächshaus – hier gilt es besonders Gurken und Tomatenpflanzen regelmäßig zu kontrollieren.

➔ Hausmittel gegen Blattläuse

Ein einfacher Trick Blattläuse wieder loszuwerden ist, wenn Sie sich ein breites Klebeband um die Hand wickeln und damit gegen die betroffenen Blätter drücken. Die Miniinsekten bleiben daran kleben und Sie sehen direkt, ob Sie alle Blattläuse „erwischt“ haben. Zugegeben, dieser Tipp eignet sich nur, wenn erst wenige Pflanzen betroffen sind – zum Beispiel im Gewächshaus. Für die Bekämpfung im Garten bieten sich diese Hausmittel an:

Knoblauchzehe und Knoblauchsud

Während wir Menschen den Geruch von Knoblauch als unangenehm empfinden, ist es bei den Blattläusen das darin enthaltene Öl. Diese Wirkung machen Sie sich zunutze, wenn Sie eine geschälte Knoblauchzehe einfach nah am Pflanzenstiel in die Erde stecken.

Bei einem stärkeren Befall mit Blattläusen stellen Sie einen Sud aus drei gehackten Knoblauchzehen und einem Liter Wasser her. Lassen Sie diesen gut durchziehen (mind. 2 Wochen) und besprühen Sie dann alle befallenen Pflanzenteile – vor allem die Blattunterseiten.

» Weitere Tipps hier: Hausmittel gegen Blattläuse

➔ Natürliche Fressfeinde gegen Blattläuse

Blattläuse Fressfeinde
Marienkäfer auf grünem Blatt mit vielen Blattläusen | © Claudia Evans / stock.adobe.com
Wie viele andere Pflanzenschädlinge, so hat auch die Blattlaus natürliche Fressfeinde, die Sie zur Bekämpfung im Garten einsetzen können. Dazu zählen Marienkäfer, Ohrwürmer, Schlupfwespen, Schwebefliegen und Florfliegen. Alle Nützlinge können im Handel erworben werden – Florfliegen lassen sich auch mit Katzenminze in den Garten locken.

Extratipp: Blattläusen vorbeugen
Je mehr Zeit Sie in die Pflege Ihrer Pflanzen investieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese erst gar nicht mit Blattläusen befallen werden.

  • Die Rinde an Obstbäumen ist ein beliebter Platz, an denen die Blattläuse ihre Eier ablegen. Bürsten Sie deshalb den Stamm gründlich ab. Danach können Sie einen Weißanstrich vornehmen.
  • Auch das Einstreichen bzw. Besprühen mit Pflanzenöl hilft zur Vorbeugung. Das Öl bildet eine Art Schutzschicht – liegen darunter Eier der Blattlaus, sterben diese ab.
  • Je kräftiger Ihre Pflanzen sind, desto besser auch die Abwehr gegen Blattläuse. Düngen Sie deshalb regelmäßig, achten Sie aber genau auf die vom Hersteller angegebene Dosierung.

❷ Wühlmäuse bekämpfen

Wühlmäuse im Garten
© Wühlmäuse richten großen Schaden an | © Mario Hagen / stock.adobe.com
Anders als Blattläuse sind Wühlmäuse nicht auf den ersten Blick sichtbar, denn die kleinen Nager ernähren sich bevorzugt von unterirdischen Pflanzenteilen. Besonders beliebt ist Knollengemüse, wie Sellerie, Möhren, Pastinaken oder Wurzelpetersilie – aber auch Blumenzwiebeln stehen auf dem Speiseplan der Wühler.

➔ Hausmittel gegen Wühlmäuse

Wir von gartentipps.net wollen Ihnen in dieser Hinsicht keine großen Hoffnungen machen, denn es ist äußerst schwierig Wühlmäuse mit Hausmitteln aus dem Garten zu vertreiben. Manch Hobbygärtner schwört allerdings auf bestimmte Pflanzen, deren Geruch die nervigen Nager angeblich nicht mögen:

  • Kaiserkrone (Frittilaria imperialis)
  • Gemeine Hundszunge (Cynoglossum officinale)
  • Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris)
  • Steinklee (Melilotus officinalis)

➔ Wühlmäuse fangen

Wühlmäuse richten im Garten großen Schaden an, deshalb werden Sie auch von kaum einem Gärtner als niedlich empfunden. Da die frechen Nager sehr vermehrungsfreudig sind, bleibt Ihnen letztendlich nichts anderes übrig, als die Wühlmäuse zu fangen. Auch ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen und vor einiger Zeit eine Wühlmausfalle im Futura Shop erworben – sonst hätte es in diesem Jahr definitiv keine Karottenernte gegeben.

❸ Schnecken vertreiben und bekämpfen

Schnecken im Garten bekämpfen
Rote Nacktschnecke (Arion rufus) | © evbrbe / stock.adobe.com
Auch Schnecken bringen uns Hobbygärtner oft an den Rand des Wahnsinns, denn die kleinen Kriechtiere können in nur wenigen Stunden ganze Blumenbeete vertilgen, vom Kahlfraß im Gemüsebeet ganz zu schweigen. In den meisten Fällen sind es Nacktschnecken, die sich im Garten wohlfühlen und diesen als Nahrungsquelle bevorzugen.

➔ Hausmittel gegen Schnecken

Um Schnecken loszuwerden gibt es einige Möglichkeiten, die einfachste ist das Absammeln – was allerdings nicht jedermanns Sache ist. Wie schon bei den Blattläusen, können Sie auch hier versuchen, die Schnecken mit bestimmten Gerüchen zu bekämpfen. Knoblauch und Zwiebeln im Gemüsebeet sind eine gute Wahl, aber auch Lavendel und Rosmarin. Thymian eignet sich besonders gut, denn den mögen Schnecken überhaupt nicht.

➔ Schnecken mit Bier fangen

Schnecken mit Bier fangen
Schnecke an der Bierfalle | © Martina / stock.adobe.com
Wenn Sie Ihr Feierabendbier gern im Garten trinken, dann verbinden Sie das Angenehme mit dem Nützlichen. Graben Sie einen bzw. mehrere kleine Becher oder Schalen ebenerdig ein und füllen Sie diese mit Bier. Die Schnecken fühlen sich davon magisch angezogen und „tappen“ in die Bierfalle.

» Wichtig: Das Bier darf nicht alkoholfrei sein und sollte regelmäßig erneuert werden.

➔ Kriechwege austrocknen

Nacktschnecken brauchen Feuchtigkeit um ans Ziel zu kommen. Wenn es machbar ist, können Sie die Wege rund um die Beete „austrocknen“. Sand, Asche und auch Algenkalk (ökologischer Düngestoff) eignen sich dafür hervorragend. Auch Kalk oder Sägenmehl machen den Boden rau und so für Schnecken „unpassierbar“.

➔ Schnecken mit Schneckenzaun stoppen

Schneckenzäune gibt es im Handel in unterschiedlichen Größen und Materialien. Diese werden dann um die Pflanzen gelegt bzw. ins Erdreich gesteckt. Je größer der Garten, desto teurer wird diese Investition allerdings. Im nachfolgenden Video gibt es eine preiswerte Alternative zum handelsüblichen Schneckenzaun, die Sie auch noch ganz einfach selber machen können.

➔ Natürliche Fressfeinde der Schnecken

Wie oftmals in der Natur haben auch Schnecken natürliche Feinde. Dazu zählen vor allem Vogelarten wie Elstern, Amseln und Stare. Auch bei Spitzmäusen, Igeln und Kröten stehen Schnecken auf dem Speiseplan. Jungschnecken werden vom Laubkäfer oder dem Hundertfüßler bevorzugt. Wer einen naturnahen Garten hat, bietet den Tieren die beste Basis sich anzusiedeln und für Sie ist es die einfachste Möglichkeit, Ihren Garten weitestgehend Schneckenfrei zu halten.

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